Tennis

Bundesliga-Start nach Maß für den Buschhausener TC

Das Bundesliga-Team des BTC erwischte gegen Uhlenhorst einen Start nach Maß in die Saison.

Das Bundesliga-Team des BTC erwischte gegen Uhlenhorst einen Start nach Maß in die Saison.

Foto: Franz Naskrent / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Bei grandioser Stimmung feierte der Buschhausener TC gegen den HC Uhlenhorst einen tollen Einstand in die Tennis-Bundesliga der Herren 30.

Was für ein Start in die Tennis-Bundesliga der Herren 30! Zwar mussten die knapp 200 Zuschauer auf der Anlage des Buschhausener TC nach einem heftigen Regen rund eine Stunde auf den Auftakt gegen den HC Uhlenhorst warten, doch sein Bleiben sollte niemand bereuen. Mit 5:4 zwang der Aufsteiger die Hamburger nach fast sieben Stunden hartem wie hochklassigem Kampf in die Knie und erlebte dabei eine Stimmung fast schon wie auf dem Fußballplatz.

„So etwas haben wir hier noch nicht gehabt“, freute sich auch BTC-Sportwart Alex Glowacz. „Ich kann mich nur bei allen Leuten, die mitgeholfen haben, bedanken. Ich denke, das war richtig gute Werbung für den Tennissport in Oberhausen und natürlich auch für unseren Verein.“

Gäste und Gegner beeindruckt

In der Tat hatte der Neuling kulinarisch mächtig aufgefahren und beeindruckte mit seinem Büffet, seiner Cocktail-Bar und einer Massage-Station nicht nur die Zuschauer, sondern auch Gegner und Schiedsrichter. „Wir wussten ja nicht so genau, was in der Bundesliga zum guten Ton gehört. Es freut uns natürlich, dass die Leute unsere Mühen anerkennen. Für uns ist das aber kein Grund, beim nächsten Mal weniger aufzufahren, sondern eher Ansporn, uns als Gastgeber noch weiter zu verbessern“, so Glowacz.

Dass es dann auch noch mit dem sportlichen Erfolg klappte, war natürlich die Krönung. Streckenweise absolut hochklassiges Tennis bekamen die Anwesenden geboten, mit seinen Neuverpflichtungen hat der BTC ein gutes Näschen bewiesen. Zudem entpuppten sich der Kroate Antonio Sancic, der Serbe Ivan Bjelica, der Niederländer Wijnmalen und der Belgier Laurent Montoisy als sympathische, pflegeleichte Typen, die Rede und Antwort standen und fleißig Autogramme schrieben.

„Es war ein schwieriges Spiel, er wechselt so häufig den Rhythmus und das mag ich gar nicht. Gerade im zweiten Satz habe ich nicht immer die richtige Taktik gewählt“, so Bjelica nach seinem 6:2, 7:6-Erfolg gegen den Schweden Johan Brunström, bei dem die Nummer zwei des BTC bereits mit 2:4 im zweiten Durchgang zurücklag, aber ein großes Kämpferherz bewies und das Zeug zum Publikumsliebling hat. Besonders die Damenwelt nutzte anschließend nicht selten die Gelegenheit zum gemeinsamen „Selfie“.

Boy Wijnmalen (4) hatte aufgrund seiner Statur nicht jeder Zuschauer so eine Leistung und am Ende den 6:4, 6:3-Sieg gegen Florian Rathmann zugetraut. Der Niederländer bewies immer wieder ein ganz feines Händchen, kann besonders mit der Rückhand aber auch gnadenlos gut durchziehen. Björn Vermöhlen (6) war gegen Ulrich Tippenhauer (1:6, 3:6) klar unterlegen.

In der zweiten Runde brachte für die Gastgeber nur noch der Belgier Laurent Montoisy seine Partie erfolgreich durch. Antonio Sancic und Maxime Braeckman unterlagen. Dabei hatte Sancic im Top-Einzel gegen Niklas Timfjord den ersten Satz mit 6:0 gewonnen, verlor aber noch mit 3:6 und 5:10 im Match-Tiebreak.

Mit 3:3 ging es also in die Doppel und dort sollte es fast schon dramatisch werden. Nach dem beeindruckenden Sieg von Sancic/Bjelica und der Niederlage von Braekman/Scheidweiler blickten alle Augen auf Platz drei, wo Wijnmalen/Montoisy gegen Rathmann/Tippenhauer in den Match-Tiebreak mussten. Dort pushte sich das BTC-Duo immer wieder selbst und wurde zudem lautstark von den Team-Kollegen und Zuschauern angefeuert. „Absoluter Wahnsinn“, so Glowacz, nachdem die Gastgeber den letzten Punktgewinn zum 10:7 und damit zum 5:4-Gesamterfolg bejubeln durften.

Weiter geht es für den BTC am 29. Juni (12 Uhr) erneut bei freiem Eintritt zu Hause gegen den TV Espelkamp-Mittwald, der bereits drei Partien absolviert und zwei davon gewonnen hat. Klar ist nun allerdings auch: Verstecken muss sich der BTC in der Bundesliga gegen keinen Gegner und in keiner Weise.

So haben sie gespielt

Einzel: Antonio Sancic - Nicklas Timfjord 6:0, 3:6, 5:10; Ivan Bjelica - Johan Brunström 6:2, 7:6; Maxime Braeckman - Jan Greve, Jan 4:6, 1:6; Boy Wijnmalen - Florian Rathmann 6:4, 6:3; Laurent Montoisy - Sebastian Schlüter 6:1, 6:1; Björn Vermöhlen - Ulrich Tippenhauer 1:6, 3:6.

Doppel: Sancic/Bjelica - Timfjord/Brunström 6:1, 6:4; Braeckmann/Mike Scheidweiler - Greve/Schlüter 5:7, 2:6; Wijnmalen/Montoisy - Rathmann/Tippenhauer 5:7, 6:2, 10:7.

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