American Football

Siegen Sentinels gehen den „American Way“

Die Siegen Sentinels (schwarzes Trikot) haben es – mal wieder – in die Oberliga geschafft. Diesmal wollen sie in der Klasse bleiben.

Die Siegen Sentinels (schwarzes Trikot) haben es – mal wieder – in die Oberliga geschafft. Diesmal wollen sie in der Klasse bleiben.

Foto: Rene Traut

Mit dem US-Amerikaner Gerald Bryant weht beim Oberliga-Aufsteiger ein anderer Wind. Der neue Head Coach hat einiges vor.

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Siegen. Gerade erst durften die American Footballer der Siegen Sentinels über die Rückkehr in die Oberliga NRW jubeln, da sind die Vorbereitungen für die neue Saison bereits in vollem Gang. Und diese Vorbereitungen fallen nicht zu knapp aus, verließ mit Philipp Reiche doch der Head Coach der Siegener den Verein. Ihn und seine Familie zog es berufsbedingt nach Lippstadt, wo er zusätzlich als neuer Head Coach der Lippstadt Eagles anheuerte. „Ich danke dem Verein für alles, was er in den vergangenen Jahren möglich gemacht hat und wünsche den Sentinels von Herzen alles Gute für die Zukunft“, so der Ex-Coach.

Neues Spielkonzept

Der neue starke Mann an der Seitenlinie ist Gerald Bryant. Bryant ist ein alter Bekannter auf Seiten der Sentinels, war er doch zu Zeiten, als der Football im Siegerland noch in den Kinderschuhen steckte, ein Teil des Coachingstaffs der Siegener.

Der Amerikaner, der ein Jahr NFL-Erfahrung als Spieler bei den New Orleans Saints auf dem Buckel hat, ist für die Sentinels ein Segen. Von seiner jahrzehntelanger Coaching-Erfahrung aus sämtlichen Football-Bereichen könnten alle Teile der Sentinels profitieren. Gerald Bryant war als Coach vor allem im Arena Football sehr erfolgreich, wurde er dort zweimaliger USA-Meister. Darüber hinaus hat Coach Bryant sowohl Offense als auch Defense trainiert und kennt sich somit mit beiden Mannschaftsteilen aus.

Trainingslager diesmal in der Eifel

Mit ihm als Head Coach geht in der kommenden Saison nun auch ein neues Offensive- und Defensivekonzept einher. Das bedeutet für alle Coaches und Spieler eine Menge Arbeit. Im Football lernen die Spieler nämlich ein Playbook (jeweils ein separates für Offense und Defense), in dem jeder Spielzug steht. Das führt dazu, dass die Coaches während des Spiels nur noch einen kurzen „Call“ reingeben, welcher Spielzug gespielt wird.

Dies erfordert von allen Spielern auch abseits des Feldes enorme Disziplin, diese Spielzüge schnell zu verinnerlichen. Ein klares Ziel hat Gerald Bryant auch ausgegeben: „Wir wollen uns ganz klar in der Oberliga behaupten. Die Mannschaft hat das Potenzial, im Mittelfeld der Liga zu landen.“

Neben Gerald Bryant hat sich auch der Rest des Coachingstaffs teilweise verändert. Für die Offensive ist nun Tim Burmeister zuständig, der Defensive Koordinator ist Florian Theile. Dazu werden einige aktuelle Spieler der Sentinels noch als Assistant Coaches dabei sein. Für die kommenden Monate heißt es nun, erstmal an Kraft und Kondition zu zulegen um dann im Frühjahr topfit ins Trainingslager, das in der Eifel stattfinden wird, zu fahren.

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