Erndtebrück.

Spielerkreis um Markow wird wieder größer

Ivan Markow schwört die Mannschaft des TuS Erndtebrück II ein.

Foto: Florian Runte

Ivan Markow schwört die Mannschaft des TuS Erndtebrück II ein.

Erndtebrück.   Dass Torhüter als Feldspieler herhalten müssen, kommt in der Fußball-Landesliga normalerweise nur bei Eckbällen in der Schlussminute vor. Beim TuS Erndtebrück II gab es dies in der Hinrunde hingegen drei Mal über weite Strecken des Spiels, unter anderem im Spiel gegen den FC Lennestadt – dies allein sagt viel über die personelle Situation der Pulverwald-Reserve. Trainer Ivan Markow bezeichnete diese im Herbst als „prekär“.

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Dass Torhüter als Feldspieler herhalten müssen, kommt in der Fußball-Landesliga normalerweise nur bei Eckbällen in der Schlussminute vor. Beim TuS Erndtebrück II gab es dies in der Hinrunde hingegen drei Mal über weite Strecken des Spiels, unter anderem im Spiel gegen den FC Lennestadt – dies allein sagt viel über die personelle Situation der Pulverwald-Reserve. Trainer Ivan Markow bezeichnete diese im Herbst als „prekär“.

Dementsprechend reagierte der Verein. Fünf neue Spieler trainieren ab Beginn der Rückrunden-Vorbereitung mit und sollen ins Team integriert werden. Markow verhehlt nicht, dass dies zunächst „nur“ ein Zuwachs in der Breite ist. Alle fünf Spieler kommen aus der Kreisliga bzw. waren zuletzt vereinslos.

Voll im Saft steht fraglos Tobias Kiehl (21), der es nach der Jugend gleich zum Mittelfeld-Stammspieler bei A-Ligist FC Hilchenbach schaffte. Der 22-jährige Tumay Kaplan soll als Rechtsverteidiger helfen und kommt vom A-Kreisligisten SV Rothemühle, wo er in der Hinrunde zwischen erster und zweiter Mannschaft pendelte. Erst 19 Jahre alt ist Mittelfeldspieler Deniz Kodas, der vom hessischen Kreisoberligisten TSV Steinbach II kommt.

Der Linksfuß spielte in der Hinrunde nicht, muss sich also ebenso erst wieder rankämpfen wie Außenläufer Nzala Ngyombo (25), der bisher für Grün-Weiß Siegen und für die Sportfreunde Siegen II spielte, wo er 2015 schon in einigen Partien Landesliga-Luft schnuppern durfte. Der 25-jährige Ghanaer Prince-Forson Laryea war zuletzt 2016 im Futsal-Team der Uni Siegen aktiv.

Spieler bieten sich selbst an

„Die meisten haben sich von selbst bei uns angeboten, weil sie sich entwickeln wollen. Sie haben ein Probetraining absolviert und einen guten Eindruck gemacht. Ihnen war der absolute Willen anzumerken“, verrät Markow, der mit einem sofortigen Qualitätssprung des Teams nicht rechnet: „Alle müssen sich strecken und an ihrer Physis arbeiten, um Anschluss zu finden.“

An der Athletik arbeiten die Spieler bereits mit einem individuellen Trainingsplan vor dem ersten Teamtraining, doch auch taktisch gebe es jeweils Nachholbedarf. „Da sind die, die jetzt länger bei uns dabei sind, natürlich weiter“, sagt Markow, was aber nicht negativ gemeint sei: „Wir sind ein U23-Team, da gehört das Lernen dazu. Wir sind froh, dass wir die Neuen haben.“

Engelke, Athroshe und Aouaj vor der Rückkehr

Zwei Spieler gibt der TuS hingegen ab: Verteidiger Seyhan Adigüzel (vier Einsätze) schließt sich Bezirksligist SV Ottfingen an, Mittelfeldspieler Amin Aloui (neun Einsätze, einmal Startelf) geht zum SV Rothemühle. Für beide sei der Trainings- und Fahraufwand beim TuS zuletzt schwierig mit der Ausbildung vereinbar gewesen, deshalb schalten beide einen Gang zurück.

Und was ist mit den Langzeitverletzten Sven Engelke, Hussain Athroshe und Yassin Aouaj? „Sie sind wieder im Lauftraining, werden aber erstmal kleine Brötchen backen müssen“, deutet Markow an, dass er die Rückkehrer mit zunächst dosiertem Training wieder heranführen will.

Mit ihnen wächst der Kader wieder auf 19 Feldspieler und drei Torhüter an – damit gibt es wieder Wechseloptionen und vor allem Konkurrenzkampf im Training. „Die letzten Monate haben wir permanent nur zu acht bis zehnt trainiert. Gruppentaktische Übungen und andere Sachen waren da gar nicht möglich“, erinnert sich der Trainer, der durch einen Zweijahresvertrag noch bis 2019 gebunden ist.

Gemischte Bilanz zur Saisonhalbzeit

Vor dem Hintergrund der angespannten Personalsituation ist der Coach mit der Hinrunde (22 Punkte, 7. Platz) halbwegs zufrieden. „Ich habe da zwei Sichten. Einerseits haben wir zu viel liegen gelassen, zu viele Gegentore kassiert, zu viele einfache Fehler gemacht“, findet der 32-Jährige.

Er ergänzt: „Für die schwierige Situation war das Abschneiden aber Ok. In der Rückrunde wollen wir aber noch besser abschneiden, mehr Spiele gewinnen. Das muss das Ziel sein bei dem Aufwand, den wir betreiben.“

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