Volleyballsaison 2019/2020

TV Dresselndorf, CVJM Siegen und VTV Freier Grund bescheiden

Die Oberliga-Frauen der VTV Freier Grund (im Hintergrund) peilen in der neuen Saison den Klassenerhalt an.

Die Oberliga-Frauen der VTV Freier Grund (im Hintergrund) peilen in der neuen Saison den Klassenerhalt an.

Foto: Thorsten WrobeN

Für alle drei heimischen Mannschaften geht es in der am Wochenende beginnenden neuen Spielzeit nur darum, irgendwie die Klasse zu halten.

Dresselndorf/Neunkirchen/Siegen. In den höheren Spielklassen hat die neue Volleyball-Saison bereits begonnen. An diesem Wochenende ziehen nun die anderen Ligen nach. In der Ober- und Verbandsliga ist das Siegerland in der Spielzeit 2019/2020 nach dem Aufstieg des CVJM Siegen SG mit insgesamt drei Mannschaften vertreten. Alle drei eint ein Saisonziel: Klassenerhalt!

Frauen-Oberliga

Trotz der Hypothek von sechs Minuszählern wegen Unterschreitung des Schiedsrichtersolls schafften die VTV Freier Grund in der vergangenen Saison den Klassenerhalt in der Oberliga 1 – und das sogar souverän. Nun, den Nachteil, erneut mit Minuspunkten der Konkurrenz zunächst hinterherhecheln zu müssen, haben die Volleyball-Frauen aus dem Freien Grund diesmal nicht, weil das Schiri-Soll erfüllt wird.

Da viele neue Gegner auf die Mannschaft von Trainer-Ikone Alfred Terkowsky warten, ist eine Prognose schwierig. Zudem ist der Kader ein bisschen kleiner geworden. Den Abgängen von Sarah Neuser (Karriere-Ende), Cinja Bressel (Studium) und Triene Wrobel (Wechsel nach Gießen) steht mit Saowakon Satha vom SC Altenkirchen nur ein Neuzugang gegenüber. Offizielles Saisonziel der VTV-Frauen ist der frühzeitige Klassenerhalt.

Männer-Verbandsliga 1

Auf den TV Dresseldorf wartet deshalb eine schwierige Zeit, weil man zum einen in die „Kölner Staffel“, die stärker einzuschätzen ist als die „Dortmund-Gruppe“, zurück gekehrt, zum anderen das Durchschnittsalter der Mannschaft auf 21,8 Jahre gesunken ist. Dies hängt in erster Linie damit zusammen, dass mit dem 18-jährigen Mathi Decker und dem sogar erst 16-jährigen Hessen Silas Vandenbussche zwei blutjunge Talente in den Kader aufgenommen wurden. Mittelblocker Simon Capito und Außenangreifer Joshua Klöckner haben sich von den VTV Freier Grund, die ihre Landesliga-Herrenmannschaft aufgelöst haben, dem TVD angeschlossen, so dass mit vier externen Neuzugängen zumindest nominell die drei Verluste mehr als aufgefangen werden können. Mit Tobias Löhl, Sebastian Dannecker und Stefan Dünnes haben nämlich drei Leistungsträger und Routiniers ihre Karriere aus Altersgründen für beendet erklärt.

Erschwert wird die Ausgangslage durch die Tatsache, dass André Hoffmann (Bandscheibenvorfall) und Björn Greis (Patellasehne) zwei Stützen des Teams vorerst ausfallen. „Bei Björn Greis rechnen wir nicht mit einer Rückkehr vor Januar“, befürchtet Jan Bertscheit, der auch in dieser Saison als Spielertrainer bei den Südsiegerländern fungiert. Positiv stimmt ihn, dass die Vorbereitung ordentlich war, bei zwei Turnieren in Hessen die Plätze sechs und drei belegt und Gegner auf Augenhöhe bezwungen wurden.

Mit Selbstvertrauen fiebert Aufsteiger CVJM Siegen der neuen Saison entgegen. Immerhin überzeugte die Mannschaft bei Vorbereitungsturnieren in Spich und Hürth jeweils mit Platz zwei, besiegte auch höherklassige Gegner. Trainer Hans-Jürgen Gerhard, der mit dem Ex-Kreuztaler Thorsten Müller einen neuen „Co“ an seiner Seite hat, setzt auf einen eingespielten Kader, der durch Mittelblocker Matthias Bielich aus der eigenen zweiten Mannschaft ergänzt wurde. In spielerischer und technischer Hinsicht dürften die Siegener den meisten Gegner zwar (noch) ein Stück weit unterlegen sein, doch diesen Nachteil will man durch andere Tugenden wett machen. „Wir haben sehr viel an der Physis und im Athletikbereich gearbeitet“, hofft Philip Mörschel, der fehlenden Erfahrung dies entgegensetzen zu können.

Bei Abwägung aller Stärken und Schwächen wird es für den einstmals ruhmreichen CVJM Siegen, der Ende der 70er Jahre in der 1. Liga spielte, nur darum gehen können, möglichst schnell die Punkte für den Klassenerhalt einzusammeln.

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