Boxen international

Bald stehen große Kämpfe für Abass Baraou an

Boxer Abass Baraou gewinnt seiner erstem Profikampf auf internationaler Bühne (Dubai) gegen den Ägypter Abdelghani Saber mit erstaunlicher Leichtigkeit.

Boxer Abass Baraou gewinnt seiner erstem Profikampf auf internationaler Bühne (Dubai) gegen den Ägypter Abdelghani Saber mit erstaunlicher Leichtigkeit.

Foto: MTK Global

Oberhausen.  Bei einem ersten internationalen Auftritt in Dubai hatte es Abass Baraou leicht. Zu leicht, fand er und will demnächst um höhere Ziele kämpfen.

Wenn ein 24-Jähriger und ein 31-Jähriger in den Ring steigen, sollte man meinen, dass der jüngere der beiden Boxer Flüchtigkeitsfehler machen könnte. Wie weit Abass Baraou im Vergleich zur Konkurrenz in seiner Altersklasse ist, stellte er am Freitagabend in Dubai unter Beweis. Baraou gewann in der zweiten Runden durch K.o.

Abdelghani Sabers letzter Profikampf war schon über ein Jahr her, natürlich fehlt dem Ägypter der Rhythmus. Doch mit welcher Selbstverständlichkeit der Oberhausener aus dem Sauerland-Stall seine Duelle aktuell bestreitet, zeigt, dass sich sein Stall bald an die großen Kämpfe trauen wird und trauen muss.

Saber wollte nach seinen acht K.o.-Siegen und einer Niederlage gegen Baraou etwas beweisen. Er wollte seine Karriere noch einmal ankurbeln, suchte sich in Abass aber den falschen Gegner dafür aus. Für Saber ging der Kampf völlig in die Hose. Der Ägypter ging übermotiviert zu Werke, Baraou lauerte auf die Lücken in der Deckung und setzte Saber mit Körpertreffern zu.

Gegner war übermotiviert und unvorsichtig

„Nach dem Niederschlag in Runde eins war ich relativ sicher, dass ich den Kampf beenden kann“, hatte Baraou keine Lust auf großartig viele Extrarunden. Baraou dominierte das Geschehen in den ersten drei Minuten und radierte, als er Saber auf die Bretter schickte, alle Fragezeichen aus. Saber rettete sich so eben noch in die eigene Ecke und sah schon früh seine Felle davon schwimmen.

Kombination zum Kopf

Das sorgte dafür, dass Saber noch überdrehter in Runde zwei startete. Das brachte Baraou natürlich erst einmal in die Defensive, allerdings nur um aus der Position heraus exakt zu analysieren, wo Saber schnellstmöglich zu knacken ist.

Eine Kombination zum Kopf öffnete bei Saber die Körperdeckung und Baraou setzte mit links den entscheidenden Haken.

Saber ging zu Boden und stand diesmal nicht wieder auf. Nach nicht einmal fünf Minuten Kampfdauer hatte der deutsche Meister auch seinen ersten Profikampf im Ausland gewonnen. „Ja, das war wirklich ein bisschen kurz“, lacht Baraou in der Nachbetrachtung.

Grundlage ist harte Trainingsarbeit

Dementsprechend heiß ist er auch auf den nächsten Kampf, der schon bald folgen soll. Dann wird es wohl auch um seinen International-Gürtel gehen, den er im Februar gewann. Sein Boxstall wird nun wohl auch immer häufiger herausgefordert werden. Bisher war in seinen sieben Profikämpfen von denen er nun mittlerweile vier frühzeitig beendet hat, keiner der Kontrahenten Baraou gewachsen. Das liegt natürlich zum Teil an den Gegnern, aber auch an der akribischen Arbeit, die der deutsche Meister in sein Training steckt, um sich seinen Traum weiter zu verwirklichen. Daher soll es jetzt auch schnell weiter gehen. Dann wird sich auch zeigen, wer der nächste Boxer ist, der die Chance nutzen will, sich mit Baraou zu messen.

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