Krombacher Kreispokal

Die Favoriten geben sich keine Blöße

 

 

Foto: Peter Kehrle

Siegen-Wittgenstein.   TuS Erndtebrück und VfL Bad Berleburg müssen in Setzen und Deuz mächtig zittern.

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Die Favoriten setzten sich allesamt in mehr oder weniger souveräner Manier durch. Mit Fortuna Freudenberg ist allerdings der Pokalverteidiger in der Neuauflage des Finals aus dem Mai ausgeschieden.

TSV Weißtal - Fortuna Freudenberg 3:2 (2:1). Weißtal gelang die Revanche für die Finalniederlage im Sommer. „Der Sieg ist verdient, da wir die Mehrzahl an klaren Torchancen hatten“, bilanzierte TSV-Spielertrainer Konstantin Volz. „Es war ein typischer Pokal-Fight, die Partie hätte auch anders herum ausgehen können“, kommentierte Fortuna-Coach Dirk Martin. Er nahm das Aus gelassen: „Wir wären gerne eine Runde weiter gekommen, aber bei unserem kleinen Kader ist jedes zusätzliche Spiel eine größere Belastung.“

Im Nieselregen erwischten die Weißtaler einen perfekten Start: Luca D’Aloia kam im Strafraum an den Ball, legte sich ihn zurecht und netzte ein (5.). Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Nach einem Fehlpass des Ex-Fortunen Steffen Heimel hatte Timo Molsberger freie Bahn. Der Ex-Weißtaler schlenzte die Kugel aus 20 Metern ins Eck (11.). Nachdem Molsberger nach einem Eckball drüber schoss (26.), fasste sich Lars Schardt auf der anderen Seite ein Herz und erzielte das 2:1 (29.). Jan-Michael Moses hätte kurz danach den Vorsprung ausbauen können, scheiterte aber an Keeper Jonas Büdenbender. Nach dem Wechsel verpasste D’Aloia zweifach die Vorentscheidung, ehe Molsberger erneut ausglich (70.). „Bei diesem Standard hätten wir besser verteidigen und vorher schon den Sack zu machen müssen“, so Volz. Nur 120 Sekunden danach markierte der zuvor glücklose D’Aloia das Siegtor. Freudenberg drängte am Schluss auf den Ausgleich, doch Weißtal zitterte das 3:2 ins Ziel.

TuS Deuz - VfL Bad Berleburg 3:5 (2:0). Der Bezirksligist ging verdient dank der Tore von Kapitän Jan Vitt (11.) und Thomas Gaumann (22.) in Führung und ließ vor dem eigenen Tor keine Chance des Landesligisten zu. „Ich musste in der Kabine etwas lauter werden“, erklärte VfL-Trainer Martin Uvira, dessen Worte Wirkung zeigten: Tarek Benyagoub per Kopf (48.) und Alexander Krowarz per Foulelfmeter (53.) sorgten für den Ausgleich. Im Zuge des 2:2 sah Deuz’ Michael Neuser wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte. In Überzahl traf erst Yannik Lückel zur Führung (58.), ehe Mike Brado per Strafstoß ausglich (65.). Doch Berleburg entschied die Partie durch Benyagoub (73.) und einem Deuzer Eigentor (76.) Mitte der zweiten Hälfte zum 5:3.

„Die Pausenführung von uns war verdient, danach zeigte sich die Qualität von Berleburg“, resümierte TuS-Trainer Alexander Müller.

VfB Banfe - SF Birkelbach 1:7 (1:3). Der Zwei-Klassen-Unterschied war auf dem Banfer Kunstrasen deutlich zu sehen: Von Beginn an dominierte der Bezirksligist und kam durch Tim Strack (6.), ein Eigentor (16.) und Ole Löcherbach (24.) zur 3:1-Pausenführung. Für Banfe erzielte Marvin Hoffmann (28.) das Tor. Nach der Pause machte Birkelbach alles klar: Arne Löcherbach (47.), erneut Strack (54./60.) sowie ein weiteres Eigentor des VfB stockten das Ergebnis auf 7:1 auf. Birkelbachs Sportlicher Leiter Christof Hoffmann sprach von einem „verdienten und ungefährdeten Sieg“.

SpVg Neunkirchen - SG Mudersbach/Brachbach 3:0 (1:0). Im Duell der A-Ligisten behielt der Tabellenführer Auf der Au verdientermaßen die Oberhand. Nik Joel Krumm legte in der 12. Minute die Führung der Gastgeber vor, die er fortan verwaltete. Nach einerStundewar es Robin Paul, der das Ergebnis auf 2:0 schraubte und praktisch für klare Verhältnisse sorgte. Mit dem 3:0 setzte Philip Siebel eine Viertelstunde vor dem Ende den Schlusspunkt.

