Kunstturnen

Siegerländer KV: Nicht auf Rechenspiele einlassen

Auch auf ihn setzt die SKV in Cottbus: Sprung- und Ringe-Wunder Courtney Tulloch.  

Auch auf ihn setzt die SKV in Cottbus: Sprung- und Ringe-Wunder Courtney Tulloch.  

Foto: Edwin Owen

Am Samstag beendet die Siegerländer KV die Vorrunde. Beim Duell in Cottbus steht der Einzug ins Halbfinale auf dem Spiel.

Dreis-Tiefenbach. Nach den zwei Siegen in der Vorrunde der Bundesliga-Saison 2020 tritt Kunstturn-Bundesligist Siegerländer KV als Tabellenführer der Gruppe A am Samstag die mehr als 600 km lange Fahrt zum SC Cottbus an (ab 18 Uhr live auf sportdeutschland.tv). Der deutsche Rekordmeister weist nach dem Sieg in Frankfurt und der am „grünen Tisch“ verlorenen Begegnung gegen Straubenhardt ein ausgeglichenes Punktverhältnis auf.

Mit einem Sieg oder Unentschieden in der Lausitz zieht die SKV als Gruppensieger ins Halbfinale ein. Gewinnt Cottbus, wären bei dem zu erwartenden klaren Sieg von Titelverteidiger Straubenhardt gegen Frankfurt drei Mannschaften punktgleich. Dann entscheidet die Gerätewertung. Um sicher im Halbfinale zu sein, müsste die SKV am Samstag drei Gerätepunkte erreichen. Gewinnen die Cottbuser aber mit 10:2 oder gar 12:0, folgen sie Straubenhardt ins Halbfinale.

Duell auf Augenhöhe zu erwarten

Die aber will es aus eigener Kraft schaffen. Wie gut die Chancen auf den Sieg in Cottbus stehen, hängt auch davon ab, in welcher Aufstellung beide Mannschaften in den Wettkampf gehen. Die SKV meldet: „Alle Mann an Bord“. Die Cottbuser waren zu ihrem einzigen Wettkampf nach Frankfurt ohne Ausländer und ihre langjährige Nummer eins, Christopher Jursch, gereist. Mit ihm und dem Ukrainer Igor Radivilov, einem international arrivierten Ringe- und Sprung-Spezialisten, wären beide Mannschaften auf dem Papier nahezu ausgeglichen besetzt.

„Von Rechenspielchen halte ich nicht viel. Die Mannschaften sind ziemlich gleichwertig, so dass die geringere Zahl an Fehlern den Ausschlag geben wird“, blickt SKV-Präsident Reimund Spies verhalten optimistisch auf den Auftritt seiner „Mannen“ in der Lausitz-Arena, die fast menschenleer sein wird, denn Zuschauer sind nicht zugelassen.

Auch im Siegerland hat man die Entwicklung der Risikolage vor Ort täglich beobachtet und bewertet, weil nach wie vor gilt, dass die Gesundheit der Turner und mitreisenden Betreuer höher einzuschätzen ist als der sportliche Erfolg.

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