American Football

Sentinels mit Selbstvertrauen in die Sommerpause

Alexander Hochbein (Nummer 36), Runningback der Siegen Sentinels, lässt sich in dieser Szene von der Defense der Bochum Rebels nicht aufhalten, marschiert durch die gegnerische Zone zum Touchdown.

Alexander Hochbein (Nummer 36), Runningback der Siegen Sentinels, lässt sich in dieser Szene von der Defense der Bochum Rebels nicht aufhalten, marschiert durch die gegnerische Zone zum Touchdown.

Foto: Lutz Großmann

Klarer 49:12-Sieg gegen die Bochum Rebels. Im September kommen die entscheidenden Spiele.

Klafeld. Mit einem deutlichen 49:12 (35:7)-Heimsieg gegen die Bochum Rebels gehen die American Footballer der Siegen Sentinels in die Sommerpause und haben es somit weiter in der eigenen Hand, den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. „Wir haben offensiv in beide Halbzeiten sehr gut reingefunden und somit direkt ein Statement gesetzt“, sagte Head Coach Philipp Reiche.

Den ersten Spielzug münzten die Sentinels direkt in Punkte um. Quarterback Frederik Stahl fand mit einem kurzen Pass seinen Receiver David Schüler, der mit dem Ball 70 Yards bis in die Endzone lief. Den Extrapunkt verwandelte Yannik Abe, der bei all seinen Extrapunktversuchen ohne Fehl und Tadel blieb. Mit der 7:0-Führung im Rücken stoppte die Defense die Bochum Rebels erneut. Runningback Colin Ulmer sorgte in der Folge für das nächste Big Play. Er durchbrach einen Tackleversuch der Bochumer, schaffte es ins offene Feld und lief 60 Yards zum zweiten Touchdown.

Spielzug im NFL-Stil

„Gerade das Laufspiel hat uns in der Phase am Leben gehalten, denn über den Pass ging in dem Moment fast nichts“, sagte Philipp Reiche. Das zeigte sich einmal mehr, nachdem die Rebels auf 7:14 verkürzten. Abermals über das Laufspiel erfolgreich stellte Runningback Alexander Hochbein den alten Abstand her. Und auch das Passspiel hatte im zweiten Quarter wieder einen besseren Rhythmus. Mit seinem besten Pass des Tages fand Quarterback Frederik Stahl die sicheren Hände von David Schüler, der sich über seinen zweiten Touchdown freuen durfte. Trotz des Spielstands von 28:7 für die Sentinels gaben sich die Gäste aus dem Ruhrpott nicht auf, ihnen gelang aber nicht mehr viel. Und so führte ein geblockter Punt der Sentinels-Defense zum fünften Touchdown in der ersten Halbzeit, war das Spiel beim Stand von 35:7 bereits vorentschieden. „Es war in der ersten Halbzeit schon alles dabei. Für die Zuschauer war es ein wirklich schönes Spiel“, so Reiche.

Die zweite Halbzeit begann quasi genau wie die erste. Mit dem ersten Spielzug packten die Sentinels tief in die NFL-Trickkiste: Ein Reverse-Play. Quarterback Frederik Stahl übergab das Ei an Runningback Alexander Hochbein, der über die rechte Seite lief. Hochbein warf den Ball nach hinten auf den kreuzenden David Schüler, der dann über die linke Seite freie Bahn hatte und zu seinem dritten Touchdown lief. „Das dieses Play genauso funktioniert, war natürlich super. Wir haben die Bochumer damit auf dem falschen Fuß erwischt“, freute sich Philipp Reiche über den gelungenen Spielzug.

Durchgewechselt

Die knapp 300 Zuschauer waren begeistert und jubelten nur wenige Minuten später erneut, als Alexander Hochbein für die letzten Punkte auf Seiten der Krönchenwächter sorgte. „Wir haben dann beim Stand von 49:7 ein bisschen durchgewechselt. Für den Spielfluss, gerade in unserer Offensive, war das nicht optimal, aber so konnten alle noch Spielzeit sammeln“, sagte Philipp Reiche. Im Schlussviertel brachten die Bochumer nochmal Punkte auf das Board, waren die Gäste mit einer Safety und einem Field Goal erfolgreich. Am Ende stand aber ein ungefährdeter 49:12-Sieg für die Sentinels auf der Anzeigetafel.

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