Frauen-Bezirksliga

SV Schameder: Bloß keine Geschenke verteilen

Letzte Anweisungen vor dem Saisonauftakt: Dirk Hüster hat seine Mannschaft seit sechs Wochen auf die Bezirksliga eingestimmt und hat am ersten Spieltag mit dem SV Fortuna Freudenberg II direkt den Vizemeister des vergangenen Jahres vor der Brust

Letzte Anweisungen vor dem Saisonauftakt: Dirk Hüster hat seine Mannschaft seit sechs Wochen auf die Bezirksliga eingestimmt und hat am ersten Spieltag mit dem SV Fortuna Freudenberg II direkt den Vizemeister des vergangenen Jahres vor der Brust

Foto: Florian Runte

Schameder.  Zum Saisonstart der Bezirksliga-Saison kommt es in Freudenberg zum Topspiel. Der SV Schameder will nach seinem Abstieg wieder oben anklopfen.

Die letzten zwei Monate waren turbulent für die Frauenfußballer des SV Schameder. Nach einer kräftezehrenden Landesliga-Saison mussten sich die Wittgensteiner im Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt erst im Elfmeterschießen dem TuS Langenheide geschlagen geben und den bitteren Gang in die Bezirksliga antreten. Außerdem entschied sich Erfolgscoach Andreas Edelmann für ein Engagement bei den Sportfreunden Siegen.

Das Aushängeschild des Wittgensteiner Frauenfußballs der letzten Jahre sah sich also erstmals in seinem Höhenflug gestoppt und wird sich in der neuen Spielklasse sammeln müssen. Als neuer Steuermann am Ruder des SV-Schiffes ist seit dem Sommer Dirk Hüster zum Verein gestoßen.

Hofius und Schwarz in guter Frühform

Der ehemalige Trainer des FC Ebenau kennt die neue Liga zumindest in- und auswendig und hat mit seiner Elf zusätzlich eine tadellose Vorbereitung gespielt. Gegen den TSV Biecken, die SG Gamsbachtal und den FC Allendorf/Eder wurde jeweils gewonnen, gegen den SC Drolshagen sprang ein Unentschieden raus. Den Wittgenstein-Cup dominierte die Hüster-Elf ebenso nach Belieben. Besonders die Tatsache, dass Stürmerin Pia Christin Hofius nach ihrem Kreuzbandriss im Vorjahr zurück zu alter Stärke findet, dürfte den neuen Übungsleiter freuen. Die 26-Jährige traf in der Vorbereitung ganze neun Mal. Gemeinsam mit ihrer Sturmpartnerin Emelie Schwarz, die in der vergangenen Landesligasaison zehn Tore beisteuerte und in der Vorbereitung ebenfalls zehn Mal erfolgreich war, hat der SV eine echte Torfabrik in seinen Reihen.

Spitzenspiel zum Ligastart

Da die Schamederanerinnen außerdem fast keine Abgänge zu beklagen haben und zusätzlich mit Lisa Walle eine herausragende Torfrauen zwischen den Pfosten haben, wird das Team in diesem Jahr sicher als einer der Mitfavoriten auf den Aufstieg in die neue Runde gehen. „Das Ziel ist es unter die ersten Vier zu kommen. Das muss unser Anspruch sein“, erklärt Hüster deshalb angriffslustig, schiebt aber hinterher: „Mein großer Favorit ist aber Freudenberg II, die habe ich ganz oben auf der Liste.“Und der Zufall will es, dass der SV am ersten Spieltag eben gegen jenen SV Fortuna Freudenberg II antreten muss. In der vergangenen Saison schafften es die Fortunen immerhin sich den Vizemeister-Titel zu sichern. Nur das Torverhältnis trennte die Siegerländerinnen vom späteren Aufsteiger und Meister LTV Lüden. Ein echter Kracher also zum Saisonstart an der HF-Arena in der Wendiger Straße, der für beide Mannschaften sicher ein echter Gradmesser sein wird. Von einem vorentscheidenden Spiel zum Auftakt wollte Hüster allerdings nichts wissen. Dennoch betonte er: „Das wird sicher kein Kindergeburtstag, da bin ich richtig gespannt drauf.“ Der Übungsleiter des SV weiß schließlich wovon er redet. hat er doch mit dem FC Ebenau in der letzten Saison die Klasse der Fortunen zu spüren bekommen. Mit 0:2 und 0:3 unterlag er mit seiner alten Mannschaft.

Man darf also gespannt auf das Ergebnis vom kommenden Sonntag sein, denn auch wenn Hüster von keinem vorentscheidenden Spiel spricht, würde der Sieger der Partie eine große Hürde in Richtung Aufstieg aus dem Weg räumen. Aber da es ja „kein Kindergeburtstag“ werden wird, will der SV auch keine Geschenke verteilen.

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