Sportfreunde Siegen: Respekt

Neuer Rheiner Offensivgeist

Tore wollen die Sportfreunde Siegen am Sonntag auch gegen den FC Eintracht Rheine bejuben. Bisher stehen schon sieben zu Buche.

Tore wollen die Sportfreunde Siegen am Sonntag auch gegen den FC Eintracht Rheine bejuben. Bisher stehen schon sieben zu Buche.

Foto: Rene Traut

Siegen.  Die Siegener Sportfreunde erwarten am Sonntag in der Fußball-Oberliga den FC Eintracht Rheine.

„Mit 5:0 musst du gegen Hamm erstmal gewinnen...“ Trainer Dominik Dapprich erkennt mit diesem Satz die Leistung des kommenden Sportfreunde-Gegners in der Fußball-Oberliga, Eintracht Rheine, an. Dapprich, bestens über die Partie am vergangenen Sonntag im Münsterland informiert, hat bei der Deklassierung der vom Ex-Siegener René Lewejohann betreuten Hammer, „viel Qualität“ beim FC Eintracht gesehen. „Mit der Mannschaft des Vorjahres nicht mehr vergleichbar“, so der Siegener Übungsleiter.

Wenn er gleichzeitig sagt, dass Rheine in der vergangenen Saison mit 2:0 in Siegen gewann, dann sollte doch eigentlich ist nur schwerlich mit einem Erfolgserlebnis für die Sportfreunde zu rechnen sein. Doch da winkt Dapprich ab: „Nein, nein, wir spielen zu Hause, wollen das Spiel dominieren und die drei Punkte holen.“

Vier Zähler haben die Siegener aus den ersten beiden Partien der jungen Saison gesammelt. „Obwohl wir nicht gut waren“, schiebt der Coach hinterher. Doch ist Dapprich jetzt überzeugt, dass seine Jungs am Sonntag ihre Leistung abzurufen werden. „Wenn uns das gelingt, sind wir nur sehr schwer zu besiegen.“

Um noch einmal auf den Gast zurückzukommen: Der neue Trainer Tobias Wehmschulte, vom Münsterländer Nachbarn SuS Neuenkirchen nach Rheine gewechselt, hat gerade für die „Abteilung Attacke“ wertvolle Unterstützung für den langjährigen Allein-Unterhalter im Rheiner Angriff, Timo Scherping, geschaffen. die Neuzugänge Guglielmo Maddente und Luca Ehler sollen den Torjäger von den Flügeln bedienen und haben das in ihrem ersten Heimspiel schon eindrucksvoll getan.

„Das ist jetzt ein ganz anderer Fußball als im vergangenen Jahr“, zollt Dapprich dem Gegner Respekt. Respekt zu bekunden vor dem Gast ist das eine, selbst das Geschehen in die Hand zu nehmen, das andere. Und das wollen die Sportfreunde auf eigenem Geläuf. Personell kann der Trainer dafür praktisch aus dem Vollen schöpfen, fehlen aus dem Kader doch lediglich der nach wie vor an den Folgen des Pfeifferschen Drüsenfiebers leidende Lennart Dreisbach und der angeschlagene Neuzugang aus Wiehl, Jan Peters.

Beeindruckt hat beim 3:1-Sieg vergangenen Sonntag in Münster vor allem der aus der A-Jugend aufgerückte Berkan Koc. Seine zwei Tore in der Schlussphase dürften ihm gegen Rheine einen Platz in der Startformation sichern. Auch Björn Jost dürfte die Mannschaft erstmals als Kapitän auf den Platz führen. Es ist also angerichtet.

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