Fußball-Landesliga

Ahmad Ibrahim: Erst geschmort, dann gezaubert

(Archivfoto) Ahmad Ibrahim freut sich über ein Tor für den VfL Bad Berleburg.

(Archivfoto) Ahmad Ibrahim freut sich über ein Tor für den VfL Bad Berleburg.

Foto: Florian Runte

Bad Berleburg.  Ahmad Ibrahim sitzt beim 6:1 des VfL Bad Berleburg gegen den VSV Wenden erst auf der Bank, steuert dann aber drei Tore und eine Vorlage bei.

Der VfL Bad Berleburg hat seinen Aufwärtstrend bestätigt und in der Fußball-Landesliga 2 einen 6:1-Heimsieg über den VSV Wenden gefeiert. Der Schlüssel zum zweiten Saisonsieg war ein Kniff von Trainer Martin Uvira in der Mitte der zweiten Hälfte.

Beim Spielstand von 2:1 für die Hausherren dominierten die Gäste vom „Nocken“ das Spielgeschehen und waren kurz davor den Ausgleich zu erzielen. Als VSV-Stürmer Andre Schilamow knapp mit einem Kopfball scheiterte, reichte es Uvira. Der bis dato fehlerlose Startelfdebütant Hannes Schneider machte Platz für Ahmad Ibrahim, was dem VfL nochmal mehr Konterstärke verleihen sollte.

Der Plan ging auf: Ibrahim benötigte acht Minuten und die Gegenwehr des VSV Wenden fiel in sich zusammen: Erst schloss der VfL-Stürmer einen Konter aus kurzer Distanz ab (67.), dann fand sein abgefälschter Schuss den Weg ins Tor (68.), ehe er beim 5:1 seine Klasse zeigte und mit einem Lupfer den VSV-Keeper Michel Eick-Barghorn überwand (75.). Das 6:1 erzielte noch Benyagoub mit einem Schuss in den Winkel – nach Vorarbeit von Ibrahim. Doch warum saß Ibrahim überhaupt auf der Bank?

Gute erste Hälfte mit einer Ausnahme

„Er war eigentlich fit, aber ich habe das so entschieden, dass er erstmal draußen bleibt“, wollte Uvira nicht großartig auf die Gründe eingehen und betonte zugleich: „Die Startelf hat ihre Sache aber im ersten Durchgang gut gemacht, nur nach der Pause war ich kurz unzufrieden.“

Vor dem Pausenpfiff beschränkte sich der VfL Bad Berleburg fast ausschließlich auf die Defensive – mit Ausnahme von zwei Situationen. Die erste schloss Benedikt Schneider nach Vorarbeit von Kai Dengler überlegt zur 1:0-Führung ab (26.), ehe Christopher Geisler einen Querpass von Tarek Benyagoub verwertete (41.). Die spätere Drangphase der Gäste wurde allerdings noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch Marco Bäumers 1:2 (45.) eingeleitet – nach einer unnötigen Ecke. „Das hatte ich schon vor dem Eckball geahnt“, so Uvira, der jedoch am Ende zufrieden war: „Dieser hohe Sieg tut uns richtig gut.“

VfL Bad Berleburg: Badura – Krowarz, Uvira, Linde, Birkelbach – Benyagoub, Geisler, Ha. Schneider (57. Ibrahim), Dengler (81. Erdem) – B. Schneider, Lückel (73. Dörnbach).

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