Sportklettern

Großes Abenteuer für Moritz Krämer

 Auf Sportkletterer Moritz Krämer aus Freudenberg wartet ab Dienstag in Kirgistan ein großes Abenteuer.

 Auf Sportkletterer Moritz Krämer aus Freudenberg wartet ab Dienstag in Kirgistan ein großes Abenteuer.

Foto: privat

27-Jähriger nimmt ab Dienstag an einer mehrwöchigen Expedition in Kirgistan teil.

Freudenberg. Für Moritz Krämer beginnt heute das bislang größte Abenteuer seinen noch jungen Lebens: Der 27-jährige Sportkletterer von der Sektion Siegerland des Deutschen Alpenvereins bricht heute zu einer dreiwöchigen Expedition des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen nach Kirgistan auf.

Im Wettbewerb durchgesetzt

Der NRW-Verband im Deutschen Alpenverein hat sich vor einigen Jahren dazu entschieden, talentierte junge Alpinisten zusammenzubringen und so das Leistungs- und Expeditionsbergsteigen zu fördern. Nordrhein-Westfalen, einer der mitgliederstärksten Verbände, hat trotz der großen Ferne zu den Alpen bereits herausragende Alpinisten. Allerdings gibt es kaum Anlaufstellen für die jungen Nachwuchstalente, um sich auszutauschen und Partner bzw. Sponsoren für größere Projekte oder Expeditionen zu finden.

Im „Alpinkader NRW“ wurden einem sechsköpfigen Team in einer professionellen Aus- und Fortbildung über drei Jahre die Fähigkeiten am Fels und im Eis vermittelt, um als Abschluss eine hochalpine Expedition in Kirgistan durchzuführen. Moritz Krämer ist es gelungen, einen Platz in diesem Team zu bekommen. Im Auswahlverfahren, das sich über drei Jahre mit verschiedenen Praxis- und Theoriemodulen sowie Sichtungen erstreckte, musste sich der Freudenberger, der im Kletterzentrum am Siegener Effertsufer angestellt ist und dort die Jugendgruppe leitet, einem Wettbewerb mit 39 Konkurrenten stellen – mit Erfolg. Die Belohnung ist nun die insgesamt vierwöchige Kirgistan-Expedition, die heute mit dem Flug von Frankfurt über Moskau nach Osch im Süden Kirgistans beginnt. Dort nimmt das Abenteuer seinen Lauf, denn die Gruppe marschiert erst mal zwei Tage zum Basislager. Dort beginnen dann gegen Ende der Woche die einzelnen Touren im Alaigebirge.

„Wenn es die Wetterbedingungen zulassen, geht es für uns auf über 5500 Meter Meereshöhe“, so Moritz Krämer, der sich in den vergangenen Monaten neben der technischen Ausbildung durch den Landesverband auch mit einem individuellen Sportprogramm vorbereitet und den Schwerpunkt da auf die Ausdauer gelegt hat.

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