Fußball Testspiel

Hasan Ülker mit Dreierpack für die SSVg gegen Union Velbert

Tachte auch beim zweiten Einsatz im SSVg-Dress einen guten Eindruck: Testspieler Roussel Ngankam (blau). Lars Neumann und seine Teamkollegen der Union Velbert kämpften bis zum Umfallen, konnten die deutliche 0:5-Pleite aber nicht verhindern.

Tachte auch beim zweiten Einsatz im SSVg-Dress einen guten Eindruck: Testspieler Roussel Ngankam (blau). Lars Neumann und seine Teamkollegen der Union Velbert kämpften bis zum Umfallen, konnten die deutliche 0:5-Pleite aber nicht verhindern.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Velbert.  Die SSVg Velbert landet im Testspiel gegen das Team von Mesut Güngör einen 5:0-Kantersieg. Voigts erste Elf schraubt das Ergebnis in die Höhe.

SSVg Velbert – Union Velbert 5:0 (1:0) Tore: 1:0 Berbatovic (17.), 2:0 Ülker (64.), 3:0 Wagener, (76), 4:0 Ülker (80.), 5:0 (86.)

SSVg: Wickl - Schmetz, Coruk, Berbatovic, Frantzozas, Mondello, Atiye, Abedl Hamid, Kubina, Beric, Ngankam
Union: Karagiannis - Gomez Benavides, Ural, Sezgün, Lohmann, Neumann, Held, Agic, Ali-Khan, Stolle, Odhiambo

Nach dem mühsamen Testspiel-Auftakt gegen Wülfrath und dem durchaus überzeugenden 3:3-Unentschieden gegen die Regionalligisten der U21 des 1. FC Köln, hatte Alexander Voigt, Trainer der Fußballer der SSVg Velbert, ein Spiel gefordert, „bei dem ein Klassenunterschied sichtbar wird“. Ganz zufrieden war er mit dem Abschneiden seines Teams nach dem 5:0-Sieg gegen die Gäste des SV Union Velbert darum nur mit der zweiten Hälfte. Dabei hatte das Testspiel der „Blauen“ aus der Oberliga, im Rahmen der offiziellen Saisoneröffnung, gegen den Bezirksligisten aus Sicht der Gastgeber verheißungsvoll begonnen.

Fünf Ex-SSVg-Spieler bei Union

Das Besondere an dem Duell in der Christopeit-Arena: Nicht nur Union-Coach Mesut Güngör kennt sich an der Sonnenblume bestens aus. Auch fünf seiner Spieler trugen schon einmal das Trikot der „Blauen“. Wer in diesem Spiel Favorit und wer Herausforderer war, daran gab es also auf beiden Seiten keine Zweifel.

Dementsprechend ging die erste große Chance auf das Konto der Gastgeber. In der 9. Minute schnappt sich Oguzhan Coruk einen nachlässigen Pass der Gäste und stürmt über die linke Seite gen Tor. Auf Strafraumhöhe wollte er den mitgelaufenen Roussel Ngankam bedienen, die Vorlage geriet aber zu ungenau, sodass der Testspieler im SSVg-Dress nicht zum Abschluss kommen konnte.

1:0 nach 16 Minuten

„Wir wollen so lange wie möglich hinten die Null halten“, hatte Unions Trainer Güngör vor der Partie gesagt. Das gelang allerdings nur gut eine Viertelstunde. Denn in der 16. Minute setzten die Gastgeber in Person von Vedran Beric ein Ausrufezeichen. Aus halbrechter Position zog der pfeilschnelle Beric aus gut 20 Metern ab, Union-Keeper Asterios Karagiannis, konnte nur noch zuschauen, wie der Ball an ihm vorbei ins Tor flatterte.

Der aus der eigenen Jugend in den A-Kader aufgerückte Jonas Frantzozas hätte in der 34. Minute auf 2:0 erhöhen können, scheiterte aber am Unioner Keeper. SSVg-Schlussmann Sebastian Wickl hatte in Halbzeit eins indes nicht allzu viel zu tun. In Minute 40 lief SSVg-Rückkehrer Arber Berbatovic frei auf Asterios Karagiannis zu. Schoss den cool abwartenden Unioner Schlussmann aber an. Mit einem verdienten 1:0 für die Gastgeber ging es in die Pause.

Für die zweiten 45 Minuten wechselten beide Trainer kräftig durch. Die Gastgeber mehr als die Unioner Gäste. SSVg-Coach Voigt schickte jetzt eine erste Elf aufs Feld. Folglich erhöhte sich das Chancenplus der Gastgeber merklich. „Wir hätten schon in der ersten Hälft mehr Tore machen müssen“, sagte Voigt nach der Partie, mit der er am Ende auch zufrieden war. Warum, das wurde in der zweite Hälfte klar.

Deutlich mehr Druck in Hälfte zwei

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff scheiterte der eingewechselte Robert Nnaji am ebenfalls neu ins Spiel gekommene Unioner Schlussmann Nicolai Gaulke nur knapp. Zwei Minuten später prüfte Felix Haas per Kopf den Torhüter erneut. Die Gäste bekamen den Druck der Favoriten nun deutlich zu spüren, wehrten sich nach Kräften, warfen sich in die immer gefährlicher werdenden Angriffe des Teams von Alexander Voigt. Nach einer Ecke in der 61. Minuten landete der Ball zwar im Tor der Gäste, Schiedsrichter Ünal Sögüt zeigte aber Handspiel an.

Vier Minuten später, nach Vorarbeit des schnellen Rober Nnaji über die rechte Seite, konnte Hasan Ülker seinen ersten Treffer für die SSVg und damit das längst überfällige 2:0 bejubeln. Dass es sich bei der Partie um ein Spiel in der Vorbereitung handelte, machte sich bei den Gästen spätestens ab der 70. Minute in Form von schweren Beinen bemerkbar. Sehr schweren Beinen.

In der 75. Minute zwirbelte Maximilian Wagener den Ball dann an der Abwehr vorbei an den linken Pfosten, der half mit und lenke die Kugel ins Tor: 3:0. Keine fünf Minuten später traf Hasan Ülker aus kurzer Distanz und schob zum 4:0 ein. Aus Sicht der Gastgeber endlich ein standesgemäßes Ergebnis. Den Schlusspunkt setzte Ülker mit seinem dritten Tor zum 5:0 (86.). „Am Ende war die Niederlage etwas zu hoch für unsere ordentliche Leistung bis zur 60. Minute“, so Güngör, dessen Team sich mit letzten Kräften zum Schlusspfiff geschleppt hatte.

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