Fußball-Landesliga

Offensive des VfL Bad Berleburg läuft – trotz dünnen Kaders

Derzeit unentbehrlich im Mittelfeld des VfL Bad Berleburg: Der 19-jährige Hannes Schneider stand zuletzt vier Mal in Folge in der Startelf.

Derzeit unentbehrlich im Mittelfeld des VfL Bad Berleburg: Der 19-jährige Hannes Schneider stand zuletzt vier Mal in Folge in der Startelf.

Foto: Florian Runte

Bad Berleburg.  Der VfL Bad Berleburg empfängt erstmals in der Clubgeschichte die „Violetten“ des SC Drolshagen. Personalsorgen vor dem richtungweisenden Spiel.

Dass sich Martin Uvira über den knappen 2:1-Pokalerfolg über die SG Mudersbach/Brachbach freute, steht außer Frage. Immerhin bedeutete der Sieg über den A-Ligisten, dass der VfL Bad Berleburg als Landesligist zusammen mit Oberligist Erndtebrück als zweit-klassenhöchstes unter den verbleibenden acht Teams nun ein Mitfavorit auf den Kreispokalsieg ist.

Vor dem wichtigen Heimspiel gegen den SC Drolshagen (15 Uhr, am Stöppel) beschäftigen den Trainer des VfL Bad Berleburg aber eher personelle Sorgen. Denn wie schon im Pokal müssen die Wittgensteiner mit einem dezimierten Kader auskommen, der wenig Handlungsspielraum bietet. Tim Kuhn, der nach mehrmonatiger Pause erst langsam wieder einsteigt, und Mahmood Omar, der eigentlich ein Jahr Auszeit vom Fußball nehmen wollte, waren zuletzt neben Steffen Arnold und Mert Erdem die einzigen Wechseloptionen. „Nur drei Auswechselspieler zu haben, hat wenig mit Landesliga zu tun“, findet Uvira.

Kuhn und Omar wären aufgrund ihrer fehlenden Spielpraxis nur Notlösungen. Alex Koch, Jan-Philipp Dörnbach (beide Urlaub), Christopher Geisler (Knieprobleme) und Niklas Duchardt (Meniskusriss) fielen zuletzt dauerhaft aus. Immerhin: Duchardt startete am gestrigen Freitag wieder mit dem Lauftraining und könnte im Endspurt vor der Winterpause vielleicht wieder mitmischen.

Abstiegskampf oder Mittelfeld

Gegen Drolshagen ist zudem Innenverteidiger Niklas Linde wegen seiner 5. Gelben Karte gesperrt. „Ein bitterer Zeitpunkt“, sagt der gebürtige Tscheche, weil die Partie für die kommenden Wochen richtungsweisend sein könnte. Der SCD steht mit fünf Punkten einen Rang vor dem Relegationsplatz und nur vier Punkte hinter dem VfL. Verlieren die Odebornstädter, wäre das Thema Abstiegskampf wieder allgegenwärtig. Mit einem Sieg würde der Weg eher in Richtung gesichertes Mittelfeld führen – und auf eigenem Platz geht für den VfL immer etwas.

Vorsicht bei Standards geboten

Uvira: „Drolshagen hat als Aufsteiger am Anfang etwas Lehrgeld bezahlt, verfügt aber über größere Qualität als der Tabellenplatz aussagt.“ Spielerisch überzeugten die „Violetten“, die erstmals in ihrer Vereinsgeschichte auf den VfL treffen, bisher nicht. Oftmals zeigte sich die eigentlich starke Drolshagener Offensive um Mike Schwarz und Jan Gummersbach nur über Standards gefährlich. Verteidigt der VfL ähnlich stabil wie gegen Wenden und Werdohl, ist der vierte Saisonsieg sehr wahrscheinlich. Denn trotz eines engen Kaders funktioniert die VfL-Offensive derzeit einwandfrei.

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