Kira mit tollem Endspurt

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Toblach.  Mit zwei Medaillen im Gepäck kehrte die Banfetalerin Kira Claudi vom Rollski-Weltcupfinale in Toblach (Italien) zurück. Die heimischen Farben wurden dort auch von Tina Willert, Jürgen Treude (beide SV Lützel) und Alina Golzow (LBC Banfetal) vertreten.

Am ersten Wettkampftag überraschte die 17-jährige Kira Claudi beim Acht-Kilometer-Rennen in der klassischen Technik mit der zweitschnellsten Laufzeit. Lediglich drei Sekunden trennten sie von der russischen Siegerin Lukianova. Die Bronzemedaille ging an Skrebova (Russland) mit bereits 38 Sekunden Rückstand zur Siegerin.

Tina Willert, die auf der anspruchsvollen Bahn total erschöpft am letzten Berg aussteigen wollte, kämpfte sich durch Anfeuerungsrufe der deutschen Betreuer angetrieben bis ins Ziel und wurde mit 1:15 Minuten Rückstand noch überraschend Fünfte. Alina Golzow belegte in der Damenklasse den achten , Jürgen Treude bei den Herren den 14. Rang.

Spannung pur bot der Teamsprint der Juniorinnen am zweiten Wettkampftag. Jede Läuferin musste die harte Vier-Kilometer-Strecke zwei Mal bewältigen. Startläuferin Tina Willert lag bis kurz vor dem letzten Wechsel nur knapp hinter der auf Platz drei laufenden Italienerin Anna Bolzan, als sie auf einer mit Reif bedeckten Brücke stürzte und den Anschluss verlor.

Kira Claudi ging an vierter Stelle liegend mit 20 Sekunden Rückstand eigentlich aussichtslos auf die letzte Schleife. Doch bereits am ersten Berg konnte sie zehn Sekunden gut machen. Die Teamkameraden und Betreuer, die zu diesem Zeitpunkt bereits Hoffnung schöpften, trieben Kira lautstark die nächsten Berge hinauf und im immer dichter an die beiden vor ihr laufenden Teams heran.

In der letzten Abfahrt machte sie dann nochmals Zeit gut und bog knapp hinter der besten russischen Sprinterin auf die Zielgerade. Die deutschen Fans standen kopf, als Kira nur mit Beinarbeit auf engstem Raum an der Russin Tolochko vorbeizog. Sie bescherte Bronze beschert. Tina Willert, die noch während des Rennens enttäuscht mit ihrem Sturz haderte, fiel Kira in die Arme und Team-Kapitän Detlef Schmidt, sprach vom „Killer-Instinkt“ Kiras im Schlusssprint. Kira war auf beiden Runden die schnellste Läuferin.

Jürgen Treude belegte mit seinem Mannschaftskollegen Martin Gillessen den sechsten Rang.

Das Freistilrennen über zwölf Kilometer war dann für die beiden deutschen Juniorinnen nur noch Rahmenprogramm, denn sie hatten bei den vorangegangenen Wettkämpfen zu viele Körner gelassen. Kira wurde Zehnte, Tina Elfte. Alina Golzow belegte abermals einen achten Platz, Jürgen Treude verbesserte sich auf den 13. Rang.

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