Handball

Die Achse muss neu besetzt werden

TV Biefang II steht vor einer schwierigen Saison. Im Bild: Sebastian Köster, Luisa Pauly, Vanessa Konopek, Vanessa Krause, Michelle Ihlo, Julie Winstermann, Dana Kunz, Maggy Späh, Stefanie Prchala, Karina Kottkamp, Celina Winstermann, Alina Plaga, Dorina Gehrke, Jasmin Baum und Linda Klaude.

TV Biefang II steht vor einer schwierigen Saison. Im Bild: Sebastian Köster, Luisa Pauly, Vanessa Konopek, Vanessa Krause, Michelle Ihlo, Julie Winstermann, Dana Kunz, Maggy Späh, Stefanie Prchala, Karina Kottkamp, Celina Winstermann, Alina Plaga, Dorina Gehrke, Jasmin Baum und Linda Klaude.

Foto: Michael Dahlke

Oberhausen.  Mit neuem Chef an der Linie und ohne Toptorjägerin will sich der Aufsteiger dennoch in der Verbandsliga behaupten.

Das Feld hätte er nicht besser für seinen Nachfolger bestellen können. Der scheidende Coach Frank Cvetreznik führte die Damen-Zweitvertretung vom TV Biefang überzeugend zur Meisterschaft in der Landesliga. Der damit verbundene Aufstieg in die Verbandsliga ist auch gleichzeitig so etwas wie eine Verpflichtung. Die Reserve der Biefangerinnen ist gewiss nicht das fünfte Rad am Wagen, sondern vielmehr wichtiges Bindeglied zwischen dem Oberliga-Team und dem vielversprechenden, heranreifenden Nachwuchs. Dass der „handball-verrückte“ Cvetreznik zum Ende der abgelaufenen Saison aus Gründen der beruflichen Weiterbildung zumindest vorerst kürzer treten würde, stand schon länger fest und wurde offen kommuniziert. ’Speedy’ hatte die Mannschaft in einer schwierigen Situation Anfang des vergangenen Jahres übernommen, um dann mit ihr richtig durchzustarten. Cvetrezniks eher aus der Not geborenes Engagement war seinerzeit aber schon an eine Voraussetzung geknüpft. Nämlich die, dass sein Kumpel und langjähriger Weggefährte Sebastian Köster den Trainerjob kurz über lang übernimmt.

Der 35-järhige ist im Klub kein Unbekannter. Köster spielte über Jahre selbst aktiv für die Bifis und hat bereits die TVB-Damen in Ober- und Verbandsliga eineinhalb Spielzeiten trainiert. Neues Terrain betritt er also keins. „Frank und ich hatten uns so abgestimmt. Jetzt war die Zeit gekommen und ich habe übernommen“, informiert der Wiedereinsteiger. Integrationsprobleme konnte es nicht geben, Köster kennt alle Spielerinnen vom bunten Vereinsleben: „Ich wurde gut aufgenommen und freue mich auf die Zusammenarbeit.“

Klassenerhalt hat oberste Priorität

Als Aufsteiger zählt man gemeinhin zum Kreis derer, die von vornherein als Abstiegskandidat gehandelt und genannt werden. Dessen ist sich Köster bewusst, dafür muss er niemandem ein X für ein U vormachen. „Es wird eine brutal schwere Saison. Das steht mal fest. Aber wir gehen die Aufgabe zielgerichtet an“, genießt der Klassenerhalt beim Linienchef oberste Priorität.

Der Kader der Biefangerinnen ist nahezu unverändert. Zwar gibt es lediglich einen Abgang zu verzeichnen, aber genau der schmerzt dann eben doch besonders. Denn mit Alina Rosenke verliert die TVB-Reserve quasi ihr Zugpferd. Die Top-Shooterin erzielte in der abgelaufenen Spielzeit satte 138 Treffer und wechselt intern hoch zu Dieter Schölwer in die „Erste“. „Alina ist zweifelsohne ein herber Verlust. Wir müssen fortan die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen“, weiß Köster, das der Abgang Rosenkes nur im Kollektiv kompensiert werden kann.

Nachwuchskräfte nun fester Bestandteil

Maggy Späh, Dana Kunz und Kyra Wiedermann waren in ihrem ersten Seniorenjahr schon sporadisch dabei und sind fortan fester Bestandteil der Mannschaft.

In der Vorbereitung gab’s schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf eine womöglich ziemlich komplizierte Spielzeit. Die Biefangerinnen zogen in Testspielen gegen andere Verbandsligisten meistens den Kürzeren. Neben dem Einstudieren einer zweiten, offensiveren Deckungsvariante und dem Versuch, die Laufintensität zu erhöhen, müssen die TVB-Frauen zwingend ihre Chancenverwertung aufpolieren. Köster: „Wir haben einiges zu tun und müssen immer ans Limit gehen. Rufen die Mädels dann demnächst das ab, was sie können, sind wir konkurrenzfähig.“

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