SV Setzen - TuS Erndtebrück 2:4 (1:2). Keine Frage: Oberligist TuS Erndtebrück wusste auch im Achtelfinale des Fußball-Kreispokals seine momentane Schwächephase nur mit Mühe zu kaschieren. Beim Bezirksliga-Aufsteiger SV Setzen reichte es zum mühevollen 4:2 (2:1)-Erfolg, weil ein Mann im blauen Trikot der Wittgensteiner an diesem Mittwochabend mal einen Dreierpack raushaute. Haluk Arslan sorgte nicht nur für die 2:1-Halbzeitführung des TuS, er legte nach dem überraschenden Setzener Ausgleich kurz nach der Pause in der Schlussphase (84., 88.) auch die beiden Treffer nach, die letztlich den Unterschied ausmachten.

Beim TuS Erndtebrück blickt man jetzt mit Spannung auf den nächsten Mittwoch, wenn im Duell SG Hickengrund gegen Sportfreunde Siegen der Viertelfinal-Gegner ermittelt wird.

Auf dem Kunstrasen in Obersetzen ging es standesgemäß los. Lukas Rösch brachte den Oberligisten nach einer Viertelstunde in Führung. Ein Treffer, der den balltechnisch und läuferisch überlegenen Erndtebrückern nicht unbedingt in die Karten spielte. Denn man agierte zu umständlich, vor dem Tor zu unentschlossen und ermöglichte den kämpferisch starken Gastgebern den Ausgleich. Der frühere Weißtaler Bayram Bas­yigit traf für die Schützlinge von Trainer Jan Fünfsinn in der 36. Minute. Die Setzener schafften zwei Minuten nach Wiederbeginn erneut den Ausgleich durch Patrick Schmidt, der bis in die Schlussphase hinein die Spannung hoch hielt.

VfL Klafeld-Geisweid - SV Germania Salchendorf 0:5 (0:3). Der favorisierte Bezirksligist legte die Basis für den Einzug ins Viertelfinale bereits in der ersten Halbzeit und ging früh in Führung: Kapitän Max Bauer köpfte den aus halblinker Position getretenen Freistoß von Sven Houck aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Linie (6.). Der A-Ligist hielt die Partie trotzdem über weite Strecken offen und hatte seine erste Chance, als Germania-Torwart Marcel Stahl einen 20 m-Freistoß von Lars Treude stark zur Ecke lenkte (20.).

Dann begann die Zeit von Moritz Klass: Salchendorfs Offensivspieler traf erst per Flachschuss ins lange Eck, als er von den Klafeldern völlig unbeobachtet blieb (32.), schob den Ball eine Minute später am leeren Tor vorbei, um in der 40. Minute das 3:0 von Benedikt von Fugler, der aus zwei Metern nur noch den Fuß hinhalten musste, über die starke rechte Germania-Seite vorbereitete. Kurz zuvor hätte Klafelds Spielertrainer Steffen Öhm auf 1:2 verkürzen können, doch konnte er den kapitalen „Bock“ in der nicht immer sattelfesten Salchendorfer Abwehr nicht zum Anschlusstor nutzen (37.).

Je länger die zweite Halbzeit dauerte, desto mehr erlahmte der Widerstand des VfL Klafeld-Geisweid, hatte der Bezirksliga-Zweite leichtes Spiel. Mit zwei Toren empfahl sich der nach 55 Minuten eingewechselte Benjamin Thorbeck. Seine Tore in der 70. und 90. Minute bedeuteten den 5:0-Endstand für die Germanen.

Anadolu Spor Neunkirchen - 1. FC Türk Geisweid 1:4 (0:1). Der ambitionierte A-Ligist gab sich trotz ungewohnten Untergrunds auf dem Hartplatz Wiederstein keine Blöße. „Jetzt freuen wir uns auf den VfL Bad Berleburg“, sagte ein zufriedener Trainer Selimbey Öztürk. Sein Team ging nach zwölf Minuten durch den Torschützen vom Dienst, Pascal Jüngst, in Führung, stockte das Ergebnis aber erst nach dem Seitenwechsel zum 2:0 auf.

Habibi setzt den Schlusspunkt

Mit einem feinen Schuss ins rechte obere Eck erhöhte Dogukan Kaya. Mit seinem starken linken Fuß ließ Murat Secer wenige Minuten später das 3:0 folgen, ehe der C-Ligist zum (verdienten) Ehrentor kam. „Da haben wir den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekommen“, sagte Selimbey Öztürk. In Überzahl – ein Anadolu-Spieler musste den Platz nach gelb-roter Karte verlassen – gelang Redjep Habibi für die Siegener dann noch das 4:1.

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