Laufsport

Conny Wagener holt ihren dritten DM-Titel in diesem Jahr

Cornelia Conny Wagener (r.), gleichauf mit Christine Sachs, LG Mettenheim, bei den Deutschen Meisterschaften im 10-Kilometer-Straßenlauf in Bremen. In Essen wurde auf der Bahn gelaufen.

Cornelia Conny Wagener (r.), gleichauf mit Christine Sachs, LG Mettenheim, bei den Deutschen Meisterschaften im 10-Kilometer-Straßenlauf in Bremen. In Essen wurde auf der Bahn gelaufen.

Foto: Theo Kiefner

Essen.   Conny Wagener vom LC Eschenburg ist in der W60 derzeit das Maß der Dinge. In Essen „stürmt“ sie förmlich zum Sieg über 10.000 Meter.

Ausdauer-Ass Conny Wagener hat ihre tolle Form aus dem Frühjahr konserviert und sich am Wochenende ihren drittel Deutschen Meistertitel in der W60 in diesem Jahr gesichert. Nach den Siegen über 3000 Meter in der Halle und im Crosslauf – beide Anfang März – war die Fischelbacherin nun bei den Deutschen 10.000-Meter-Meisterschaften erfolgreich. Diese wurden am Samstag auf der Sportanlage „Am Hallo“ in Essen ausgetragen.

Es waren hochklassige Rennen: Bei den Männern blieben 19 (!) Läufer unter der Schallmauer von 30 Minuten, während zehn Frauen unter 35 Minuten ins Ziel kamen. Höhepunkt waren die 31:19,87 Minuten von Siegerin Alina Reh. Zum Vergleich: Damit lag sie nur fünf Sekunden hinter der Bestzeit der Siegerländerin Sabrina Mockenhaupt, 15 Jahre lang die deutsche Dominatorin über diese Distanz.

Windschatten ist ein Faktor

Hatte sich bei den Hauptläufen abends der Wind gelegt, so mussten die Senioren am Nachmittag mit heftigen Sturmböen kämpfen. „Es war schon sehr stürmisch, man wurde fast nach hinten gedrückt“, berichtete die Fischelbacherin Cornelia („Conny“) Wagener vom LC Eschenburg, die in der W60 in 43:21 Minuten satte 56 Sekunden vor der Zweitschnellsten, Gabriele Celette (Saarland) lag: „Aber das galt ja für alle. Im Windschatten konnte man vielleicht etwas mehr Kraft als sonst sparen, aber eine entscheidende Rolle hat der Wind nicht gespielt.“

Wagener heftete sich über viele Kilometer an die Fersen von Marion Peters-Karbstein (TuS Griesheim), die sie bereits von den Hessischen Meisterschaften im April kannte, und Monika Wüster (USC Mainz). „Bei Kilometer sieben wurden die mir zu schnell, aber ich bin gleichmäßig weitergelaufen und wusste ja auch, dass da in meiner Altersklasse keiner mehr an mich rankommt.“

Unterm Strich war Wagener elf Sekunden langsamer als vor zwei Monaten bei den „Hessischen“, aber immer noch deutlich flinker als vor Jahresfrist: „Der Wind und die vielen Überrundungen werden auch ein paar Sekunden gekostet haben.“

Vom TuS Deuz ging in der W50 Gabi Müller-Scherzant an den Start, die erst ihr zweites Rennen über die 25 Runden absolvierte und hinter Veronika Ulrich (TSG Ehingen) das Tempo bestimmte. 40:48 Minuten bedeuteten die Silbermedaille und die Siegerlandbestzeit in der W50. Stefan Brockfeld vom TuS Deuz wurde in der Altersklasse M50 Fünfter in 36:02 Minuten. Michael Kämpfer (LG Kindelsberg Kreuztal) holte in der M60 mit einer Zeit von 42:07 Minuten ebenfalls Rang 5.

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