Fußball-Oberliga

TuS Erndtebrück: Pulverwald wird zum Pulverfass

Torwart Niklas Knopf vom TuS Erndtebrück zeigt sich gegen den TuS Ennepetal nicht von seiner besten Seite. Der 20-Jährige verpasst es hier den Ball ausreichend wegzufausten. Ob er am Wochenende gegen den SV Rhynern im Tor stehen wird, ließ TuS-Trainer Doblas noch offen.

Torwart Niklas Knopf vom TuS Erndtebrück zeigt sich gegen den TuS Ennepetal nicht von seiner besten Seite. Der 20-Jährige verpasst es hier den Ball ausreichend wegzufausten. Ob er am Wochenende gegen den SV Rhynern im Tor stehen wird, ließ TuS-Trainer Doblas noch offen.

Foto: Hans Peter Kehrle

Erndtebrück.  Nach der Auftaktniederlage in der Fußball-Oberliga geraten Spieler des TuS Erndtebrück im Training aneinander. Trainer Doblas sieht das positiv.

Das Freud und Leid manchmal nah beieinander liegen, musste auch der TuS Erndtebrück am vergangenen Wochenende bei der 3:5-Niederlage gegen den TuS Ennepetal schmerzhaft am eigenen Leib erfahren. Denn obwohl die Mannschaft von Trainer Alfonso Rubio Doblas den rund 250 Zuschauern eine ansprechende Leistung bot, standen die Wittgensteiner am Ende mit leeren Händen da.

Dementsprechend hin und her gerissen präsentierte sich der Übungsleiter auch nach zwei Tagen Abstand ob der Leistung seiner Elf. „Ich habe mich mit einigen neutralen Zuschauern ausgetauscht und auch die haben uns eine ordentliche Leistung bescheinigt. Es war kein Vergleich zu dem Spiel im Westfalenpokal gegen Wiedenbrück“, so Doblas, der sich besonders über die vielen geglückten Offensivaktionen seiner Mannschaft freute – bei der 1:5-Pokalniederlage vor Wochenfrist trat der TuS im Angriff gar nicht in Erscheinung.

Teamsitzung und Videoanalyse

„Das sind positive Eindrücke, die mir und dem Team Mut machen. Die Wiedenbrück-Niederlage hat mich schon ins Grübeln gebracht, aber das erste Saisonspiel war ein Schritt in die richtige Richtung“, versicherte der Übungsleiter, der am Montagabend mit seiner Elf eine Teamsitzung samt Videoanalyse abgehalten hat, um explizit auf gelungene Aktionen, aber auch auf Fehler einzugehen. Und diese gab es, trotz aufsteigender Tendenz im Spiel des TuS Erndebrück vom Wochenende, genug.

Torhüterwechsel als Option

Obwohl den Wittgensteinern bekannt war, dass Ennepetal häufig mit Diagonalbällen und anschließender Kopfballverlängerung operieren würde, bekamen die Erndtebrücker diese Spielweise nicht immer in den Griff. Da zu allem Überfluss auch noch der 20-jährige Torhüter Niklas Knopf an vier von fünf Gegentreffern seine Aktien hatte, war die Niederlage zum Auftakt der Oberligaspielzeit kaum zu vermeiden. Einmal spielte der Zerberus einem Gegenspieler den Ball vor die Füße, mehrere Male unterliefen Knopf zudem Fehler beim Rauslaufen.

„Es ist schade, dass wir uns für unsere tolle Moral und den Einsatz nicht belohnt haben. Fehler passieren in jeder Liga. Aber zehn Gegentore in zwei Pflichtspielen sind zu viel. Wenn die Quote nicht besser wird, können wir nicht gewinnen.“

Ob Knopf auch am Wochenende zwischen den Pfosten stehen wird, wollte Doblas noch nicht bestätigen. Viel eher will das Trainerteam die Leistungen der Torhüter in dieser Trainingswoche besonders unter die Lupe nehmen. Der blutjunge Alexander Taach scharrt als Ersatzmann für Knopf mit den Hufen. „Niklas hat auf seine Fehler aber selbstkritisch reagiert, sowas imponiert mir. Wir werden diese Woche viele Spielformen einbauen, in denen die Keeper gefordert werden. Dann werden wir entscheiden“, lässt sich Doblas noch alle Optionen offen.

Trainer müssen dazwischen gehen

Doch nicht nur auf Torhüterposition herrscht Leistungsdruck. Da der TuS derzeit fast alle Spieler an Bord hat, schäumen im Konkurrenzkampf um die Stammplätze manchmal die Emotionen im Training am Pulverwald über.

Während den Einheiten mussten die Trainer schon das ein oder andere mal beschwichtigend dazwischen gehen. „Das sehe ich aber als absolut positiv. Die Jungs wollen sich verbessern und wollen um die Positionen kämpfen. Es ist Feuer drin und das brauchen wir. Die Mannschaft will Wiedergutmachung.“

Die Chance dazu hat die Doblas-Elf dann schließlich am kommenden Sonntag beim SV Rhynern. „Wir haben nun eine Woche um die Niederlage aufzuarbeiten und werden am Sonntag erneut Gas geben. Die Liga ist so ausgeglichen, dass wir uns noch keine Gedanken machen müssen“, versicherte Rubio Doblas kämpferisch. Einzig die individuellen Fehler gilt es nun wirklich schleunigst abzustellen.

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