Fußball

Patrick Knieps: Projekt SC Velbert hat mich gepackt

Patrick Knieps packt das Projekt Oberliga bei den Clubberern ein. Der neue SC-Trainer hat die Arbeit aufgenommen.

Patrick Knieps packt das Projekt Oberliga bei den Clubberern ein. Der neue SC-Trainer hat die Arbeit aufgenommen.

Foto: Fischer / Funke Foto Services GmbH

Velbert.  Der neue Trainer Patrick stellt sich bei der Saisoneröffnung des Oberligisten SC Velbert vor. Er soll mit dem verjüngte Team die Klasse halten.

Fast alles wie gehabt: Wenn Aleksandros Soukas mitten auf dem Kunstrasen der BLF-Arena zum Mikrophon greift und es nacheinander dem Vereins-Vorsitzenden, dem Trainer und den neuen Spielern vor die Nase hält, dann ist wieder offizielle Saisoneröffnung beim SC Velbert. Manches ist aber anders: Ein Jahrzehnt lang stimmten sich die Clubberer auf eine weitere Landesliga-Saison ein, jeweils mit Erfolgstrainer Ralf vom Dorp.

Nun befragt Soukas den jungen Trainer Patrick Knieps, der vor einer Woche die Nachfolge des Aufstiegstrainers angetreten hat und nun geht es darum, eben nicht über die Landesliga sprechen zu müssen. Aus dieser Klasse ist der SC im vergangenen Jahr aufgestiegen und es soll auch in der zweiten Saison in der Oberliga in erster Linie darum gehen, den Abstieg zu verhindern.

Neuer Coach genießt Vertrauen der Verantwortlichen

Das betont der Vorsitzende Dirk Graedtke. „Wir sind ein Verein, der im Vergleich zu etlichen Konkurrenten ein kleines Budget hat. Wir müssen in erster Linie zusehen, vier bis fünf Mannschaften hinter uns zu lassen.“ Für diese Aufgabe ist nun Patrick Knieps zuständig. Er genießt das Vertrauen der Verantwortlichen: „Wir kennen ihn, wir wissen, wie akribisch und engagiert er arbeitet“, sagt Graedtke.

Der 30-jährige Knieps wiederum kennt die Clubberer, er hat hier in der Jugend gespielt. Aber auch in der Nachbarstadt Hattingen hat der frühere Torwart der TSG Sprockhövel verfolgt, was am Böttinger abgeht. „Ich kenne das Umfeld und ich habe auch beobachtet, was hier aufgebaut worden ist. Auch deshalb habe ich zugesagt, als ich die Anfrage aus Velbert bekommen habe: Das Projekt SC hat mich gepackt“, sagt Knieps.

Dass er als Nachfolger von Ralf vom Dorp, der sich nach mehr als einem Jahrzehnt erfolgreicher Arbeit in der Vereinshistorie verewigt hat, in große Fußstapfen tritt, streitet er nicht ab, es belastet ihn aber auch gar nicht: „Einfach wäre langweilig.“

Team soll spielerische Lösungen finden

Der Eindruck, dass er es sich einfach macht, drängt sich auch sonst kaum auf. Für ein Team, dass sich voraussichtlich auf den Abstiegs-Kampf einstellen muss, gibt er ein ehrgeiziges Ziel aus: „Wir wollen flach spielen“, was heißen soll. Seine Mannschaft sucht den Weg nach vorne und versucht, die Dinge spielerisch zu lösen.

„Klar wird das nicht leicht, zumal die Oberliga durch die Aufsteiger, zum Beispiel Niederwenigern, mehr Teams aufweist, die eher über das Kämpferische kommen“, sagt der neue Trainer. Aber auch darauf müsse sich sein Team einstellen.

Zudem müsse es eh noch Erfahrung sammeln: „Wir haben drei Stammspieler verloren, was wir überwiegend mit U 19 und U 21-spielern auffangen.“ So haben sich u.a. Torjäger Robin Hilger (zum Nachbarn SSVg) sowie Ferhat Mumcu (ETB), Marc Flotho (ESC Rellinghausen) oder Joshua Sumbuno verabschiedet. Abgesehen vom erfahrenen Stürmer Fredric Lühr kommen Talente. Aber erstens ist Knieps auch von den Neuen überzeugt und zweitens ist ja noch der Stamm des Teams übrig geblieben, das sich in eindrucksvoller Manier das zweite Oberliga-Jahr erarbeitet hat. Die Clubberer wollten dann sogleich in der Praxis zeigen, was sie drauf haben. Denn kaum hatte Alex Soukas das Mikrofon weg gelegt wurde das erste Testspiel gegen den TuS Hattingen angepfiffen.

Nolte krönt tolle Aufholjagd

Der Gast aus der Bezirksliga fand allerdings zunächst besser ins schwungvolle Spiel, hatte zudem Glück, dass vor seinem zweiten Tor ein Stürmerfoul ungeahndet blieb und führte zur Pause mit 3:0.

Aber da leicht eher langweilig ist, versuchten die Clubberer alles, um die Niederlage noch abzuwenden. Sie schafften es: Jordan Yaya und Filippas Filippou brachten den SC auf 2:3 heran und ein neuer junger Spieler schaffte den Ausgleich: Der Ex-Iserlohner Pierre Fredric Nolte netzte in letzter Minute zum 3:3 ein.

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