Basketball

SG Wallau/Laasphe: Vielversprechender Start auch ohne Punkte

Elvir Korac von der SG Wallau/Laasphe präsentiert sich gegen Dillenburg in deutlich besserer Form als im vergangenen Frühjahr. Dies hilft seinem Team.

Elvir Korac von der SG Wallau/Laasphe präsentiert sich gegen Dillenburg in deutlich besserer Form als im vergangenen Frühjahr. Dies hilft seinem Team.

Foto: Florian Runte

Bad Laasphe.  Dramatische Schlussphase im Derby der SG Wallau/Laasphe gegen den TV Dillenburg. Frauen siegen sportlich klar und verlieren am grünen Tisch.

Die Basketball-Mannschaften der SG Wallau/Laasphe haben einen vielversprechenden Start in die neue Saison hingelegt. Die Männer verloren zwar knapp mit 69:70 gegen den TV Dillenburg, präsentierten sich aber deutlich besser als am Ende der vergangenen Saison. Für die Frauen gab es beim Start gleich einen 54:32-Sieg gegen die TSG Gießen-Wieseck – zumindest sportlich. Gestern Abend wurde die Partie auf der Seite des Verbandes mit 0:20 als verloren geführt. Der Verein hatte eine Spielerin aufgestellt, die auf dem Mannschaftsmeldebogen vor der Saison nicht eingetragen worden war – ein Formfehler.

Kreisliga A Männer

SG Wallau/Laasphe - TV Dillenburg 69:70 (26:33). Das Ergebnis täuscht ein wenig: Über weite Strecken der zweiten Halbzeit lag die SG Wallau/Laasphe mit zehn bis dreizehn Punkten hinten, bis auf einen Punkt kamen die Korbjäger vom Lahnufer erst nach dem eigentlichen Spielende heran, als Marco Petrovic noch zwei Freiwürfe verwandelte, auf die aber keine Spielfortsetzung mehr folgte. Überhaupt war es vor allem Petrovic, der mit vier „Dreiern“ in einer hektischen Schlussphase zumindest einen Funken Hoffnung am Leben erhielt. Er ist nach seinem Kreuzbandriss vor zwei Jahren inzwischen wieder näher an seiner früheren Form und Selbstsicherheit, sammelte satte 25 Punkte.

Die letzten fünf Minuten Spielzeit zogen sich de facto über die Dauer einer halben Stunde, weil Wallau/Laasphe mit cleverem Zeitmanagement, vielen Fouls und Auszeiten alle Register zog. Dass diese Maßnahmen Sinn ergaben, darf zumindest als Fortschritt gelten. Beim letzten Vergleich gegen Dillenburg im April gab es eine etwas peinliche 38:85-Niederlage, bei der die Mannschaft ab der ersten Sekunde hoffnungslos unterlegen war.

„Man konnte sich das Spiel am Ende angucken“, freute sich Trainer Kai Winterhoff, dessen Mannschaft im Vorfeld nur dreimal trainiert hatte, weil die Halle erst seit den Sommerferien zur Verfügung steht. Die hessischen Teams konnten schon einige Wochen früher in ihre Hallen.

„Wichtig ist für uns, dass Marco Petrovic und Tom Grübener nach ihren Verletzungen jetzt wieder voll im Saft sind. Dazu kommen die Neulinge, die vergangene Saison angefangen haben, langsam in Tritt“, beschreibt Kai Winterhoff die Lage seiner Mannschaft. Ein festes Ziel gibt es nicht – nur besser sein als in der Saison 2018/19.

Bezirksliga Frauen

SG Wallau/Laasphe/TSG Wieseck II 0:20 Wertung. Der eingangs erwähnte Formfehler dürfte den Verein wurmen – die aufgestellte, aber nicht gemeldete Spielerin kam nämlich schon vergangene Saison zum Einsatz. „Da ist der Verband ganz genau“, bedauert Trainer Jann Burholt, der seinem Team sportlich ein gutes Zeugnis für eine überzeugende Teamleistung ausstellte. „Wir waren unter dem Korb überlegen und defensiv sehr stabil. Als wir ab dem dritten Viertel schneller nach vorn umgeschaltet haben, haben wir das Spiel für uns entschieden.“

Am Samstag gegen Wieseck II standen zehn Spielerinnen zur Verfügung (darunter zwei aus der U18), dazu hat der Verein weitere vier in der Hinterhand. Damit sieht sich die SG Wallau/Laasphe gut für die neue Saison aufgestellt.

SG Wallau/Laasphe: Maike Labenz (8), Annalena Büscher (4), Nadia Müller (12), Rina Egerding (17), Milena Wied (6), Laura Gampper (3), Merle Radtke (4), Anastasia Engelhardt, Maike Winterhoff.

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