Fußball-Regionalliga

Mike Terranova: „Natürlich einen Dreier holen“

Mit Felix Herzenbruch ist enorm viel Sicherheit auf die linke Seite gekommen.

Mit Felix Herzenbruch ist enorm viel Sicherheit auf die linke Seite gekommen.

Foto: Micha Korb / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Bei Alemannia Aachen tat sich RWO immer schwer. Dennoch fahren Mike Terranova und sein Team optimistisch in die Kaiserstadt

„Wir sind gut gewappnet“ meint Patrick Bauder, sportlicher Leiter bei RWO, vor der Partie bei Alemannia Aachen. Auch Trainer Mike Terranova saß im Vorabgespräch locker im Hocker und bekundete: „Natürlich wollen wir da einen Dreier holen.“ Was bekanntlich in den letzten Jahren auf dem Tivoli schwer war (siehe rechts). Heute, 14 Uhr, starten die Oberhausener den nächsten Angriff.

Den geht Rot-Weiß mit gebührendem Respekt an. „Die haben große und robuste Spieler, das ist ohne Frage Männerfußball“, hat Terranova die Schwarz-Gelben bei deren Auswärtssieg in Wattenscheid unter die Lupe genommen. „Genauso müssen wir denen auch begegnen.“ Nach zwei Spielen mit der Viererkette Philipp Eggersglüß, Jerome Propheter, Abwehrchef Jannik Löhden und Felix Herzenbruch gilt diese Formation als gesetzt.

Mehrere Taktik-Ansätze möglich

Die beiden Außen sorgen für viel Druck nach vorn, Löhden und Propheter harmonierten erstmals in Lotte herausragend. Angesichts des zu erwartenden Pressings der Gastgeber wird Terranova dem auch geballte Kraft entgegensetzen. Gut möglich, dass er auf die Variante aus dem Lotte-Spiel zurück greift und die mittlere Achse mit Bastian Müller, Nico Klaß und Christian März bärenstark macht. Die agierten bei den Sportfreunde im häufigen Wechsel. Als die weichgekocht waren, war sogar Müller vorne.

Das hieße auch, dass Raphael Steinmetz trotz einer herausragenden Leistung gegen Wuppertal der Taktik zum Opfer fallen könnte und der schnelle Shaibou Oubeyapwa für das Konterspiel den Vorzug bekommen könnte. „Es ist nun mal so, wir brauchen verschiedene Spiele für unterschiedliche Anforderungen“, betont der Trainer, dass es eine feste Startelf im modernen Fußball nicht geben kann.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Spieler wie Francis Ubabuike, Tarik Kurt, Kofi Twumasi oder Dominik Reinert im Training immer voll am Ball bleiben müssen, um bei plötzlichem Einsatz, egal ob bei Formschwäche, Verletzung oder Sperre auf der Position, nahtlos einspringen können. Gleiches gilt auch für die Neuen wie Julijan Popovic oder Vincent Stenzel.

Auch im Training immer Vollgas

Vorne hat Terranova mit dem formstarken Cihan Özkara und Guiseppe Pisano zwei Spieler unterschiedlicher Ausprägung zur Verfügung und bekommt bald den dritten hinzu. Philipp Gödde schart im Training mit den Hufen. „Er ist früher zurück als gedacht“, weiß Terranova um den Ehrgeiz des Stürmers. „Dann haben wir eine Wucht in der Zentrale, die kaum jemand aufbieten kann.“ Wobei: „Cihan hat einen Lauf, das freut mich besonders.“

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