Ironman auf Hawaii

Timo Schaffeld: „Ich war in der Form meines Lebens“

Man sieht’s: Timo Schaffeld muss beim Ironman Hawaii im abschließenden Lauf schwer mit sich kämpfen. Sein Fan-Club (links, rote Shirts) gibt auch alles.

Man sieht’s: Timo Schaffeld muss beim Ironman Hawaii im abschließenden Lauf schwer mit sich kämpfen. Sein Fan-Club (links, rote Shirts) gibt auch alles.

Foto: Foto: Nina Schaffeld

Oberhausen.  Er verfehlte sein Ziel beim Ironman auf Hawaii um Längen. Aber Timo Schaffeld wäre nicht Schaffeld, wenn er nicht nach vorn schauen würde.

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Eine knappe Woche ist vergangen, seit Timo Schaffeld beim Ironman auf Hawaii ein für ihn ganz schlechtes Resultat erzielte. Ein paar Tage hat er gebraucht, um das zu verdauen, macht Urlaub mit der Familie in Honolulu, um auch die anderen hawaiianischen Inseln kennen zu lernen. Jetzt hat er sich in der Redaktion gemeldet, schildert seine Eindrücken und schickte Fotos. Hier sein Bericht im Wortlaut:

„Nachdem ich erstmal ein paar Tage für mich brauchte, ist die erste Enttäuschung überwunden. Direkt nach dem Rennen haben mir die Worte gefehlt. Es tut mir leid, dass es nicht das Rennen geworden ist, das ich versprochen habe. Ich weiß, dass jeder und ich selbst auch viel von mir erwartet habe.

Zunächst lief alles nach Plan

Im Schwimmen lief alles nach Plan. Ich kam super in den Flow und konnte genau mein Tempo schwimmen. Die erste Wechselzone habe ich wieder im Sprint hinter mir gelassen und auf dem Rad habe ich für 100 Kilometer alles richtig gemacht. Ich bin das Rennen von vorne weg aggressiv gefahren und habe Gruppe für Gruppe aufgeholt.

Im Anstieg nach Hawi habe ich die größten Konkurrenten in meiner Altersklasse stehen lassen und hätte das Dingen so nach Hausen bringen können. In der Abfahrt hat mich eine Windböe erwischt und beide Oberschenkel haben kurz verkrampft. Bis es dann wieder ging, hat leider gedauert.

Die Bedingungen waren wieder da, um am Streckenrekord und meiner Bestzeit zu kratzen. Na ja, hat nicht sein sollen.

Die 42,2 Kilometer Laufen waren dann einfach zu viel. Von Kilometer 3 an habe ich mit Krämpfen gekämpft, ab Kilometer zehn bin ich dann immer wieder stehen geblieben, lag mit Krämpfen am Boden und bin dann weiter gegangen.

Die letzten zehn Kilometer hat mich dann Sascha noch mal motiviert, mit ihm zu Ende zu laufen.

Auch vier Tage nach dem Rennen bin ich noch so enttäuscht und kann mir das alles nicht erklären. Ich war in der Form meines Lebens, die Werte waren besser als je zuvor. Das Rad ist viel schneller als letztes Jahr und der Support war Wahnsinn.

Ziel: Nochmals Weltmeister auf Hawaii

Vielleicht war der Druck auch einfach zu groß und ich habe den Kopf nicht genug frei gehabt.

Für mich wird es bestimmt nicht das letzte Mal hier gewesen und ich weiß, dass ich es auch noch mal schaffen werde, als Weltmeister nach Hause zu fliegen.

Im kommenden Jahr wird es mich wohl nicht hierher verschlagen. Ich werde beim Ironman 70.3 auf Mallorca um den Gesamtsieg kämpfen, beim Ironman 70.3 im Kraichgau dann um die Quali für die Weltmeisterschaft in Neuseeland. Und natürlich beim neuen Ironman in Duisburg, damit möglichst viele die Chance bekommen, mich mal in Aktion zu sehen. Auch die Deutschen Meisterschaften, die 2020 in Roth stattfinden, stehen auf meiner Liste.

Also: Ich werden das kommende Jahr wieder auf Titeljagd gehen.“

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