Konsolen-Cup

Der Reiz der Fifa-Videospielreihe

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Andreas Jurzo gewinnt sein erstes Spiel im Konsolen-Cup gegen Steffen Arnold 4:2. Sein Team, Piemonte Calcio, ist eigentlich Juventus Turin. Lizenzrechtlich darf der Verein aber so nicht heißen in der Fifa-Reihe.P

Andreas Jurzo gewinnt sein erstes Spiel im Konsolen-Cup gegen Steffen Arnold 4:2. Sein Team, Piemonte Calcio, ist eigentlich Juventus Turin. Lizenzrechtlich darf der Verein aber so nicht heißen in der Fifa-Reihe.P

Foto: Privat

Siegen-Wittgenstein.  Seit Dienstag läuft der Konsolen-Cup dieser Zeitung. Zwei Spieler berichten über ihren Weg zur Fifa-Reihe.

Der Fußball ruht in den Spielklassen unterhalb der Regionalliga. Aber nicht der virtuelle Bereich. Seit Dienstag (Wir berichteten) läuft der 1. Konsolen-Cup dieser Zeitung. Mittlerweile ist der erste Spieltag absolviert (siehe Ergebnisse rechts).

Doch wie ist eigentlich die Leidenschaft zum „Zocken“ entstanden und wie sind sie zu diesem Turnier gekommen. Wir haben uns unter zwei Spielern aus der Gruppe B mal umgehört.

Andreas Jurzo

Den Namen Andreas Jurzo verbindet man in erster Linie sicherlich nicht mit dem Fußball. Doch der Turner der SKV hat über die vergangenen Jahre eine gewisse Leidenschaft für den Fußball an der Konsole entwickelt. „Eigentlich hat alles durch meinen Bruder angefangen. Der hat mich vor ein paar Jahren zum Zocken gebracht. So bin ich dann hängengeblieben und wollte auch besser sein als er“, sagt Andreas Jurzo schmunzelnd.

Eine Schulter-OP vor knapp zwei Jahren führte dann dazu, dass der Leistungsturner sich intensiver mit der Fifa-Reihe auseinander gesetzt hat: „Nach meiner OP konnte ich nicht viel machen und da habe ich viel Zeit mit Fifa verbracht. Ich denke, da habe ich mich dann auch zu einem ganz passablen Spieler entwickelt.“

Die meiste Zeit wird dabei in den Modus „Ultimate Team“ (siehe Infobox) gesteckt. „Das ist einfach der beste Modus in dem gesamten Spiel. Gerade am Wochenende wird dann sehr viel gespielt“, sagt Jurzo.

Seine erste Partie hat „Andy“ mit 4:2 gewonnen, war dabei aber unglaublich nervös: „Ich war wirklich richtig angespannt, denn auf einmal steht so ein Spiel ja viel mehr in der Öffentlichkeit, wenn es von der Presse begleitet wird. Wenn ich jetzt an das nächste Spiel denke, steigt die Anspannung auch schon wieder.“ Sein Ziel ist auf jeden Fall erstmal das Viertelfinale. „Danach ist alles möglich“, sagt Andreas Jurzo optimistisch.

Steffen Arnold

Steffen Arnold ist seit seiner frühen Kindheit ein Konsolenspieler, auch wenn der Weg zu Fifa erst später kam. „Ich habe seit der Playstation 3 eigentlich immer die neue Playstation. Ich bin auch einer der Glücklichen, der schon eine Playstation 5 ergattern konnte. Der Weg zu Fifa kam dann erst durch den Modus Ultimate Team. Vorher habe Pro Evolution Soccer (PES) gespielt“, sagt der Mittelfeldspieler des Fußball-Landesligisten VfL Bad Berleburg. Ähnlich wie bei Jurzo verschlingt die Videospielreihe viel Zeit: „In der aktuellen Zeit kann man ja eh nicht so viel machen, da geht schon die ein oder andere Stunde ins Land, eben vor allem für Ultimate Team.“

Sich selbst für Steffen Arnold als ballbesitzorientierten Spieler beschreiben: „Es gibt wie im realen Fußball auch natürlich verschiedene Taktiken. Ich versuche mich über lange Ballbesitzstaffetten durch zu kombinieren.“ In seiner ersten Partie hat das nur bedingt geklappt. Dort unterlag er nämlich Andreas Jurzo mit 2:4. „Er hat mich knallhart ausgekontert. Aber wir waren uns nach dem Spiel einig, dass wir zwei auf einem ähnlichen Niveau unterwegs sind“, sagt Steffen Arnold.

In seine nächste Partie geht er doppelt motiviert. Wie es die Auslosung ergeben hat, trifft er auf seinen guten Kumpel André Nowak, der er schon lange kennt. „André und ich haben früher zusammen gespielt und sind schon lang befreundet. Auch an der Konsole messen wir uns regelmäßig. Jetzt bei so einem Turnier auf ihn zu treffen, ist Extramotivation“, so Arnold.

Zukunft des E-Sports

Beide Spieler sind sich auf jeden Fall einig, dass dem E-Sport noch eine große Zukunft bevorsteht. „Viele Profivereine haben mittlerweile eine E-Sports-Abteilung. Der Bereich boomt seit einigen Jahren richtig“, sagen beide unisono. Tatsächlich gehen die Überlegungen mittlerweile so weit, dass E-Sports in Zukunft olympisch werden kann.

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