DHB-Pokal

TuS Ferndorf unterliegt Rhein-Neckar Löwen mit 17:30

Jonas Faulenbach behauptet sich gegen Jannik Kohlbacher.  

Jonas Faulenbach behauptet sich gegen Jannik Kohlbacher.  

Foto: Rolf Ruppenthal

Trotz der am Ende klaren Niederlage gegen den ehemaligen Champions League-Sieger enttäuschte der TuS Ferndorf im Finale des Viererturniers nicht.

Saarlouis. Das „Abenteuer DHB-Pokal“ ist für den TuS Ferndorf nach der ersten Runde beendet. Erwartungsgemäß verlor der Handball-Zweitligist am frühen Sonntagabend das Finale des Erstrunden-Viererturniers in Saarlouis gegen den ehemaligen Champions League-Sieger Rhein-Neckar Löwen mit 17:30 (10:16). Es war die erste Niederlage für die Ferndorfer im Vorfeld der am Samstag beginnenden Saison 2019/2020. Das Duell mit einem der Favoriten auf den DM-Titel in der in Kürze beginnenden Bundesliga-Saison hatte sich Ferndorf durch den glatten 36:28-Erfolgs tags zuvor im Halbfinale gegen den Drittligisten SG Nußloch verdient.

Gegen eine der stärksten Handball-Mannschaften Europas hielt Ferndorf lange gut mit, musste sich erst in den letzten 15, 20 Minuten einem körperlich und spielerisch stärkeren Gegner geschlagen geben. „Letztlich gibt das Ergebnis nicht den Spielverlauf wider“, sagte TuS-Trainer Michael Lerscht und schloss damit ein Lob für sein Team ein: „Wir haben das 40 Minuten richtig gut gemacht.“ Zudem musste berücksichtigt werden, dass neben den seit Wochen verletzt ausfallenden Lucas Puhl, Moritz Barwitzki und Thomas Rink auch der in den vergangenen Testspielen aufsteigende Form nachweisende Lucas Schneider (wieder zwickendes Sprunggelenk) und Linksaußen Magnus Neitsch (meldete sich am Samstagmorgen mit Fieber ab) die Reise ins Saarland nicht antreten konnten.

Überragender Mikael Appelgren

Und: Es stand den Nordsiegerländern einer im Weg, der mit 21 (!) Paraden zur überragenden Figur in der Stadtgartenhalle in Saarlouis avancieren sollte: Löwen-Torwart Mikael Appelgren brachte die Ferndorfer Offensive vor allem in den zweiten 30 Minuten zur Verzweiflung, wobei auch die beiden Ferndorfer Torleute eine gute Partie ablieferten: Tim Hottgenroth in der ersten und Marin Durica in der zweiten Halbzeit. Der Kroate zeigte sich im Vergleich zum Nußloch-Spiel deutlich verbessert.

Der Favorit zeigte gleich, wo der Hammer hängt, legte ein schnelles 4:0 vor. Für Ferndorf brach Rechtsaußen Tim Rüdiger zum 1:4 den Bann. Da waren bereits sieben Minuten gespielt. Mit einem wie schon gegen Nußloch starken Andreas Bornemann ließ sich Ferndorf in der Folgezeit nicht abschütteln, blieb bis zum 9:12 durch Patrick Weber nach gut 20 Minuten auf Tuchfühlung zu den Mannheimern, die dann durch drei Tore von Nationalmannschafts-Rechtsaußen Patrick Groetzki und einen Treffer von Jesper Nielsen auf 16:9 wegzogen und in der zweiten Halbzeit alles im Griff hatten.

Ferndorf setzte durch Mattis Michel und Marin Durica in Hälfte zwei noch die eine oder andere Duftmarke, willigte aber jenseits der 40. Minute in die Niederlage ein. Über 21:14 (38.) und 25:15 (44.) setzten sich die Rhein-Neckar Löwen am Ende deutlich durch. Trotzdem war es für Michael Lerscht ein „richtig gutes Wochenende“, das auf einen erfolgreichen Liga-Start am Samstag gegen Hamburg hoffen lässt.

Ferndorf: Hottgenroth, Durica - Faulenbach, Basic (2), M. Michel (2), Wicklein (1), J. Schneider, Bornemann (5), Rüdiger (1), Lindskog Andersson (2/1), Koloper (2), Müller, Weber (2).

Löwen: Appelgren, Palicka - Kirkelokke, Lagarde (4), Tollbring (2), Abutovic, Larsen (5/3), Fäth (3), Groetzki (6), Guardiola, Petersson (7), Nielsen (1), Ganz, Kohlbacher (1), Kessler, Schneibel (1).

Schiedsrichter: Dauben/Rohmer.

Zeitstrafen: TuS 5, Löwen 5.

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