Kunstturnen

KTV Obere Lahn muss sich für den Klassenerhalt strecken

Vincent Brusch ist in Grünstadt erneut am Pauschenpferd sowie an den Ringen gefragt.

Vincent Brusch ist in Grünstadt erneut am Pauschenpferd sowie an den Ringen gefragt.

Foto: Florian Runte

Niederlaasphe/Biedenkopf.  Die Turner der KTV Obere Lahn sind bei der TSG Grünstadt krasser Außenseiter. Wo die KTV im Quervergleich aller Teams nach dem Auftakt steht.

Auch in den zweiten Saisonwettkampf geht der Kunstturn-Zweitligist KTV Obere Lahn als krasser Außenseiter. Für die gemeinsame Riege der Vereine TuS Niederlaasphe, TV Biedenkopf, TV Wallau und TV Weifenbach geht es am Samstag (17 Uhr) in die Pfalz zur TSG Grünstadt.

„Ab dem dritten Wettkampf gegen die TG Saar II kommen die Gegner, gegen die wir mitsingen können“, hatte KTV-Sportwart Albert Wiemers nach der 27:57-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt gesagt. Als er später mit dem Taschenrechner die Gesamtpunktzahlen der anderen Teams errechnete, dürfte er sich in dieser Meinung bestätigt gesehen haben.

Die KTV hatte mit 263,40 Punkten die bei weitem wenigsten Zähler erturnt, wenngleich man diese Zahl aufgrund des „Nullers“ von Artur Davtyan und zwei völlig verturnten Übungen der Wittgensteiner Talente Michel Bürgel und Sunny Fiecker in Klammern setzen muss. Die KTV Fulda (271,75 Punkte) hätte die Obere Lahn unter normalen Umständen zwar hinter sich gelassen, mit dem TV Großen-Linden (280,6), der KTG Heidelberg (281,8) und der TG Saar II (284,55) und der KTV Koblenz (285,1) wäre man vielleicht auf Augenhöhe gewesen.

Der Quervergleich zeigt: Die KTV Obere Lahn wird sich für den Klassenerhalt mächtig strecken müssen. Eine gute Nachricht ist in diesem Zusammenhang, dass der beste (deutsche) Mehrkämpfer des Teams, Felix Weber, in den vier letzten Wettkämpfen ab Mitte Oktober nach seiner Bänderverletzung zurückerwartet wird.

Neben Weber fehlt diesmal – berufsbedingt – Jan Reuter. Um die Vertretung des Unfallchirurgen an Ringen und Barren lieferten sich in dieser Woche Simon Haus und Marvin Schuster ein internes Duell im Training. Das Resultat verriet Wiemers noch nicht. Denkbar sei auch, dass beide zum Einsatz kommen.

Die meisten Turnpunkte (292,2) erzielte am vergangenen Samstag übrigens die TSG Grünstadt, die nach Score-Punkten 44:26 in Koblenz gewann. Für die Pfälzer, bei denen gegen die Obere Lahn eine neue LED-Anzeigetafel ihre Premiere feiert, starten seit dieser Saison übrigens die langjährigen KTV-Turner Thore und Lasse Gauch. Letzterer freut sich auf den Wettkampf, fehlt aber wegen einer Fußverletzung: „Schade, es wäre witzig gewesen gegen das Team zu turnen, zu dem wir so lange gezählt haben. Ich freue mich aber schon darauf, die ganzen Gesichter zu sehen. Persönlich kann ich vielleicht in der zweiten Saisonhälfte wieder einige Geräte turnen, aber sicher keinen Sechskampf.“

Die gute Gesamtpunktzahl vom Auftakt will Lasse Gauch nicht überbewerten: „Es wäre vermessen, daraus eine Favoritenrolle abzuleiten. In jeder Halle sitzt ein anderes Kampfgericht. Ich sehe Frankfurt und Heidelberg normalerweise vor uns.“

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