Nach dem Bezirksliga-Aufstieg

1. FC Türk Geisweid: Punktuelle Verstärkungen geplant

Nach dem Sieg in Fleckenberg spielt der 1. FC Türk Geisweid in der neuen Saison in der Bezirksliga.

Nach dem Sieg in Fleckenberg spielt der 1. FC Türk Geisweid in der neuen Saison in der Bezirksliga.

Foto: Lutz Großmann

Geisweid.  Die Siegerland-Fraktion in der Bezirksliga 5 wird in der nächsten Saison acht Mannschaften stark sein, eine weniger als in der letzten Spielzeit.

Die Siegerland-Fraktion in der Fußball-Bezirksliga 5 wird in der nächsten Saison immerhin acht Mannschaften stark sein, eine weniger als in der vergangenen Spielzeit. Den Dreifachabstieg – SV Setzen, SG Hickengrund, TuS Deuz – kompensierten der Direktaufsteiger SpVg. Neunkirchen und über den Relegationsweg der 1. FC Türk Geisweid zu zwei Dritteln.

Sieben Neuzugänge sollen kommen

Der Durchmarsch des 1. FC Türk Geisweid von der Kreisliga B in die Bezirksliga kann getrost als faustdicke Überraschung gesehen werden. Selbst der 1979 gegründete Verein hatte dies (noch) nicht auf seiner Agenda. „Wir wollten nach dem Aufstieg in die Kreisliga A einen sicheren Mittelfeldplatz erreichen. Ich glaube, viele hatten uns nicht im Visier, aber ich habe immer an die Mannschaft geglaubt“, so Spielertrainer Selimbey Öztürk nach dem 3:1-Sieg am Samstag im zweiten und entscheidenden Relegationsspiel beim FC Fleckenberg/Grafschaft. Doch jetzt das. Plötzlich Bezirksligist. Plötzlich Derbys gegen Weißtal, Freudenberg oder Niederschelden. Plötzlich raus aus der Nische.

Entsprechend euphorisch feierten Mannschaft und ein Teil der Fans bis weit in den Montag hinein dieses Fußball-Wunder, zogen am Sonntag mit dem „Hübbelbummler“ durch die Stadt, kehrten hier ein, wurden dort eingeladen. Glückwünsche gab es von allen Seiten, insbesondere vom TuS Alchen, der durch den Geisweider Aufstieg in der Kreisliga A bleibt, und dem TSV Aue-Wingeshausen, der in die B-Liga aufsteigt.

Nach Abschluss des Feier-Marathons richtet sich der Blick der Verantwortlichen aber schon auf die erste Bezirksliga-Saison der Vereinsgeschichte. Welche Mannschaft steht zur Verfügung, um nicht den selben Weg des SV Setzen zu nehmen, der es als Vize-Meister 2017/2018 auch über die Relegation in die Bezirksliga schaffte, aber gleich wieder runter musste? Wo sind Verstärkungen nötig? Wo werden die Heimspiele ausgetragen? Klar ist, dass die Aufstiegsmannschaft so gut wie komplett bleibt, damit auch das funktionierende Gefüge erhalten bleibt. Für Selimbey Öztürk geht aber kein Weg daran vorbei, den Kader sowohl in der Breite, als auch in der Tiefe zu verstärken. Zeitnah will der Verein bis zu sieben Neuzugänge für alle Mannschaftsteile, vor allem aber für die Defensive, präsentieren und damit den Kader auf 20 bis 21 Spieler erweitern. „In der Bezirksliga wird viel über die Physis gehen. Darauf müssen wir uns einstellen. wir gehen die Sache nämlich naiv, sondern sehr ernsthaft an“, sagt Selimbey Öztürk, der sich aber dann nicht mehr zu den Spielern zählen wird: „Ich habe vorher gesagt, dass ich als Spielertrainer nicht mehr zur Verfügung stehe.“ Der 41-Jährige, Abwehrchef des Aufsteigers, wird sich auf die Rolle als Trainer konzentrieren. Ihm soll alsbald ein Co-Trainer zur Seite gestellt werden.

Kein Wechsel ins Hofbachstadion

Ein Standortwechsel für die Heimspiele ist mit dem Sprung auf die nächste höhere Ebene nicht verbunden. „Auf dem Platz in Buchen fühlen wir uns sehr wohl. Er ist für viele ein Wohnzimmer geworden. Und der Kunstrasen ist ja auch sehr gut“, erteilt Selimbey Öztürk allen Spekulationen, die Heimspiele eventuell im Klafelder Hofbachstadion auszutragen, eine Absage: „Nein, Buchen bleibt für die nächsten Jahre unser sportliches Zuhause.“

Ende Juni/Anfang Juli – einen genauen Termin gibt es noch nicht – bittet Selimbey Öztürk zur ersten Trainingseinheit. Dann beginnt es endgültig, das „Abenteuer Bezirksliga“ für den kleinen 1. FC Türk Geisweid. der in diesen Tagen für so viele große Schlagzeilen gesorgt hat.

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