Basketball

Regionalliga ist für Jahn Königshardt (noch) kein Thema

Ruhig bleiben und auf den Trainer und die eigenen Stärken vertrauen: Jahn-Coach Sebastian Küppers (l.) im Gespräch mit Christoph Rzymski. Dessen Trikot-Nummer passt zur Saisonbilanz von 8:0 Siegen.

Ruhig bleiben und auf den Trainer und die eigenen Stärken vertrauen: Jahn-Coach Sebastian Küppers (l.) im Gespräch mit Christoph Rzymski. Dessen Trikot-Nummer passt zur Saisonbilanz von 8:0 Siegen.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Mit dem 73:62 beim SV Alte Freunde Düsseldorf feierte der Oberligist den achten Sieg im achten Spiel. Für den Erfolg hat das Team einiges getan.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Es läuft rund bei den Basketballern des TV Jahn Königshardt. Mit dem 73:62 (39:36)-Erfolg beim SV Alte Freunde Düsseldorf feierte der Oberligist nicht nur den achten Sieg im achten Saisonspiel, sondern beendete auch seine Negativserie gegen den „Angstgegner“ aus der Landeshauptstadt.

„Auch wenn sich das tiefgestapelt anhört, aber für uns ist der Aufstieg in die Regionalliga derzeit kein Thema“, erläutert Jahn-Trainer Sebastian Küppers. „In erster Linie wollen wir uns in unseren Leistungen weiter stabilisieren und attraktiven Basketball spielen. Da sind wir auf einem guten Weg, aber noch mit Luft nach oben. Zudem stehen die Spiele gegen die stärksten Konkurrenten ja noch aus.“

Endspiel in eigener Halle möglich

Das wäre am kommenden Samstag (18 Uhr) der Gast TuS Hilden, der sich höchstwahrscheinlich mit den beiden US-Amerikanern Marcus Mclaurin und Omar Collington an Bord als ganz dicker Brocken erweisen dürfte. Zudem stehen die Königshardter nicht alleine ohne Zählerverlust in der Liga oben. Die TG 81 Düsseldorf weist als Primus mit +228 Punkten sogar noch einmal eine deutlich bessere Korbbilanz als der Jahn (+145) auf, marschiert bislang durch die Liga.

Gegen den ambitionierten Regionalliga-Absteiger TGD geht es jeweils zum Ende der Serien. Läuft es da auf ein Endspiel um die Meisterschaft am 4. April in eigener Halle hinaus? „Natürlich könnte das passieren, aber das ist noch so weit weg und bis dahin sind noch so viele Spiele zu spielen“, so Küppers. „Wir haben eine 8:0-Bilanz, aber wir dürfen auch nicht vergessen, dass wir die Spiele wie zuletzt gegen die Alten Freunde ja nicht dominieren, sondern die Siege hart erkämpfen.“

„Was die Jungs da abreißen, ist schon beeindruckend“

Aber auch dafür haben die Königshardter einiges im Vorfeld getan. „Wir haben jetzt einen 18-Mann-Kader, in der Vorbereitung früher mit dem konditionellen Teil angefangen und eine viel höhere Intensität im Training als noch im vergangenen Jahr“, so der Coach. „Was die Jungs da abreißen, ist schon beeindruckend, zudem ist die Stimmung super. Das macht sich natürlich auch im Spiel bemerkbar, wo die Mannschaft ruhig und konzentriert bleibt und unseren Spielzügen und Coaching vertraut.“

War der TV Jahn in der vergangenen Saison häufig noch furios gestartet und musste dann ab dem dritten Viertel seinen Vorsprung mit stumpfer werdenden Waffen verteidigen, so benötigen die Königshardter derzeit ein wenig, um ins Spiel zu finden, um dann aber die richtigen Mittel zu finden und auch konsequent anzuwenden. „So herum ist es mir natürlich lieber“, sagt der 27-Jährige, der sich auch beruflich mit Basketball beschäftigt, sich beim Landesverband um die Arbeit im Nachwuchsbereich und deren Koordination kümmert. Bereits im fünften Jahr kümmert sich Sebastian Küppers auch um die Jahn-Basketballer, hatte sie nach dem Abstieg in die Landesliga übernommen und betreut mit Co-Trainer Frederik Klever aktuell ein recht junges Team mit nur drei Ü30-Akteuren.

Starkes Schlussviertel bringt den Sieg

Herausheben möchte Coach Küppers eigentlich niemanden, angesprochen auf die Neuzugänge nennt er dann aber doch Frintrop-Rückkehrer Alexander Lohrengel. „Er ist flexibel einsetzbar, uneigennützig, macht kaum Fehler und ganz viele wichtige Dinge, die vielleicht nicht auf dem Scoreboard auftauchen, aber der Mannschaft unheimlich helfen.“

Bei den Alten Freunden ging es mit einem 52:54-Rückstand ins Schlussviertel. Die starke Freiwurfquote hatte einen noch höheren Abstand verhindert. Küppers rüttelte die Königshardter noch einmal wach und ließ in der kritischen Phasen vor allem seine erfahrenen Spieler zusammen auf dem Feld. Zusammengehalten vom starken Timo Stuchlik funktionierte die Defense plötzlich wieder und zwang die Hausherren zu vielen Ballverlusten. Vorne fanden die Gäste immer wieder die großen Leute direkt am Brett. Ein 21:8 im Schlussviertel wahrte dem TV Jahn schließlich die weiße Weste.

>>>> INFO: So haben sie gespielt:

Jahn: Stuchlik (17 Punkte), Krusenbaum (17), Heinen (17), Fischer (6), Rzymski (5), Krämer (4), Castano Perea (3), Köffer (2), Reimann (2), Gaffga, Feller, Huster.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben