Fußball-Kreisliga B

Einwurf-Trick beschert VfB Banfe beim 3:2 den Derbysieg

Das frühe 1:0 für den VfB Banfe: Marvin Vahland entwischt den Spielern des SV Oberes Banfetal bei einem Konter und schließt zum 1:0 ins lange Eck ab. 

Das frühe 1:0 für den VfB Banfe: Marvin Vahland entwischt den Spielern des SV Oberes Banfetal bei einem Konter und schließt zum 1:0 ins lange Eck ab. 

Foto: Florian Runte

Wittgenstein.  Das 1:1 des FC Benfe gegen Aue-Wingeshausen wird von einer Verletzung überschattet. Schwierige Sitatution und kritische Töne beim SV Schameder.

In der Fußball-Kreisliga B2 hat der FC Benfe dem TSV Aue-Wingeshausen einen Punkt abgetrotzt. Mannschaft der Stunde bleibt aus Wittgensteiner Sicht aber der FC Ebenau.

SV Oberes Banfetal - VfB Banfe 2:3 (1:1). Mit gut 250 Zuschauern freute sich der SVO über eine prächtige Kulisse, nur das Ergebnis passte nicht. „Wir waren die spielbestimmende, die bessere Mannschaft. Aber was nützt es, wenn du Chancen nicht nutzt und den letzten Pass so häufig nicht an den Mann bringst“, haderte SVO-Trainer Marco Schiavone.

„Wir haben glücklich gewonnen“, fand auch Banfes Keeper André Becker, dessen Mannschaft die größere Cleverness bewies. Erstes Beispiel: Das 1:0, das Marvin Vahland nach öffnendem Pass von Moritz Wege und Zuspiel von Marvin Hoffmann per Konter gegen die Ex-Teamkollegen erzielte (13.). Zweites Beispiel: Das 2:1, das Tim Schmidt nach langen einem Einwurf von Oliver Trimbos erzielte. Der hatte einen kurzen Einwurf auf Alexander Klaus („Alex, kurz!“) signalisiert und damit zwei SVO-Verteidiger aus dem Zentrum gelockt, wo Schmidt blank war (64.).

Beim Tor, das „Kopfballungeheuer“ Alexander Klaus nach einer Ecke erzielte, war dann auch etwas Glück im Spiel (68.).Oberes Banfetal war die aktivere Mannschaft, hatte aber Mühe, sich wirklich klare Chancen herauszuspielen und kam durch einen ansatzlosen Distanzschuss von Lukas Lang zum 1:1 (35.). Bitter im Rückblick: Tim Schäfer hatte die Chance, per Elfmeter auf 2:1 für den SVO zu stellen, kam aber etwas in Rücklage und schoss übers Tor. Das 2:3 durch Malik Ramovic (81.) brachte dann nichts mehr ein.

FC Benfe – TSV Aue-Wingeshausen 1:1 (1:0). TSV-Trainer Torben Belz sprach von zwei verlorenen Punkten: „Wir waren die bessere Mannschaft, aber hatten nicht das nötige Quäntchen Glück.“ Sein Benfer Pendant Björn Küste bewertete das Remis „leistungsgerecht“, da sein Team im ersten Durchgang höher hätte führen können. Die Überlegenheit des TSV nach der Pause erkannte aber Küste an. Die Führung für den FCB besorgte Pascal Ernst, der vor TSV-Keeper Marcel Sonneborn cool blieb (35.).

Der Schlussmann verletzte sich aber kurz darauf schwer am Knöchel, so dass mit Michel Spies ein Feldspieler ins TSV-Tor musste – der aber fast beschäftigungslos blieb. Jens Sonneborn glich per Strafstoß nach Foul an Maximilian Schreiber vor den rund 150 Zuschauern aus (51.).

SV Grün-Weiß Eschenbach – TuS Diedenshausen 3:4 (2:1). In der Anfangsphase hatte Diedenshausen Glück, dass Eschenbach „nur“ mit 2:0 führte – das gab auch TuS-Trainer Björn Kleinwächter zu. Luca Maciejewski (6.) und ein Eigentor von Nils Dienst (21.) sorgten für die Führung. In der Folge wachte Diedenshausen auf und verkürzte durch einen trockenen Schuss von Thorsten Lückel (32.). Das Tor zum 3:1 von Toni Schäfer konterten die Gäste durch Marc Gaß (60.), Philipp Dienst (65.) und den eingewechselten Nils Homrighausen, der sehenswert per Lupfer traf (66.). Kleinwächter: „Wir haben nur die Anfangsphase verschlafen haben.“

FC Hilchenbach – SV Schameder 5:1 (3:0). Der SVS schlittert immer weiter in eine Krise hinein und ist nach dem fünften Ligaspiel in Folge ohne Sieg aktuell Tabellenvorletzter.

Ole Schmitt (37./45.) und Pascal Krömpel (39.) stellten kurz vor der Pause auf 3:0 – das bis dato ebenbürtige Schameder wurde mächtig überrumpelt. „Wir, darunter auch ich selber, machen zu viele individuelle Fehler“, gab sich Schameders Spielertrainer Kevin Knebel selbstkritisch. Nach der Pause verkürzte Moritz Braun im Nachschuss seines erst gehaltenen Elfmeters und hätte in der Folge mehr verdient gehabt. Doch der FCH entschied durch Tristan Juksaar (81.) und Julian Hille (90.) die Partie.

FC Ebenau – SpVg. Bürbach II 4:2 (1:0). Mit Weißtal II bleibt der Ebenau die Elf der Stunde – und weiter ungeschlagen. Gegen Bürbach II traf René Hausotte zur Führung (30.), die die Gäste durch Marcel Weber ausglichen (48.). Doch im direkten Gegenzug stellte David Limper, der später einen Tritt ins Gesicht abbekam und deshalb im Krankenhaus behandelt werden musste, den alten Abstand wieder her. „Da haben wir optimal auf das 1:1 reagiert“, so Ebenaus Daniel Spies. Dennis Schmidt (60.) und Spies (66.) erhöhten noch, bevor Weber (82.) für Bürbach verkürzte (80.).

SF Birkelbach II – 1. FC Dautenbach 2:1 (1:0). Die „bisher schlechtesten Leistung, wenn man das Benfe-Spiel ausklammert“, attestierte Birkelbachs Trainer Christof Hoffmann, der das Amt gemeinsam mit Markus Büdenbender ausübt, seiner Mannschaft. Dennoch sicherte sich die Birkelbacher Reserve den ersten Saisonsieg. Nach der Führung von Yannik Büdenbender (42.) glich Dautenbachs Christopher Hill (55.) per Elfmeter aus.

Rund zwanzig Minuten vor Schluss war es dann aber Jonah Stremmel, der nach Foul an Max Afflerbach ebenfalls per Strafstoß zum 2:1 traf. Birkelbachs Nikolaj Hoff sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (85.), am Ende brachten die Sportfreunde den Sieg aber über die Zeit. Hoffmann: „Wir mussten am Ende zittern und haben zu viel zugelassen. Wir waren heute unsortiert, aber die kämpferische Leistung war in Ordnung.“

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