Handball

TuS Ferndorf will „Rimpar-Fluch“ brechen

Gut im Griff hatte die Deckung der Rimpar Wölfe den TuS Ferndorf bei ihrem bislang letzten Auftritt in der Stählerwiese im März, das die Gäste mit 23:19 für sich entschieden. Morgen wollen es Julius Lindskog Andersson (Bildmitte) und seine Teamkollegen besser machen.

Gut im Griff hatte die Deckung der Rimpar Wölfe den TuS Ferndorf bei ihrem bislang letzten Auftritt in der Stählerwiese im März, das die Gäste mit 23:19 für sich entschieden. Morgen wollen es Julius Lindskog Andersson (Bildmitte) und seine Teamkollegen besser machen.

Foto: Reinhold Becher

Ferndorf.  Für den TuS Ferndorf geht es nach zwei Siegen in Folge gegen die DJK Rimpar Wölfe, gegen die es in der Vergangenheit nicht wirklich gut lief...

Nein, für schwache Nerven war das Auswärtsspiel des TuS Ferndorf beim TV Emsdetten in der Vorwoche definitiv nicht geeignet. Mit 23:22 siegte der Handball-Zweitligist in der Ems-Halle nach einer fast schon dramatischen Schlussphase. In dieser bewahrte Keeper Tim Hottgenroth, der einen ganz starken Tag erwischt hatte, seine Mannschaft eine halbe Minute vor Schluss in Unterzahl vor dem Rückstand, im Gegenzug setzte Matthis Michel den Ball vier Sekunden vor dem Ende auf Zuspiel von Patrick Weber zum Sieg in die Maschen.

Plan gut umgesetzt

„Ich bin schon ein Stück weit stolz auf die Jungs, dass wir das in einer Schlussphase, die für uns eigentlich unglücklich lief, noch gewonnen haben“, freute sich Ferndorfs Trainer Michael Lerscht auch mit ein paar Tagen Abstand noch über den couragierten Auftritt seiner Mannschaft im Emsland. „Wir haben den Plan gut verfolgt und umgesetzt und eine starke kämpferische Leistung gezeigt“, erklärte Lerscht.

Mit den Rimpar Wölfen kommt nun am Samstag (19.30 Uhr) ein Gegner in die Stählerwiese, der den Ferndorfern nicht gut zu liegen scheint. Die vergangenen vier Aufeinandertreffen gingen allesamt an die Mannschaft aus dem Norden Bayerns, im März ließen die „Wölfe“ in der Stählerwiese sogar nur 19 Treffer zu. „Die Spielstile sind sich relativ ähnlich, sie haben ein gutes Abwehrsystem und dahinter mit Max Brustmann einen Torhüter, der gegen uns immer sehr gute Leistungen gezeigt hat“, weiß Lerscht um die Stärken des Gegners, dessen Trainer zudem ein alter Bekannter in Ferndorf ist. Ex-TuS-Kreisläufer Ceven Klatt übernahm im Sommer das Ruder von Matthias Obinger und holte bisher fünf Punkte aus vier Spielen.

„Ihre Situation ist ein bisschen mit unserer vergleichbar. Sie haben auch schon gegen zwei Spitzenmannschaften gespielt, dabei einen Punkt in Lübbecke geholt. Das ist der eine Zähler, den sie vor uns sind“, rechnet Lerscht vor. Neben diesem Spiel musste Rimpar auch schon in Gummersbach (25:22-Niederlage) und Krefeld (20:19-Sieg) ran, zuhause gab es in der Vorwoche einen 24:23-Erfolg gegen Dormagen. Der Auftritt in der Stählerwiese ist somit bereits das vierte Auswärtsspiel für die Klatt-Mannen. Zu viel wollen die Ferndorfer aber ohnehin nicht in Richtung Rimpar blicken. „Wir sind gut damit gefahren, auf uns zu schauen“, stellt Lerscht klar. „Dazu gehört, dass wir emotional da sind und unser Abwehrsystem auf die Platte bekommen. Wir sind darauf angewiesen, uns in jedem Spiel zu zerreißen“, weißt der Linienchef, dass es ohne die nötige Leidenschaft und den entsprechenden Kampf gegen jeden Gegner der Liga schwierig ist.

Rink-Einsatz noch offen

Personell wird sich bei den Ferndorfern nicht viel ändern. Neben den Langzeitverletzten Lucas Puhl, Moritz Barwitzki und Marijan Basic ist auch Kreisläufer Thomas Rink fraglich, der bereits in Emsdetten nur für den Notfall dabei war und weiterhin an einer im Training erlittenen Handverletzung laboriert. Auch die Frage zwischen den Pfosten ist noch nicht geklärt. Zwar lieferte Tim Hottgenroth in Emsdetten eine starke Leistung ab und war mit einer der Garanten für die zwei Punkte, aber auch Neuzugang Marin Durica zeigte sich gegen den EHV Aue verbessert. Doch egal in welcher Besetzung: Der TuS will den „Wölfen“ die Zähne zeigen...

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