Fußball-Landesliga 2

VfL Bad Berleburg nach 22 Sekunden auf der Verliererstraße

Zuschauen statt eingreifen: In dieser Szene können Berleburgs Hannes Schneider (l.) und Vadim Hafner (r.) nur hinter Mendens Ayoub Alaiz herlaufen – fast sinnbildlich für die gesamten 90 Minuten der Uvira-Elf.

Zuschauen statt eingreifen: In dieser Szene können Berleburgs Hannes Schneider (l.) und Vadim Hafner (r.) nur hinter Mendens Ayoub Alaiz herlaufen – fast sinnbildlich für die gesamten 90 Minuten der Uvira-Elf.

Foto: Dietmar Reker

Menden.  Der BSV Menden trifft früh und fügt dem VfL Bad Berleburg die nächste krachende Niederlage zu. Trainer Martin Uvira moniert Fitness-Defizit.

Es sind harte Zeiten für den VfL Bad Berleburg: Vier Tage nach dem krachenden Kreispokal-Aus bei Bezirksligist SuS Niederschelden setzte es am Sonntag die nächste herbe Niederlage. Die Wittgensteiner verloren das Landesliga-Spiel beim BSV Menden mit 0:5 und stehen nur noch einen Punkt vor dem Abstiegs-Relegationsplatz.

Personell pfeift der VfL Bad Berleburg aus dem letzten Loch – zusätzlich zu den Langzeitverletzten mussten diesmal auch Alexander Krowarz, Tarek Benyagoub und Ahmad Ibrahim passen. Mert Erdem als linker Verteidiger und Tim Kuhn als defensiver Mittelfeldspieler kamen so zu ihrem Startelfdebüt beim VfL.

BSV Menden bestraft einfache Fehler des VfL Bad Berleburg

Viel Spaß hatten sie dabei nicht, denn schon nach 22 Sekunden (!) lag Bad Berleburg im Hintertreffen – obwohl der VfL Anstoß hatte. Weil Menden sofort attackierte, reihten sich Rückpässe aneinander, bis Torwart Christian Badura den Ball nach vorne dreschen musste. Menden eroberte den Ball, kombinierte sich ohne nennenswerte Gegenwehr über rechts durch, am langen Pfosten vollstreckte Nils Kraume (1.).

Danach kam der VfL besser ins Spiel, ein Freistoßtor von Fabian Jenusch aus spitzem Winkel brachte dem BSV aber das 2:0 (32.). „Wir hatten nur zwei Leute auf der Bank und Menden hatte ein gutes Tempo, aber die ersten beiden Tore fallen einfach zu billig“, lässt Uvira keine Ausreden gelten: „Das darf normalerweise so nicht passieren.“

Kai Denglers Chancen bleiben ungenutzt

Nach vorne kam sein Team auch zu einigen guten Szenen, an denen jeweils Kai Dengler beteiligt war, machte aber nichts daraus. Dengler scheiterte einmal an BSV-Keeper Fabian Jagals, einmal fehlte ihm ein mitgelaufener Stürmer, einmal verpasste er es den besser postierten Yannik Lückel zu bedienen.

Gefährlicher blieb allerdings der BSV Menden, der in der zweiten Halbzeit sogar noch eine Schüppe drauflegte. Alle drei weiteren Tore gingen auf das Konto des eingewechselten Ayoub Alaiz, der beim 3:0 sträflich ungestört in Richtung Tor dribbeln durfte (72.) und dann zwei Mal hervorragend bedient wurde (77., 86.). Es war ein hochverdienter Mendener Sieg, der aber um ein, zwei Tore zu deutlich ausfiel.

„Wir waren körperlich nicht gut, am Ende waren die Beine schwer. Im Moment trainieren nicht viele Spieler, das hat man gesehen“, sagt Uvira, der nach der Niederlage im Mittelfeldduell weiß: „Wir müssen jetzt sehen, dass wir irgendwie aus dieser Phase rauskommen. Egal wie.“

Bad Berleburg: Badura – Arnold, Linde, Uvira, Erdem (46. Gessat) – Kuhn (46. Hannes Schneider), Birkelbach – Hafner, Schneider, Dengler – Lückel.

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