3. Frauenhandball-Liga

Viel Neues für den TVE Netphen

Auf Trainer Matthias Hoffmann und die Handballfrauen des TVE Netphen wartet erneut eine schwierige Drittliga-Saison.

Auf Trainer Matthias Hoffmann und die Handballfrauen des TVE Netphen wartet erneut eine schwierige Drittliga-Saison.

Foto: Reinhold Becher

Netphen.  Weil es diesmal viele Aufsteiger gibt und die Liga quasi runderneuert wird, erhöht das die Chancen des TVE Netphen.

Lange war das Thema Klassenerhalt beim Frauenhandball-Drittligisten TVE Netphen eine echte Hängepartie. Erst am 14. Juni wurde der Rückzug der Trierer Miezen bestätigt, drei Tage später wurden die Netphenerinnen daher, trotz des sportlichen Abstiegs, offiziell wieder in die 3. Liga West eingeteilt. Die Spielklasse, wieder zwölf Mannschaften besetzt, erscheint auf den ersten Blick wie eine echte Wundertüte. Neben dem TVE sind mit dem 1. FC Köln, Borussia Dortmund II, TV Aldekerk, Bayer Leverkusen II und der HSG Blomberg-Lippe II nur fünf weitere Teams in der Liga verblieben. Der VfL Oldenburg II, TV Oyten (beide 3. Liga Nord) und der SV Germania Fritzlar (3. Liga Ost), in der Vorsaison noch TVE-Klassenrivalen, wurden umgruppiert.

Sechs neue Mannschaften

Dadurch kommen für die am 14. September beginnende Saison gleich sechs neue Mannschaften in die Liga. Mit Fortuna Düsseldorf (Meister Regionalliga Niederrhein), dem Königsborner SVH (Meister Oberliga Westfalen), dem SFN Vechta (Meister Oberliga Nordsee) und der HSG DJK Marpingen-SC Alsweiler (Meister Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar) sind gleich vier Aufsteiger dabei, der 1. FSV Manz 05 II und die SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim sind aus der Ost-Staffel „verschoben“ worden. Ob das die Netphener Chancen, diesmal eine ruhige Saison zu spielen, steigert. „Wir glauben jedenfalls, dass es ein ausgeglicheneres Feld sein wird“, so Benedikt Steinebach, der aus beruflichen Gründen von der Rolle des Co-Trainers in die etwas weniger zeitaufwendige des Betreuers gerückt ist. Neuer „verlängerter Arm“ von Cheftrainer Matthias Hoffmann ist Steinebach Schiedsrichterkollege Philipp Schürhoff.

Bedarf auf der rechten Angriffsseite

Da die Mannschaft seit nunmehr vier Wochen in der Vorbereitung auf die neue Saison steckt, war die handballlose Phase kurz und blieb wenig Zeit, den Kader anzupassen. Positiv: Da sich keine Spielerin verabschiedet hat, bleibt auch das Gerüst des Kaders stabil. Mit Jasmin Batgün, die bereits im letzten Relegationsspiel eingesetzt wurde, steht sogar eine zusätzliche Kraft für die linke Flanke zur Verfügung. Hinzu kommt ein durchsetzungsstarker Neuzugang für den zentralen Rückraum. Ohne Franziska Haupt, die bis zu ihrer schwerwiegenden Knieverletzung überragende TVE-Offensivspielerin, umfasst der Netphener Kader zurzeit 17 Spielerinnen. „Bei Franzi geben wir die Hoffnung nicht auf, dass sie vielleicht doch noch ein Comeback gibt“, so Benedikt Steinebach, „aber die Entscheidung darüber liegt einzig und allein bei ihr. Vielleicht bekommt sie ja nochmal Lust.“

Und Steinebach ist guter Dinge, dass sich in den nächsten Wochen bis zum ersten Punktspiel am 14. September gegen die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund auf personellem Gebiet noch etwas tut, auch wenn der Markt ziemlich abgegrast ist, Netphen eher an der Peripherie liegt und der Verein nicht mehr als Fahrtkosten bezahlen kann. Bedarf gibt es auf der rechten Seite, fehlt im Team noch eine weitere Linkshänderin.

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