Kunstturnen

Michael Donsbach gewinnt wieder Edelmetall

Wieder in seinem Element: Michael Donsbach an seinem Paradegerät, den Ringen.

Wieder in seinem Element: Michael Donsbach an seinem Paradegerät, den Ringen.

Foto: Kerstin Bögeholz / Funke Foto Services GmbH

Oberhausen.  Nach einem verletzungsbedingten Seuchenjahr 2018 holt Michael Donsbach vom KTTO bei den Deutschen Jugendmeisterschaften die Bronzemedaille.

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2018 war ein richtiges Seuchenjahr für Michael Donsbach vom KTTO/TC Sterkrade 69. Erst machte das Handgelenk und danach die linke Schulter Probleme. Dies bedeutete für den fünfmaligen Deutschen Meister. keine Landesmeisterschaften, keine Deutschen Jugendmeisterschaften und nur ein eingeschränktes Leistungsvermögen in der Bundesliga. Doch in diesem Jahr soll es besser laufen.

Wieder zur alten Form zurückgefunden, gewinnt er zu Jahresbeginn mit dem Oberligateam wiederholt den Titel. Auch die Landesmeisterschaften verliefen erfolgreich, so dass auch gleichzeitig das Ticket zur Deutschen Jugendmeisterschaften in Unterföhring gelöst wurde.

Starke Ausführung an den Ringen sichert Finalplatz

Am ersten Tag der Meisterschaften präsentierte Donsbach einen fehlerfreien Mehrkampf und die Konkurrenz patzte. Das bescherte dem 18-jährigen Oberhausener mit Platz sieben eine starke Top-Acht-Platzierung - das beste Ergebnis, dass er im Mehrkampf je erreicht hat. Im Rahmen des Mehrkampfes startete er an seinem Paradegerät, den Ringen. Mit der stärksten Ausführung der Übung war der Finalplatz sicher.

„Schon das war ein riesiger Erfolg für ihn und uns, wenn man überlegt, dass er zu dieser Zeit im vergangenen Jahr noch nicht einmal an den Ringen schmerzfrei hängen konnte“, erinnert sich Trainer Sydnee Ingendorn noch gut an die schwierige Phase im letzten Sommer.

„Sie ist zwar bronzefarben, aber schimmert für uns wie Gold“

Im Finale lieferte Donsbach wie schon in den Jahren zuvor eine souveräne und starke Übung an seinem Paradegerät ab. Krafthalte, Riesenfelge und Abgang passten. Da gab es am Ende der Übung von Cheftrainer Siegfried Ingendorn einen anerkennenden Klapps auf die Schulter. Als fünfter Turner von acht Finalisten übernahm er mit einer guten Wertung von 12,9 Punkten vorerst die Führung. Das bedeutete mindestens Platz vier. Jetzt hieß es warten, denn die härtesten Konkurrenten um die Medaillen kamen noch. Nicklas Patrick Neuhäusel von Eintracht Frankfurt turnte ebenfalls gut und hatte den höheren Ausgangswert. Er übernahm mit 13,1 Punkten die Führung. Dann kam Daniel Schwed vom SC Berlin. Er hatte den gleichen Ausgangswert wie Donsbach, doch ein kleiner Schritt am Ende der Übung bedeuteten nur 12,75 Punkte. Somit war eine Medaille vor dem letzten Turniertag sicher.

Der letzte Turner des Finales Tom Schultze vom SC Cottbus präsentierte am Ende nochmal eine extrem schwierige Übung und gewann verdient mit 13,30 Punkten den Titel an den Ringen. „Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass es am Ende Platz vier oder fünf werden könnte. Das wäre schon ein super Ergebnis gewesen in dieser schweren Altersklasse der AK 2017/18. Diese Medaille hat sich Michael nach dem ganzen Verletzungspech im vergangenen Jahr aber genauso verdient wie alle Goldmedaillen in den Jahren zuvor. Sie ist zwar bronzefarben, aber schimmert für uns wie Gold“, so Trainer Sydnee Ingendorn stolz.

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