Handball

TuS Ferndorf will Favoriten nerven

Hart attackiert wurde Lucas Schneider (Mitte) beim vergangenen Heimspiel gegen die HSG Krefeld. 

Hart attackiert wurde Lucas Schneider (Mitte) beim vergangenen Heimspiel gegen die HSG Krefeld. 

Foto: Reinhold Becher

Ferndorf.  Für den TuS Ferndorf steht am Samstag das schwierige Spiel beim HSC Coburg an.

„Wir fahren ohne Ergebnisdruck nach Coburg“, erklärt Michael Lerscht. Diesen Luxus haben sich der Trainer des Handball-Zweitligisten und seine Mannschaft in den vergangenen beiden Wochen aber auch verdient. Mit dem Sieg in Lübbecke und gegen die HSG Krefeld, bei dem zwar nicht alles glatt lief, aber eben am Ende doch die zwei wichtigen Zähler standen, rutschte das TuS-Punktekonto erstmals in dieser Saison in den positiven Bereich. „Wir haben uns mit den Resultaten in ein ruhiges Fahrwasser befördert“, bestätigt auch Lerscht. „Wir dürfen uns jetzt aber natürlich nicht ausruhen und wollen Coburg ein bisschen ärgern“, so der Linienchef.

Starkes Coburger Gesamtpaket

Nach dem Geschmack der Ferndorfer Anhänger dürfte der TuS den hochgehandelten Favoriten ruhig auch „ein bisschen mehr“ ärgern. Denn in den vier bisherigen Aufeinandertreffen gingen die Nordsiegerlander noch nie als Sieger von der Platte, eine Bilanz von 1:7-Punkten steht zu Buche. Immerhin: Das bisher letzte Aufeinandertreffen wird der HSC in äußerst schlechter Erinnerung haben. Denn das 20:20-Remis im Mai in der Stählerwiese kostete den Franken quasi die letzte Chance auf den Aufstieg. Unstrittig ist allerdings die hohe Qualität im Coburger Kader.

„Sie haben eine gute Mischung in der Mannschaft und eine tolle Halle, wo immer gute Stimmung ist. Das Gesamtpaket passt einfach“, erklärt Lerscht und schiebt hinterher: „Auswärts in Coburg – das ist mit die schwierigste Aufgabe, die es in der Liga gibt.“

Vier Heimspiele, vier Siege

Denn nach einem etwas holprigeren Saison mit Auswärtsniederlagen in Aue und Hüttenberg läuft es besonders in heimischer Halle blendend, alle acht Punkte blieben in Coburg und zuletzt gab es beim 36:26-Erfolg in Dormagen auch den ersten Auswärtserfolg der Saison zu bejubeln. „Bei ihrem Anspruch und auch den Vorhaben dort müssen sie ein Heimspiel gegen Ferndorf einfach gewinnen“, weiß Lerscht um die Ansprüche beim HSC. „Für uns wird es darum gehen, klar in den Aktionen zu sein und sie ihren Stärken zu berauben“, erläutert Lerscht. Die Stärken der Coburger lagen dabei besonders in den vergangenen beiden Spielen in der Offensive, gegen Krefeld und in Dormagen erzielte die Mannschaft von Jan Gorr insgesamt stolze 68 Treffer.

Nicht mitwirken dabei wird definitiv Rückraumakteur Andreas Bornemann. Der Linkshänder sah vor einer Woche gegen Krefeld die Blaue Karte und ist somit in Coburg gesperrt. Ob es bei diesem einen Spiel bleiben, oder weitere dazukommen werden, ist momentan noch offen. Somit wird wieder einiges auf Lucas Schneider ankommen, der dann als einziger Linkshänder im TuS-Rückraum verbleibt. Ein dickes Fragezeichen steht derweil noch hinter dem Einsatz von Branimir Koloper, der sich weiterhin mit Wadenproblemen herum plagt. Die endgültige Entscheidung, ob der Abwehr-Koloss auflaufen kann, wird wohl erst am Samstag fallen. Möglich ist ebenfalls die Rückkehr von Moritz Barwitzki. „Er rutscht wieder immer näher ran“, so Lerscht, der wohl erst vor Ort endgültig entscheiden wird, mit welchem Personal die Überraschung geschafft werden soll. Oder wie es der Trainer formuliert: „Wir wollen für uns eine gute Partie spielen und dann sehen, was möglich ist...“

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