Biathlon

VfL Bad Berleburgs Sophia Janson: 20 Schuss und 20 Treffer

(Archivfoto von 2018): Sophia Janson vom VfL Bad Berleburg beim Crosslauf-Biathlon beim Liegendschießen

(Archivfoto von 2018): Sophia Janson vom VfL Bad Berleburg beim Crosslauf-Biathlon beim Liegendschießen

Foto: Florian Runte

Oberwiesenthal.  Maximilian Breudel, Bjarne Klein und Sophia Janson punkten beim Schülercup. WSV-Sportwart Steffen Richter ärgert sich über Ignoranz des DSV.

In diesem Jahr trifft der Schneemangel auch den Osten. „Ich fahre seit 60 Jahren nach Oberwiesenthal. Dass die dort Schnee schippen müssen, um einen Wettkampf durchzuführen, sehe ich zum ersten Mal“, berichtet Steffen Richter, Biathlon-Sportwart des Westdeutschen Skiverbandes, von schwierigen Bedingungen am Fichtelberg (1200 Meter NHN). Die im Sprint geplanten Technikelemente mussten darum gestrichen werden.

Der VfL Bad Berleburg war beim Deutschen Schülercup diesmal nur zu dritt vertreten, weil Suvi Nelli Dickel und Lotta Bultmann auf Klassenfahrt waren. Ihre Teamkollegin Sophia Janson sorgte jedoch für eine kleine Überraschung. In der mit fast 40 Mädchen stark besetzten Klasse der 13-jährigen Schülerinnen schaffte sie es mit Platz 19 im Einzel über 3,9 Kilometer und Rang 16 im Sprint (3,0 Kilometer) zwei Mal in die Punkteränge (Top 25) – locker sogar.

Steffen Richter lobt Sophia Janson

An beiden Tagen versenkte Janson, die sich auf Ski leichter tat als im Crosslauf vergangene Woche, alle zehn Schüsse mit dem Luftgewehr im Ziel. „Sie hat mehr gezeigt als wir im Vorfeld erwartet haben“, freute sich Richter. Auch, weil die Bedingungen eigentlich schwierig waren, die Fähnchen am Schießstand stetig hin und her schwenkten: „Es war viel und drehender Wind, da musst du ganz konzentriert schießen und bei Böen abwarten. Sophia hat das sehr gut umgesetzt.“

Schwieriger taten sich, über die gleichen Distanzen, die S13-Jungen des VfL. Im Einzel war für Maximilian Breudel bei fünf Fehlern á 30 Strafsekunden nur Rang 19 drin, für Bjarne Klein wurde es bei sechs Fehlschüssen Rang 25. Im Sprint erwischte es Klein nur mit drei Fehlern bzw. Strafrunden, was für ihn bereits Rang 14 bedeutete, während Breudel fünf Mal „kreiseln“ musste und eine Position dahinter auf Rang 15 kam. Richter weiß um das Potenzial seiner trainingsfleißigen Schüler: „Mit weniger Fehlern wären beide erheblich weiter vorne gewesen.“ Der Blick auf die Zeiten zeigt: Für Breudel wäre das Podium drin gewesen.

Kritik übte Steffen Richter derweil am Dachverband, dem Deutschen Skiverband. „Vom DSV habe ich am Samstag einen Vertreter gesehen und am Sonntag gar keinen. Aber dann wird gejammert, dass kein Nachwuchs da ist.“

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