Fußball-Oberliga

Warum der TuS Erndtebrück auf Multitasking-Training setzt

Sevag Kherlopian vom TuS Ennepetal  jongliert den Ball hin und her. Links bereitet sich Taira Tomita auf ein Eingreifen vor, rechts Sosuke Fukuchi. Die beiden Spieler des TuS Erndtebrück kommen aber nicht an den Ball.

Sevag Kherlopian vom TuS Ennepetal jongliert den Ball hin und her. Links bereitet sich Taira Tomita auf ein Eingreifen vor, rechts Sosuke Fukuchi. Die beiden Spieler des TuS Erndtebrück kommen aber nicht an den Ball.

Foto: Peter Kehrle

Erndtebrück.  Der TuS Erndtebrück schult vor dem Spiel beim TuS Rhynern die Konzentration. Mehmedalija Covic fehlt weiter, Maximilian Schneider ist wieder fit.

„Wir haben eine Schlacht verloren, aber noch nicht den Krieg“ – mit diesen Worten versuchte Besmir Rada seine Mannschaftskameraden nach der 3:5-Niederlage im Oberliga-Auftaktspiel gegen den TuS Ennepetal aufzumuntern. So richtig gelang dem Albaner dies aber nicht.

Kein Wunder, denn Erndtebrück hatte ein 0:2 ausgeglichen und drängte mit Macht auf das 3:2, ehe das Spiel durch kapitale individuelle Fehler in die Binsen ging. „Wir können nicht fehlerfrei spielen, müssen aber konzentrierter zur Sache gehen“, stellt Trainer Alfonso Rubio Doblas fest, der in dieser Woche Übungen zur Stärkung der kognitiven Fähigkeiten ins Training einband: einen Ball passen und einen anderen gleichzeitig werfen, in der Gruppe einen Ball in der Luft und einen am Boden zirkulieren lassen.

Torwart Niklas Knopf muss vor der Partie bei Westfalia Rhynern zehn Gegentore aus zwei Pflichtspielen und einige Patzer verdauen. „Er hat ein gesundes Selbstvertrauen und wird sich dadurch nicht aus der Bahn werfen lassen“, war sich Kapitän Moritz Brato nach der Partie gegen Ennepetal sicher: „Ein paar Schulterklopfer kann in so einer Situation aber jeder brauchen.“

Fraglich sind am Sonntag Erlon Sallauka und Mohamed Aslan, sicher fehlen wird Abwehr-Turm Mehmedalija Covic. „Er hat am Dienstag versucht zu trainieren, musste es aber abbrechen“, sagt Rubio Doblas. Verteidiger Maximilian Schneider könnte nach ausgestandenen Rückenproblemen wieder ins Team rutschen. In Rhynern, beim Vorjahresfünften, sieht Rubio Doblas sein Team bei einem eingespielten und kompakt agierenden Gegner als Außenseiter. Der Trainer beobachtete die Westfalia beim 1:1 beim Auftakt in Meinerzhagen: „Da hatten sie aber auch etwas Glück.“

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