Siegerländer KV

Andreas Jurzo muss an der Schulter operiert werden

Andreas Jurzo muss an der Schulter operiert werden.

Andreas Jurzo muss an der Schulter operiert werden.

Foto: sone

Der 21-Jährige fällt damit für mehrere Monate aus und steht der SKV für den zweiten Liga-Abschnitt nicht zur Verfügung.

Dreis-Tiefenbach. Schlechte Nachricht für den Kunstturn-Bundesligisten Siegerländer KV und Turner Andreas Jurzo. Der 21-jährige Geisweider Boden- und Sprungspezialist muss an der Schulter operiert werden und fällt für den Rest der Saison 2019 aus. Dabei war das bisherige Jahr so gut für den derzeit jüngsten SKV-Turner gelaufen, der nach einem Intermezzo bei den Geisweider Fußballern im Jahr 2015 wieder Gefallen am Turnen gefunden hatte und gleich wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg in die 1. Bundesliga sammelte.

Im Juni erreichte er bei den NRW-Meisterschaften mit 77,05 Punkten im Mehrkampf und Platz drei sein bisher bestes Resultat im Seniorenbereich und qualifizierte sich souverän für die Deutschen Meisterschaften im August in Berlin. Dort lief allerdings nicht alles nach seinem Wunsch – vor allem am Sprung war er nicht zufrieden, hatte er doch im Vorjahr an diesem Gerät das Einzelfinale erreicht und gute Aussichten angesichts seiner Sprungstärke, dieses Ergebnis 2019 noch einmal zu toppen. Leider stürzte er bei seinem zweiten Sprung – für seinen Standardsprung, den er auch in der Bundesliga zeigt, hatte er eine der höchsten Wertungen des Qualifikationsturnens erreicht. Im Nachhinein gesehen nicht so überraschend, konnte er doch schon den Wettkampf in Berlin nur mit großen Schulterschmerzen durchstehen. Diese besserten sich in den darauffolgenden Wochen nicht. Die Diagnose von SKV-Mannschaftsarzt, Falk Uhlig, Chirurg und Sportmediziner in Siegen: Im rechten Schulterblatt gibt es einen Einriss an der Stelle, an der die Bizepssehne angewachsen ist, der ohne operativen Eingriff nicht verheilen und dauerhaft so starke Schmerzen bereiten wird, dass an Kunstturnen nicht zu denken ist. Am Freitag wird Andreas Jurzo in der St. Anna-Klinik in Duisburg operiert. Wenn alles nach Plan verläuft, wird ihm Uhlig ein entsprechendes Aufbautraining verordnen und ab Januar 2020 kann Andreas Jurzo dann auch wieder an die Geräte gehen.

„Es ist vorrangig, dass Andreas sich diesem Eingriff unterzieht, so dass er in absehbarer Zeit wieder voll belastbar sein wird. Er braucht wegen seines athletischen Turnstils einen absolut belastbaren Körper. Für die Planung der zweiten Saisonhälfte ist das ein Rückschlag, gehen uns langsam die gesunden Springer aus. Vielleicht müssen wir uns auch noch einmal verstärken“, so SKV-Präsident Reimund Spies.

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