Fußball-Oberliga

Alfonso Rubio Doblas fordert: Enge Räume im Heidewaldstadion

Strippenzieher als Sechser: Zu Mehdi Reicherts (Mitte) besonderen Fähigkeiten gehören die Balleroberung und Ballverteilung im zentralen Mittelfeld. Zudem kennt der 22-Jährige den kommenden Gegner FC Gütersloh aus der vergangenen Saison in der Oberliga

Strippenzieher als Sechser: Zu Mehdi Reicherts (Mitte) besonderen Fähigkeiten gehören die Balleroberung und Ballverteilung im zentralen Mittelfeld. Zudem kennt der 22-Jährige den kommenden Gegner FC Gütersloh aus der vergangenen Saison in der Oberliga

Foto: Hans Peter Kehrle

Erndtebrück.  Nach der Freude über den ersten Sieg liegt der Fokus des TuS Erndtebrück auf dem Gastspiel beim FC Gütersloh. Defensive bedarf einer Steigerung

Die ganz große Freude über den 4:3-Erfolg gegen den ASC Dortmund hielt am Erndtebrücker Pulverwald exakt bis zum Start der neuen Woche an – dann lag der Fokus schon wieder auf der kommenden Auswärtspartie in der Fußball-Oberliga gegen den FC Gütersloh (15 Uhr, Heidewaldstadion).

„Uns bleibt nichts anderes übrig“, erklärt Rubio Doblas sachlich und fügt an: „Natürlich war die Erleichterung über den Sieg sehr groß, aber ein Fakt ist auch, dass wir am fünften Spieltag mit drei Punkten Drittletzter sind und die meisten Gegentore auf dem Konto haben. Deshalb müssen wir nachlegen.“

Podehl nutzt Freiraum eiskalt aus

Besonders die Problemzone in der Defensive gilt es in den kommenden Wochen zu verbessern. Der FC Gütersloh glänzte bisher mit sieben Treffern in fünf Spielen zwar nicht mit einer aufsehenerregenden Offensive, doch auch der ASC Dortmund hatte vor dem Duell mit Erndtebrück „nur“ sechs Treffer auf dem Konto. Natürlich gingen die Gegentore am vergangenen Sonntag auch aus der Qualität von Dortmunds Maximilian Podehl hervor, doch bot die Erndtebrücker Defensive dem Stürmer auch dankbare Räume an: Bei zwischenzeitlichen 1:2 agierte erst Taira Tomita zu zögerlich, ehe Tatsuya Yamazaki nicht mit seinem Gegenspieler mitlief, der letztlich den Pass auf Podehl spielte. Das 2:3 resultierte aus einem Einwurf des Gegners auf Höhe des Sechzehners. Obwohl der TuS mit acht zu vier Spielern in der Überzahl war, kombinierte sich der ASC durch das Getümmel. Selbe Situation beim 3:3-Ausgleich, als die Sechser um Tomita und Harluk Arslan trotz der Führung eine schlechte Staffelung aufwiesen, so dass Podehl ohne Druck „von hinten“ den Ball annehmen, Innenverteidiger Covic täuschen und abschließen konnte.

Drei Situationen, in denen die Raumorganisation nicht stimmt, wurden eiskalt bestraft: „Wir müssen in dieser Hinsicht die Räume noch enger halten und im Kollektiv aggressiver verteidigen“, fordert Rubio Doblas für Sonntag. Für diese Rolle könnte Mehdi Reichert prädestiniert sein, der nach seinem auskurierten grippalen Infekt zurück in die Mannschaft drängt: Mit seiner Passsicherheit könnte der zentrale Mittelfeldspieler in hektischen Phase ein Spiel beruhigen, um eben jene unsortierten Staffelungen im Mittelfeld zu verhindern. Äußerst positiv gestaltete sich dagegen das Offensivspiel, welches natürlich besonders von Manfredas Ruzgis geprägt war.

Beeindruckende Ruzgis-Quote

Der Sturmhüne lieferte gegen Dortmund nicht nur zwei Treffer ab, sondern lebte jene Forderung des Trainers bezüglich der Einstellung vor. „Manni ist sehr ehrgeizig und ein guter Fußballer, der enorm wichtig für uns ist. Dennoch darf man nicht vergessen, dass er noch sehr jung ist“, erläutert der gebürtige Siegener über seinen 22-jährigen Schützling, der zu Beginn der Zusammenarbeit noch unzufrieden gewesen sei. Dass es aufwärts geht, belegen auch die Zahlen: Schoss Ruzgis in der vergangenen Saison in 24 Spielen sechs Treffer, knipste der Litauer in der aktuellen Spielrunde in fünf Spielen bereits viermal.

Dass den TuS am morgigen Sonntag ein angeschlagener Gegner im Hexenkessel Heidewaldstadion erwartet, glaubt Rubio Doblas trotz des unerwarteten Aus im Westfalenpokal gegen den Westfalenligisten SC Neheim unter der Woche (2:3) nicht. „Gütersloh hat eine eingespielte Mannschaft, um die nach der starken Rückrunde Euphorie herrscht. Wir werden wieder alles investieren müssen.“

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