Fußball-Oberliga

Corona: Eine unwillkommene Pause für den TuS Erndtebrück

Erndtebrücks Lars Schardt, hier von seinem Gegenspieler der TSG Sprockhövel nur durch Halten zu bremsen, steht vor seinem ersten fußballfreien Sonntag seit August. Dafür steht ihm am Montag gemeinsam mit seinen Teamkollegen eine Laufeinheit bevor.

Erndtebrücks Lars Schardt, hier von seinem Gegenspieler der TSG Sprockhövel nur durch Halten zu bremsen, steht vor seinem ersten fußballfreien Sonntag seit August. Dafür steht ihm am Montag gemeinsam mit seinen Teamkollegen eine Laufeinheit bevor.

Foto: Carsten Loos

Erndtebrück.  Corona-Fall beim TuS Ennepetal sorgt für eine Spielabsage. Wie der TuS Erndtebrück nun plant und welches Strafmaß nach „Rot“ in Holzwickede droht

Der Fußball-Oberligist TuS Erndtebrück hat ein spielfreies Wochenende vor sich, ein allerdings ungeplantes. Das Gastspiel der Wittgensteiner am Sonntag beim TuS Ennepetal ist am Freitagmittag abgesagt worden – wegen eines Corona-Verdachts im Umfeld der Ennepetaler Mannschaft.

Der Coach vom „Pulverwald“ sieht seine Mannschaft nun vor dem Probleme, dass „wir in der Woche dahin fahren müssen“ zum Nachholspiel. Ohnehin befürchtet Trevisi, dass wegen der Corona-Pandemie weitere Spiele in der Oberliga abgesagt werden. Allein für Sonntag sind auch die Begegnungen zwischen Westfalia Rhynern und Viktoria Clarholz, zwischen Westfalia Herne und dem Holzwickeder SC sowie zwischen der SG Finnentrop/Bamenohl und der Hammer SpVg vom Spielplan gestrichen worden.

Eine Extra-Trainingseinheit am Sonntag statt des Auftritts in Ennepetal wird Trevisi seiner Mannschaft indes nicht verordnen. „Ein paar meiner Jungs sind überspielt nach den Englischen Wochen“, erklärt er. Das Team von der Eder hat bislang sieben Meisterschaftsspiele absolviert, hatte nur an einem Donnerstags-Spieltag regulär spielfrei, dazu seit Saisonbeginn zwei Kreispokalspiele aus dem Vorjahres-Wettbewerb, einschließlich des Endspiels gegen Germania Salchendorf (2:3), und zwei aus dem laufenden Wettbewerb.

Trainingsplan umgestellt

Trevisis neuer Plan: Gestern wollte er intensiver üben lassen als freitags sonst beim Abschlusstraining, Montag steht eine zusätzliche Laufeinheit auf dem Programm, und ab Dienstag beginnt das übliche Training mit Blick auf das dann kommende Spiel gegen Aufsteiger SpVgg Vreden (5.).

Am Mittwoch war Erndtebrück im Duell der beiden höchstklassigsten Wittgensteiner Mannschaften mit einem 2:0-Sieg beim Landesligisten VfL Bad Berleburg ins Achtelfinale des Kreispokals eingezogen. Trevisi sah dabei seine Mannschaft in der ersten Halbzeit schon wieder verbessert im Vergleich zur jüngsten 1:4-Niederlage gegen die TSG Sprockhövel.

„Katastrophale Fehler“, hatte er sich am Sonntag nach dem Abpfiff und seiner Equipe bescheinigt: „Unser Zweikampf-Verhalten hatte nichts mit Oberliga-Fußball zu tun.“ Der der dritte Niederlage in Folge war der TuS erstmals in die Abstiegszone gerutscht. In der zweiten Halbzeit am Stöppel habe die Konzentration zwar nachgelassen und seine Mannschaft habe Chancen des VfL zugelassen, aber „in den letzten zehn Minuten hatten wir wieder alles im Griff“. Allerdings, betonte Trevisi. Dass sein Team Mühe beim Landesligisten hatte, sieht er nicht allzu kritisch. „Pokal und Liga kann man nicht miteinander vergleichen“.

Brusch mit solidem Comeback

Benedikt Brusch stand nach zweieinhalbwöchiger Krankheits-Pause in Bad Berleburg wieder im Team. „Er ist immer total engagiert“, freute sich Trevisi nach dem Comeback des Biedenkopfers. Tim Schrage habe nach einem Haarriss am linken Fuß indes schon wieder „ein bisschen gelaufen“, sagt Trevisi, „aber noch mit Schmerzen“. Immerhin bringe die unverhoffte Pause am Sonntag Zeit für Brusch und Schrage, betont er: „Das kommt ihnen entgegen.“

Ahmad Ibrahim durfte trotz Rot-Sperre im Pokal mitmachen. Der Offensivmann profitiert bei seiner Drei-Spiele-Pause allerdings nicht von der Absage des Spiels in Ennepetal. Er steht daher frühestens zum Kreis-Derby gegen den 1. FC Kaan-Marienborn (8. November) wieder zur Verfügung.

Sperre oder Geldstrafe

Trevisi selbst hatte nach dem 0:4 in der vorletzten Woche in Holzwickede nach dem Abpfiff wegen einer Schiedsrichter-Beleidigung ebenfalls „Rot“ gesehen. Das Urteil dazu steht noch aus. Georg Schierholz (Lippstadt) der Vorsitzende des Sportgerichts des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen, hatte zu Wochenanfang eine Stellungnahme von Trevisi und Erndtebrück zu dem Vorfall angefordert. Die sei inzwischen rausgegangen, sagt der TuS-Trainer.

Das Strafmaß, so erklärte Schierholz, könne zwischen Geldstrafe und Spielsperre liegen. Bis zu dem Urteil darf Trevisi übrigens weiter an der Seitenlinie stehen.

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