Albert Kühn † Ein Großer des Fußballs

Eschenbach.   Im Alter von 78 Jahren ist ein Großer gegangen. Obwohl eher klein gewachsen, ist der Eschenbacher Albert Kühn zu einem Markenzeichen des Siegerländer Fußballs geworden. In der vergangenen Woche starb er im Kreise seiner Familie.

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Im Alter von 78 Jahren ist ein Großer gegangen. Obwohl eher klein gewachsen, ist der Eschenbacher Albert Kühn zu einem Markenzeichen des Siegerländer Fußballs geworden. In der vergangenen Woche starb er im Kreise seiner Familie.

Das Fußball-ABC hat Albert Kühn in seinem Heimatdorf Eschenbach von der Pieke auf erlernt. Bereits mit 14 stand er als kleinster Spieler in der zweiten Mannschaft der „Grün-Weißen“. Bei einem Meisterschaftsspiel der Reserve der Sportfreunde Siegen gegen GW Eschenbach fiel der „Kurze“ im grün-weißen Dress dem damaligen Siegener Trainer Jean Paffrath auf.

Damit war natürlich der Wechsel Albert Kühns im Jahre 1957 zu den Sportfreunden vorgezeichnet. Mit den Siegenern stieg er in die damalige 2. Liga West auf und belegte in der Spielzeit 1961/1962 den achten Tabellenplatz. Albert Kühn erzielte dabei in 29 Spielen sechs Tore.

1963 in der Regionalliga

Mit dem ehemaligen A-Nationalspieler Herbert Schäfer als Trainer und Mittelstürmer Albert Kühn gingen die Sportfreunde mit einem 1:1-Unentschieden gegen die SpVg Herten am 4. August 1963 in das Debutjahr der frisch aus der Taufe gehobenen Regionalliga West.

Aber schon am letzten Spieltag der Saison, dem 10. Mai 1964, verabschiedeten sich die Sportfreunde Siegen und ihr Torjäger Albert Kühn, erneut mit einem 1:1-Unentschieden, im Leimbachstadion gegen Borussia Mönchengladbach aus dieser Klasse.

Der spätere Bundestrainer Helmut Schön hatte den schussgewaltigen Eschenbacher bereits im Jahre 1962 für die beiden Amateur-Länderspiele gegen Italien und Frankreich als Mittelstürmer nominiert. Beim 3:3 gegen die Franzosen war quirlige Albert Kühn sogar unter den Torschützen.

Mit der Westfalenauswahl gewann Albert Kühn 1962 durch einen 1:0-Endspielsieg über den Mittelrhein im heimischen Leimbachstadion die DFB-Pokaltrophäe.

650 Spiele für die Sportfreunde

Die Sportfreunde ehrten 1969 ihren langjährigen Mannschaftskapitän für sein 500. Spiel im Siegener Trikot. Insgesamt bestritt Albert Kühn im Dress der Sportfreunde Siegen in der Zeit von 1957 bis 1970 650 Spiele. Für seine Leistungen verlieh ihm der DFB die goldene Ehrenplakette, damals die höchste Auszeichnung für Fußballspieler nach dem Silbernen Lorbeerblatt.

Der Siegerländer Fußball trauert um Albert Kühn, um den es in den vergangenen Jahren ruhig geworden war. Eine schwere Krankheit zeichnete den langjährigen Sportsmann, der in der Erinnerung seiner Fußball-Kollegen aber immer seinen Platz haben wird.

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