Handball

Biefangerinnen wollen jedes Jahr ein bisschen besser werden

Der Kader des  TV Biefang (oben v.l.) Pia Steinzen, Jessica Hegemanns, Lena Döller, Christin Opladen, Linda Reinartz, Judith Schirra, Alina Nuyken, (unten l.) Trainer Dieter Schölwer, Kati Sprick, Katja Schlickert, Isabell Gross, Jessica Benninghoff, Anja Häßler und Franziska Spaan.

Der Kader des TV Biefang (oben v.l.) Pia Steinzen, Jessica Hegemanns, Lena Döller, Christin Opladen, Linda Reinartz, Judith Schirra, Alina Nuyken, (unten l.) Trainer Dieter Schölwer, Kati Sprick, Katja Schlickert, Isabell Gross, Jessica Benninghoff, Anja Häßler und Franziska Spaan.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Trainer Dieter Schölwer und die Handball-Damen vom TV Biefang bauen die sportliche Zukunft behutsam auf. „Hier im Klub entsteht etwas.“

Die Handball-Damen des TV Biefang blicken auf eine gelungene Oberliga-Saison zurück. Sogar das Thema Aufstieg stand zwischendurch auf der Tagesordnung, war letztlich aber nur von kurzer Halbwertszeit. Intern wurde daraus ohnehin kein großes Brimborium veranstaltet. Die Biefangerinnen schlossen mit einem starken fünften Platz ab und bewegten sich damit auch voll in ihrem geplanten Zielbereich.

„Die Mannschaft musste sich an mich und meine Methoden erst ein wenig gewöhnen und umstellen. Aber das hat alles prima funktioniert. Die Mädels haben vom ersten Tag an hervorragend mitgearbeitet, viele Dinge angenommen und gut umgesetzt. Ich bin total zufrieden“, schaut der stolze Trainer zurück.

Eingeleitete Entwicklung soll fortgesetzt werden

Schölwers zeitige Vertragsverlängerung um eine weitere Spielzeit war die Konsequenz. Der 57-jährige Übungsleiter, der mittlerweile über so viel Erfahrung im Damen-Handball verfügt, möchte an der eingeleiteten Entwicklung weiter aktiv mitwirken. „Hier im Klub entsteht etwas. Inwieweit Strukturen geschaffen oder irgendwann vorhanden sein werden, um eine Stufe höher zu gehen, muss man abwarten.“

Die Voraussetzungen, dass in Biefang nachhaltig Sport auf hohem Amateur-Niveau geboten werden kann, sind gut. Die weibliche C-Jugend (Oberliga) und die B-Juniorinnen (Nordrheinliga!) schicken sich auch in diesem Jahr an, auf HVN-Ebene ihre Handball-Ausbildung voranzutreiben. „Die Durchlässigkeit ist gegeben“, freut Schölwer es besonders, drei hochveranlagte Nachwuchsspielerinnen aus der „B“ in der Vorbereitung dabei zu haben. Die einzige 16-Jährige, Katharina Sprick, wird mit einem statutengemäßen Doppelspielrecht ausgestattet und dürfte sich im Laufe der Spielzeit ihre ersten Sporen bei den Erwachsenen verdienen.

„Alina ist willensstark. Sie soll demnächst auch am Kreis Unruhe stiften“

Alina Rosenke stößt aus den eigenen Reihen zur „Ersten“. Die gelernte Rückraumspielerin war als abschlussstarke Shooterin ein elementarer Baustein für den souveränen Aufstieg der Reserve in die Verbandsliga. Schölwer: „Alina ist willensstark. Sie soll demnächst auch am Kreis Unruhe stiften.“ Vom HC TV Rhede aus der Verbandsliga kommt Pia Steinzen. Die 24-jährige Top-Torschützin gilt auch für die Abwehr als echte Verstärkung.

Die für ihre hohe Spielintelligenz bekannte Franzi Schneider steht den TVB-Damen die halbe Hinrunde zur Verfügung. Mitte Oktober zieht’s die Globetrotterin dann wieder für einen längeren Aufenthalt ins Ausland – diesmal nach Salzburg. Teresa Geukes gilt ebenfalls als Neuzugang. Die Torhüterin hat ihren Kreuzbandriss nach einem Jahr auskuriert und teilt sich mit Isi Groß den Posten zwischen den Pfosten.

Lena Kaulfuß und Eda Celik setzen fortan außersportliche Prioritäten und sind nicht mehr mit dabei. Kürzer tritt Steffi Jugovac. Wegen der Nähe zu ihrem Wohnort hat sie sich der HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen (Landesliga) angeschlossen. Marie Groetelaers hilft künftig beim von Verletzungen gebeutelten Ligakonkurrenten DJK Adler Königshof im Tor aus.

Saisonziel lautet: Platz drei bis fünf

„Wir kriegen hier etwas frischen Wind rein. Das tut uns gut“, kommt die Kaderauffrischung dem Coach gelegen. Im Zuge der Vorbereitung gab’s auch eine Neuerung. Die TVB-Damen bestritten bis weit in den August hinein nicht ein einziges Testspiel. „Ich glaube, das Team hat diese Variante dankbar angenommen. Zeit fürs Einspielen bleibt ja immer noch“, so Schölwer.

Der hat mit Alina Nuyken zudem eine Ur-Biefangerin als Co-Trainerin an seiner Seite. Für die neue Saison lautet das diesmal etwas höher gesteckte Ziel Platz drei bis fünf. Schölwer: „Können wir im Angriff unsere Erfolgsquote etwas nach oben schrauben und lassen hinten einige Prozentpunkte weniger zu, sollte das realistisch sein.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben