Handball

Stadtmeisterschaften verliefen nicht im Sinne des Erfinders

Das Spiel zwischen dem Turnerbund Oberhausen und HC75 Sterkrade fand ein vorzeitiges Ende.

Das Spiel zwischen dem Turnerbund Oberhausen und HC75 Sterkrade fand ein vorzeitiges Ende.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Die HSG RW O TV verteidigt erfolgreich ihren Titel bei den Handball-Stadtmeisterschaften. Vorzeitiger Spielabbruch bei TBO gegen HC Sterkrade 75.

Die Handball-Stadtmeisterschaften am vergangenen Samstag in den beiden Sporthallen der Gesamtschule Osterfeld waren nicht unbedingt im Sinne des Erfinders. Die ausrichtende Fachschaft um Ressortleiter Alfred „Ali“ Brandt musste aufgrund einiger kurzfristiger Absagen ärgerlicherweise umdisponieren. Dazu sorgte der vorzeitige Abbruch eines hiesigen Landesligisten allenthalben für Kopfschütteln. Bei den Männern konnte Verbandsligist HSG RW O TV seinen Titel erfolgreich verteidigen.

Das Turnier beziehungsweise die einzige vorgesehene Partie bei den Damen zwischen dem TV Biefang und dem Turnerbund Oberhausen konnte gar nicht erst stattfinden, weil der TVB am Donnerstagabend Brandt informierte, aus Personalmangel keine Mannschaft stellen zu können.

Spärliche Zuschauerresonanz

Das mutet schon etwas seltsam an. Schließlich sind gerade die Biefangerinnen im Frauenbereich mit drei Teams sehr gut aufgestellt. Bei den Herren blieb der TuS 87/97 Alstaden wegen zahlreicher Ausfälle ebenfalls fern. „Natürlich ist der Findungsprozess hinsichtlich einer Fortführung längst in Gang gesetzt. Die Wertigkeit der Stadtmeisterschaften wird bei den einzelnen Vereinen offenbar ziemlich unterschiedlich bemessen“, informierte Brandt schon ein wenig enttäuscht. Gleiches ließ sich auch auf die äußerst spärliche Zuschauerresonanz projizieren.

Nach der Eröffnung durch den Stadtsportbundpräsidenten Manfred Gregorius ging’s auf der Platte nach Ansicht von Brandt durchweg spannend und auch fair zu. Das sah der Turnerbund Oberhausen in seiner zweiten Partie gegen den HC Sterkrade 75 nicht ganz so.

„Für viele in der Halle war dieser Schritt überhaupt nicht nachvollziehbar“

Einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen, eine aufgeheizte und ruppige Atmosphäre auf dem Spielfeld ermunterten Tim Kullmann, seine Jungs vorzeitig zum Duschen zu schicken und abzubrechen. „Ich habe uns als Verein da benachteiligt gesehen und so gehandelt. Mit etwas Abstand muss ich sagen, dass es nicht mein bester Tag und auch nicht meine beste sportliche Entscheidung war“, zeigte sich der TBO-Trainer runtergekühlt reumütig.

„Für viele in der Halle war dieser Schritt überhaupt nicht nachvollziehbar. Nun gut“, wollte Brandt es hinterher dann aber auch dabei belassen.

Ziemlich souverän kam die HSG RW O TV durch ihre Begegnungen und gewann alle drei gegen den TV Biefang, HC Sterkrade 75 und HSC Osterfeld. „Wir mussten auch unbedingt gewinnen, da wir den Siegerteller aus dem letzten Jahr nicht mehr gefunden hatten“, war HSG-Vorsitzender Detlef Sehr bester Laune. Zweiter wurde die Bären vom HSCO aufgrund der mehr geworfenen Tore gegenüber dem HC 75. Für Landesligist Biefang reicht es letztlich nur zum vierten Rang.

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