Neuzugang am Pulverwald

Admir Terzic ein Neu-Erndtebrücker

Admir Terzic

Foto: Zeitmomente

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Erndtebrück.   Innenverteidiger Admir Terzic verstärkt in der Rückrunde den Regionalligisten TuS Erndtebrück.

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Auf der Suche nach einem neuen Innenverteidiger, der die frei gewordene Stelle des abgewanderten Alexandros Tanidis einnimmt, ist Fußball-Regionalligist TuS Erndtebrück fündig geworden. Der 25-jährige Admir Terzic, im vergangenen halben Jahr für den Niederrhein-Oberligisten TuRu Düsseldorf am Ball, wechselt an den Pulverwald und nimmt am 8. Januar unter Coach Florian Schnorrenberg das Training im Wittgensteiner Land auf.

Schnorrenberg, der um die wechselvolle Laufbahn des früheren U17-Nationalspielers von Alemannia Aachen weiß, geht davon aus, dass der Linksfuß in seinem Team einen Neuanfang schaffen wird. „Vor allem in Sachen Spieleröffnung erhoffe ich mir vom technisch versierten Terzic eine ganze Menge“, so Schnorrenberg.

Über der Karriere von Adnan Terzic hat nicht immer die Sonne geschienen. Mit großen Ambitionen und durchaus berechtigter Zielsetzung in Sachen Profifußball war der geborene Alsdorfer von der Alemannia in die U19-Bundesliga-Mannschaft von Borussia Dortmund gewechselt. Dort lief er als Kapitän gemeinsam mit Weltmeister Mario Götze auf und war auf dem besten Wege, ihm in den Bundesliga-Kader von Jürgen Klopp zu folgen.

Ein schwerer Schicksalsschlag, der eine längere Therapie nach sich zog, verbaute dem damals 19-Jährigen aber den Traum einer Profi-Karriere im schwarz-gelben Dress. Sein unter Depressionen leidender Vater nahm sich das Leben. „Ein unheimlicher Verlust für mich und meine drei Geschwister, wenn in so jungen Jahren plötzlich der Vater nicht mehr da ist“, so Terzic.

Ein halbes Jahr konnte der Defensivspieler gar nicht mehr an Fußball denken. „,In dieser wichtigen Phase, dem Übergang vom Jugend- in den Seniorenfußball, habe ich sehr viel verpasst.“

In der U23 des BVB hat er dann den Neuanfang gesucht, stieg gemeinsam mit dem späteren Profi Erik Durm aus der Regionalliga in die 3. Liga auf und kam hier zu zehn Einsätzen. Die nicht zustande gekommene Rückkehr zur damals insolventen Aachener Alemannia war ein weiterer Rückschritt, ehe im Winter 2014 mit dem SV Lippstadt ein Regionalligist bei ihm anklopft. Aber 58 eingesetzte Spielminuten beweisen, dass auch hier keine Zukunft unter dem später zum BVB gewechselten Trainer Daniel Farke für Admir Terzic existiert. Er landete schließlich heimatnah beim Landesligisten Sportfreunde Düren, wo man ihm mit der Ausbildung zum Immobilienkaufmann eine berufliche Perspektive bot. Borussia Freialdenhoven und TuRu Düsseldorf waren anschließend die nächsten Stationen.

Und nun also Erndtebrück - immerhin wieder Regionalliga. „Wir wissen, was er kann und glauben, dass er seine Chance nutzt“, so Florian Schnorrenberg, der zwei weitere „Baustellen“ in seinem Kader bis zum Trainingsstart reparieren möchte,

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