Volleyball

Volleyball-Spieltag der Superlative

Der CVJM Siegen feiert mit dem 3:1 gegen RSV Much & Buisdorf II den zweiten Sieg in dieser Saison. Hier überwindet Philip Mörschel den Doppelblock der Gäste.

Der CVJM Siegen feiert mit dem 3:1 gegen RSV Much & Buisdorf II den zweiten Sieg in dieser Saison. Hier überwindet Philip Mörschel den Doppelblock der Gäste.

Foto: sone

VC 73 Freudenberg, CVJM Siegen, TV Dresselndorf und VTV Freier Grund gewinnen ihre Spiele. Der VC-Trainer ist trotzdem sehr verärgert.

Siegerland. Das war ja mal ein perfektes Wochenende für die vier hochklassig spielenden heimischen Volleyball-Mannschaften! Alle Teams feierten nämlich Siege, verbesserten sich damit in der Tabelle oder festigten ihre Position.

Regionalliga

VC 73 Freudenberg - TuS Iserlohn 3:0 (25:20, 29:27, 25:22). Glatt gewonnen, Tabellenführung verteidigt und das erste Ziel des Trainers („21 Punkte reichen zum Klassenerhalt“) erfüllt – und dennoch war VC-Coach Norbert Homrighausen alles andere als glücklich mit seiner Mannschaft, die am Freitagabend die schwächste Saisonleistung zeigte und sich so präsentierte wie in vielen freitäglichen Trainingseinheiten. „Da war grottenschlecht und hat wenig Spaß gemacht. Die Eigenfehlerquote war unglaublich hoch“, übte der langjährige VC-Trainer scharfe Kritik. Da war es reines Glück, dass der Tabellenletzte noch schlechter spielte.

Alleine mit der einzigen personellen Umstellung im Team – Daniel Uebach kehrte, weil Alexander Mende und Jan Lenkeit ausfielen, auf die Mittelblockerposition zurück – war diese freudlose VC-Vorstellung nicht zu erklären. Es war vielmehr die über weite Strecken fehlende Einstellung, mit der sich die Flecker das Leben schwer machten, damit immer wieder lange Phasen der Unkonzentriertheit und Fehlerketten auslösten, die Homrighausen an der Seitenlinie zur Weißglut trieben.

Nicht enden wollende Fehlerkette

Satz eins ging nach 8:3-Führung mit 25:20 noch recht glatt an die Gastgeber, die im zweiten Durchgang aber ein „grausames Spiel“ (Homrighausen) boten. Erst mit der Hereinnahme des angeschlagenen Tilmann Bäumener wurde es besser, ging Freudenberg mit 23:18 nach vorne, sah sich nach diversen Patzern beim 23:24 aber einem Satzball ausgesetzt. Der wurde abgewehrt, der Durchgang am Ende mit 29:27 sehr schmeichelhaft gewonnen. Ein Brustlöser war aber auch die 2:0-Satzführung nicht, agierte der Spitzenreiter auch in Satz drei fahrig, so dass Iserlohn bis zum 18:18 auf Tuchfühlung blieb. Homrighausen musste sich sein Team wieder zur Brust nehmen, das über 23:18 und 23:21 mit dem 25:22 den Deckel draufsetzte, aber keineswegs wie ein Spitzenteam agiert hatte.

Verbandsliga

CVJM Siegen - RSV Much & Buisdorf II 3:1 (25:21, 11:25, 25:20, 26:24). Der Aufsteiger hat den zweiten Sieg unter Dach und Fach gebracht, sich im Mittelfeld stabilisiert. Das Spiel in der Schießberg-Sporthalle begann für den CVJM allerdings schlecht, hieß es in Satz eins 6:10 und 10:15. Durch gute Aufschläge und weniger Fehler pirschte sich Siegen aber langsam heran und holte sich über 18:18 mit 25:21 den Satz. Umso enttäuschender die Leistung im zweiten Durchgang. Eine wackelige Annahme und ein starker Gästeblock mündeten in einem klaren 11:25.

Allen war klar: Es muss eine Leistungssteigerung her! Und die kam. In Satz drei und vier lieferten sich beide Teams einen munteren Schlagabtausch auf gutem Verbandsliganiveau mit dem besseren Ende für die Siegener. Eine stabile Annahme und ein sicherer Block waren ausschlaggebend für die Satzgewinne. Besonders hervorzuheben war die Leistung von Kapitän Christoph Gerhards. Der Außenangreifer riss seine Mannschaftskameraden mit einer ganz starken Leistung mit.

„Jetzt haben wir erstmal ein wenig Luft nach unten und können unbeschwert die nächsten Spiele bestreiten“, sagte Philip Mörschel.

SG Stotzheim Brühl - TV Dresselndorf 1:3 (25:17, 23:25, 17:25, 16:25). Die mehrwöchige Pause hat dem TVD gut getan. „Wir haben wichtige Punkte gesammelt und stehen jetzt als Sechster im Mittelfeld“, freute sich Trainer Jörn Bertscheit nach der Pflichterfüllung im Rheinland. Den ersten Satz hatten die Gäste aus dem südlichen Siegerland noch verschlafen, wodurch die Hausherren zu leichten Punkterfolgen beim Aufschlag und in der Annahme kamen und folgerichtig diesen Durchgang klar gewannen. Im zweiten Satz bewies der TVD bei einem Rückstand von 18:22 Kampfgeist und drehte das Spiel mit einem starken Zwischenspurt in ein 25:23. In den Sätzen drei und vier bestimmten die Hicken mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung) die Partie und gewannen mit 25:17 und 25:16.

Frauen-Oberliga

VTV Freier Grund - STV Hünxe 3:2 (27:29, 25:10, 25:20, 18:25, 15:12). Das war ein echter Nervenkrimi gegen den Aufsteiger in der Sporthalle Rassberg! Die VTV-Frauen führten im ersten Satz zwar über die gesamte Dauer mit zwei bis drei Punkten, doch nachdem die Gastgeberinnen vier Satzbälle nicht genutzt hatten, ging dieser Auftaktsatz mit 27:29 verloren. Im zweiten Satz lief es besser für Freier Grund – allen voran Lara Sarx, die die Hünxer Annahme mit zwölf platzierten Aufschlägen düpierte und fast im Alleingang für die 15:3-Führung sorgte. Der 25:10-Satzgewinn war reine Formsache.

Aus dem 6:12 wird ein 15:12

Ganz so einfach wurde es den VTV-Mädels im dritten Satz nicht mehr gemacht, sie erarbeiteten sich dennoch einen Fünf-Punkte-Vorsprung, der bis zum Schluss gehalten wurde. Der Bann war damit aber keineswegs gebrochen. In Satz vier wurden viele Angriffschancen unzureichend genutzt. Verlief dieser Durchgang bis zum 17:17 ausgeglichen, nutzte Hünxe die verstärkt auftretenden Annahmeprobleme auf VTV-Seite zum 25:18-Satzausgleich, musste der Tiebreak die Entscheidung bringen.

Und da es sah es zunächst nicht gut aus für die VTV, drohte beim 6:12-Rückstand der Spielverlust. Doch nun kam Sarah Bäumer zum Aufschlag, die mit ihrer Nervenstärke auch den Kampfgeist ihrer Mitspielerinnen weckte. Punkt für Punkt holten die VTV auf, agierte die Block-Feld-Abwehr jetzt sehr wachsam und wurde der Satz zum 15:12-Endstand gedreht.

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