Ejot-Team TV Buschhütten

Noch stärker, noch jünger, noch motivierter

Wie ein Schmetterling: Ejot-Neuzugang Richard Varga ist ein exzellenter Schwimmer.

Foto: Vassil Donev

Wie ein Schmetterling: Ejot-Neuzugang Richard Varga ist ein exzellenter Schwimmer.

Buschhütten/Krombach.   Sage und schreibe 51 Namen umfassen die Bundesliga-Kader des Ejot-Team TV Buschhütten für die Saison 2018.

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Am 2. Juni startet die Saison in der 1. Bitburger 0,0 %-Triathlon-Bundesliga. Wenn gut drei Monate später in Binz der letzte Vorhang fällt, dürfte auf der obersten Stufe des Siegerpodests erneut eine markante Farbe dominieren. „Rot“ tragen nämlich die Triathleten vom Ejot-Team TV Buschhütten. Männer und Frauen sind Titelverteidiger und erneut Favoriten auf den DM-Titel, für den die Buschhüttener Dreikämpfer ain Abo abgeschlossen haben. Die Männer sind seit 2009 ununterbrochen Meister, die Frauen seit 2012. Buschhütten beherrscht die Triathlon-Ligaszene seitdem wie der FC Bayern München die Fußball-Bundesliga – allerdings bei beiden Geschlechtern...

Die Ejot-Teams

51 (!) Namen – 29 Männer, 22 Frauen – stehen auf der Meldeliste, darunter fünf Neuzugänge pro Team. Die Sportler rekrutieren sich neben Deutschland aus 18 Ländern. Dies sind rekordverdächtige Zahlen, die den Verdacht nahe legen, die Vormachtstellung fortzusetzen. „Wir haben das aber auch deshalb gemacht, weil viele Athleten schon auf Punktejagd für die Olympischen Spiele 2020 gehen“, weiß Sportlicher Marco Göckus um die Wettkampffülle deutscher und internationaler Top-Stars. Um eine größere Qual der Wahl zu haben, wurde in Breite und Spitze, aber auch in hoffnungsvolle junge Talente investiert. Insbesondere der Damen-Kader erfuhr eine Aufwertung, soll nämlich nicht erneut so gezittert werden wie 2017 („Da mussten wir was machen“). Rainer Jung, ehemaliger Ejot-Team-Manager, jetzt Supervisor der Triathlon-Bundesliga und Vize-Präsident Kampfrichter und Veranstaltungswesen der Deutschen Triathlon-Union, lobte bei der Präsentation im Konferenzcenter von Umweltservice Lindenschmidt die Strategie seines Ex-Vereins: „Hier wird mehr gearbeitet als anderswo. Andere müssen mehr tun und besser werden, nicht sich das Ejot-Team denen anpassen, damit es in der Liga spannender wird.“

Die Neuen

Im Männer-Kader steht mit Felix Duchampt ein fünfter Franzose, der im vergangenen Jahr hinter Ejot-Athlet Jonathan Zipf Zweiter in der Bundesliga-Einzelwertung wurde. Der Slowake Richard Varga, Teilnehmer an den Olympischen Spielen 2012 und 2016, gilt als exzellenter Schwimmer. Eine große Zukunft wird dem 21-jährigen Linus Stimmel, Vize-Europameister im Junioren-Team-Relay, vorhergesagt. Stefan Zachäus ist erst seit Januar ins Profilager gewechselt – und das mit 27 Jahren. Er ist Deutscher, aber startet für Luxemburg.

Mit Lina Völker wurde die Deutsche Duathlon-Meisterin, mit Lena Meißner die Deutsche Junioren-Meisterin 2017 im Triathlon nach Buschhütten gelockt. „Ich will mich hier weiterentwickeln“, blickt die 19-jährige Lina Völker, ehemalige NRW-Querfeldein-Meisterin, auf die bevorstehende Saison. Mit Hanna Jung möchte – ebenso wie vor zwei Jahren das männliche Pendant Jonas Hoffmann aus Hadem – ein Eigengewächs den Durchbruch in der 1. Liga schaffen. „Das ist für mich eine Ehre, beim Ejot-Team in der Bundesliga starten zu dürfen“, strahlt die 16-jährige Hilchenbacherin, die seit einem knappen Jahr im Bundes-Nachwuchsstützpunkt Essen lebt, lernt und trainiert.

Die Etablierten

An den zuverlässigen Top-Athleten wie Richard Murray, Henry Schoeman, Mario Mola, Anne Haug, Andrea Hewitt oder Rachel Klamer geht kein Weg vorbei, und auch die besten Deutschen streifen in diesem Jahr wieder den roten Ejot-Einteiler über. Jonathan Zipf geht in seine achte Saison: „Für mich hat es nie eine andere Option gegeben. Und die deutsche Bundesliga hat sich brutal entwickelt. Es ist eine sehr gute Möglichkeit, sich im eigenen Land auf hohem Niveau zu messen.“ 2017 bestritt der 31-Jährige alle fünf Rennen und trug wie Justus Nieschlag, der sich unbedingt für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio qualifizieren will, seinen Teil zum DM-Sieg bei.

Die 1. Bundesliga

Es gibt erneut fünf Rennen bei Männern und Frauen. „Darauf sind wir stolz. Die Sportart bewegt sich“, sagt Rainer Jung. Er ist maßgeblich für die Expansion der Liga in Sachen Professionalisierung und Vermarktung verantwortlich. Vier Rennen werden mit den 16 Herren- und 14 Damen-Mannschaften in der City ausgetragen („Wir müssen zu den Leuten gehen, nicht umgekehrt“), überall steht die spektakuläre Sprintdistanz auf dem Programm. Termine: 2. Juni Kraichgau, 1. Juli Düsseldorf, 22. Juli Münster, 5. August Tübingen, 8. September Binz.

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