Fußball-Oberliga

Fußball: Hohe Hürden für Sportfreunde und Kaan-Marienborn

Joshua Walter (weiß) reist mit Siegen zu Spitzenreiter Gütersloh, während Armin Pjetrovic (r.) mit Kaan gegen Haltern spielt.

Joshua Walter (weiß) reist mit Siegen zu Spitzenreiter Gütersloh, während Armin Pjetrovic (r.) mit Kaan gegen Haltern spielt.

Foto: Rene Traut

Nach dem Derby warten auf die Sportfreunde Siegen und den 1. FC Kaan-Marienborn ganz hohe Hürden. Kaans Trainer hat eine klare Forderung.

Siegerland. Wie geht es nach dem Stadtderby weiter? Können die Sportfreunde Siegen den Elan aus dem 2:0-Sieg mit nach Gütersloh nehmen? Rehabilitiert sich der 1. FC Kaan-Marienborn für die enttäuschende Leistung bei der Niederlage im Leimbachstadion?

1. FC Kaan-Marienborn

Im Jahr des Regionalliga-Aufstiegs war der TuS Haltern einer der Rivalen um die begehrten Aufstiegsplätze. Damals gewannen die Käner am Halterner See mit 3:1, verloren aber das Heimspiel mit 0:1. Gut zweieinhalb Jahre später kommt es in der Herkules-Arena zum Wiedersehen – wieder in der Fünftklassigkeit, denn der TuS Haltern zog sich nach dem Abbruch der vergangenen Saison aus der Regionalliga West zurück, um eine Klasse tiefer mit einer neuen, preiswerteren Konzeption zu starten. Der Verein setzt mehr auf hungrige Spieler aus der Region, kauft nur noch im Ausnahmefall zu.

Der sportliche Erfolg hält sich bislang in Grenzen. Platz drei und nur drei Siege aus sieben Spielen ist sicherlich nicht das, was sich Trainer Timo Ostdorf erhofft hatte. Von diesem holprigen Saisonstart lässt sich Kaans Trainer Tobias Wurm aber nicht blenden: „Haltern ist in der Lage, jedem Oberligisten weh zu tun.“ Wurm verweist auf das 4:2 beim RSV Meinerzhagen oder das 2:1 gegen Ennepetal. Und erst am Mittwoch warf man Regionalligist RW Ahlen aus dem Verbandspokal.

Der Käner Coach ist also gewarnt vor dem Gegner, muss aber auf seine Mannschaft schauen. Die hatte mächtig zu knabbern an der Derby-Niederlage. Wurm redete nichts schön, aber auch die Spieler übten Selbstkritik. Diese Erkenntnis und die Gewissheit, dass es nur besser werden kann, stimmen Wurm für Sonntag zuversichtlich: „Ich gehe von einer Reaktion aus.“

Veränderungen an der Start-Elf schließt Wurm nicht aus. Ein Kandidat ist der vollständig genesene Kisolo Deo Biskup, der in Siegen für Mats Scheld kam und seine Sache sehr gut machte. Erneut fehlen wird Außenverteidiger Arthur Tomas, ebenso Rekonvaleszent Felix-Benedict Neuhäuser.

Sportfreunde Siegen

Nach einer erfolgreichen Woche in der Oberliga und letztlich auch im Kreispokal – 3:1 bei der SG Hickengrund – steht für die Siegener Sportfreunde am Sonntag die Reise zum Tabellenführer an. Sieben Mal spielte der FC Gütersloh in dieser Saison, fuhr sieben Siege ein und kassierte bei 14 eigenen Toren erst zwei Gegentreffer. Viel makelloser geht es kaum. „Wir haben gezeigt, dass wir gerade im Spiel gegen den Ball auch mit Spitzenmannschaften auf Augenhöhe agieren können“, spricht Trainer Tobias Cramer die in Sachen Gegentoren schadlos überstandenen Spiele gegen Meinerzhagen und Kaan-Marienborn an. „Insofern fahren wir entspannt zur nächsten Spitzenmannschaft und wollen auch aus Ostwestfalen was mitbringen.“

Im Gütersloher Heidewald gibt es für das Team nichts zu verlieren. Die zwei Siege zuletzt haben die Lücke in untere Tabellengefilde vergrößert und zudem gezeigt, dass die Mannschaft an ihren Aufgaben wächst. Das werden auch die Gütersloher realisiert haben und dem Auftritt der Siegener mit Respekt entgegen sehen. Bis auf Björn Jost, der sich wegen seiner Knieblessur in einer Rehabilitationsmaßnahme befindet und vorerst weiter ausfallen wird, sind alle zuletzt eingesetzten Kicker an Bord. Warten müssen die Sportfreunde noch auf Marcel Mosch, der ab Montag mit der Mannschaft trainieren wird. „Er wird nicht viele Einheiten benötigen, um seine Qualitäten zu zeigen“, ist Tobias Cramer überzeugt, dass er schon gegen Finnentrop/Bamenohl zum Kader gehören wird.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben