Deutsche Meisterschaften

Berleburgerin Jessica Schreiber beendet Biathlonkarriere

Jessica Schreiber, Biathletin hängt ihre Skier an den Nagel.

Jessica Schreiber, Biathletin hängt ihre Skier an den Nagel.

Foto: Kevin Voigt

Bad Berleburg.  „Besonders nervös war ich nicht. Ich habe mich lange darauf eingestellt, dass dies mein letzter Wettkampf ist“, sagt die Sportlerin.

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Das letzte Mal „Alles geben“. Für Jessica Schreiber (VfL Bad Berleburg) fand am Wochenende die Deutsche Meisterschaft in Ruhpolding statt – und damit auch ihr letzter Wettkampf im Biathlon. Den Speziallanglauf ließ sie, aufgrund erneuter Schienbeinprobleme, am Freitag ausfallen. „Ich habe schon längere Zeit Schmerzen in den Schienbeinen. Daher wollte ich meine Kräfte für den Massenstart und die Staffel sparen“, so die 18-Jährige. Am Samstag gab es eine Strecke von 12,5 Kilometern zu bewältigen. Der Start erfolgte zeitgleich, mit allen Teilnehmern ihrer Klasse. Mit sechs Fehlern bei vier Schießeinheiten erreichte Jessica nur den 33. Platz.

Reine WSV-Staffel

Am Sonntag stand dann die Staffel an. „Endlich mal wieder eine reine WSV-Staffel, die auch gewertet wird“, freute sich Maren Hammerschmidt. Denn Jessica hatte das große Glück, gemeinsam mit ihrer Teamkollegin Jana Fiedler (SK Winterberg) und Weltcupstar Hammerschmidt (SK Winterberg) eine Staffel zu laufen. Das krönte Jessicas Abschied ein Stück mehr. Hammerschmidt begann mit dem Start und übergab als vierte an Jana Fiedler. Diese konnte den Vorsprung zwar nicht ganz halten, hielt aber die Position gut im Mittelfeld. Schlussläuferin und damit Absolventin ihrer letzten Wettkampfkilometer war Schreiber. „Leider musste ich nach dem Stehendschießen in die Strafrunde. Aber ich habe dann nochmal versucht alles herauszuholen. Ich habe meine letzte Runde genossen. Im Zieleinlauf warteten dann meine Teamkollegin, mein Freund, und meine Familie die mich herzlich empfingen“, erzählt die Sportlerin.

Solider achter Platz

Am Ende erreichte die Staffel des WSV einen soliden 8. Platz, mit dem sich jede der jungen Frauen gerne zufrieden gab. „Besonders nervös war ich nicht. Aber auch nach dem Rennen war ich nicht überwältigt von meinen Emotionen. Ich habe mich lange darauf eingestellt, dass dies mein letzter Wettkampf ist“, sagte die 18-Jährige. „Insgesamt war es ein super Wochenende mit krönendem Abschluss für mich.“

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