Fußball-Landesliga

VfL Bad Berleburg als Wundertüte gegen SC Obersprockhövel

Mahmood Omar (links vorne) tut dem VfL Bad Berleburg mit seiner Zweikampfstärke gut und dürfte gegen Obersprockhövel beginnen.

Mahmood Omar (links vorne) tut dem VfL Bad Berleburg mit seiner Zweikampfstärke gut und dürfte gegen Obersprockhövel beginnen.

Foto: Peter Kehrle

Bad Berleburg.  Der VfL Bad Berleburg startet am Sonntag gegen den SC Obersprockhövel in die Restsaison der Fußball-Landesliga. Ist die Uvira-Elf bereit?

So ganz schlau ist Martin Uvira aus der Wintervorbereitung für die verbleibenden 12 Spiele in der Fußball-Landesliga nicht geworden. „Insgesamt war es viel larifari, auch wenn größtenteils gut gearbeitet wurde“, erklärt der Trainer des VfL Bad Berleburg vor dem ersten Pflichtspiel im Jahr 2020 am morgigen Sonntag auswärts gegen den SC Obersprockhövel. Schon ein Punktgewinn würde dort weiterhelfen.

Die Vorbereitung

In den ersten Wochen waren noch regelmäßig 16 bis 17 Spieler beim Training vor Ort, ehe sich diese Zahl mit Dauer der Vorbereitung zunehmend ausdünnte. Marc Uvira (Knieprobleme), Alexander Krowarz (Muskelbündelriss) und Tarek Benyagoub (Bänderriss) fehlten fast die gesamte Vorbereitung. Letzterer fällt sogar noch für „drei bis vier Wochen aus“, so Uvira. Hinzu kam, dass Steffen Arnold und Jan-Philipp Dörnbach aus privaten Gründen nur selten auf dem Stöppel vor Ort waren und nur ein Stamm von rund zehn Spielern regelmäßig trainieren konnte. Für Sonntag fallen aber nur Benyagoub und Arnold (krank) aus.

Dafür stimmt aber die Form, immerhin konnte der VfL alle vier Testspiele gewinnen – unter anderem ein 5:3-Prestigesieg über den Westfalenligisten FSV Gerlingen.

Die Ausgangslage

Ohne Zweifel ist der abstiegsgefährdete VfL Bad Berleburg beim Tabellenvierten aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis klarer Underdog. Nach derzeitigem Stand hielte die Odebornstädter nur das um acht Treffer bessere Torverhältnis gegenüber dem FSV Werdohl, das derzeit den Relegationsplatz belegt, in der Liga (beide zwölf Punkte). Das könnte sich aber schon am Sonntag ändern, da im Parallelspiel Werdohl den Tabellenletzten SC Drolshagen (11 Punkte) empfängt.

Verliert der VfL rutscht er mindestens auf den Relegationsplatz ab, was die Moral für die kommenden Wochen nicht unbedingt steigern würde. Immerhin hat die Uvira-Elf noch 12 Spiele, während Werdohl und Drolshagen nur noch elf Mal auflaufen. Eine Rolle im Abstiegskampf dürfte zudem noch der VSV Wenden spielen, der einen Platz sowie einen Punkt vor dem VfL steht und nur noch zehn Spiele vor sich hat.

Die Transferperiode

Es war bereits im Vorfeld klar, dass von den Wittgensteinern keine großartigen Aktivitäten auf dem Transfermarkt zu erwarten seien. Dies hat sich in den vergangenen Wochen bestätigt, da mit Mahmood Omar „nur“ ein ehemaliger Spieler aus seinem Sabbatjahr reaktiviert wurde.

Verstärkung gab es zudem an der Seitenlinie, da mit Marcus Goßler der ehemalige Co-Trainer zurückgekehrt ist. Aus beruflichen Gründen konnte dieser in der Vorbereitung aber nur selten vor Ort sein.

Die Gewinner

„Eigentlich sind alle Spieler, die hier regelmäßig trainiert haben, die Gewinner der Vorbereitung“, kommentierte Uvira ganz pragmatisch die zurückliegenden Wochen.

Dazu zählten vor allem Tim Kuhn, Mert Erdem und eben Omar, die allesamt durch Anwesenheit und Engagement glänzten. Während Erdem wegen eines grippalen Infekts wohl nur auf der Bank platznehmen dürfte, sind Omar und Kuhn heiße Anwärter für die Startelf. Der Syrer wird in Uviras bevorzugtem 4-1-4-1-System in Sprockhövel auf der „Sechs“ vor der Abwehr beginnen, während Kuhn durchaus Chancen auf die Position in der Innenverteidigung neben Niklas Linde hat – zumal Marc Uvira noch nicht gänzlich fit sein dürfte.

Der Gegner

Der SC Sprockhövel hat nach wie vor den Aufstieg im Visier und plant gegen den VfL Bad Berleburg ganz klar drei Punkte ein. Fehlen werden der Mannschaft von Trainer Niklas Mack die Mittelfeldspieler Saliou Sow, Robin Kost, Leon Tank und Dustin Najdanovic, der den Verein im Winter verlassen hat.

Dafür könnte der schnelle Linksaußen Lamine Diame, Neuzugang vom Oberligisten SC Verlbert, in der Startelf stehen. In den Testspielen gab es zwei Siege und zwei Niederlagen.

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