Hockey-EM

Vier Uhlenhorster im Nationalteam bei Hockey-EM in Belgien

Traten schon bei der U21-Weltmeisterschaft im indischen Lucknow gemeinsam im Nationaltrikot an: (v.l.) Lukas Windfeder, Timm Herzbruch und Ferdinand Weinke vom HTC Uhlenhorst.

Traten schon bei der U21-Weltmeisterschaft im indischen Lucknow gemeinsam im Nationaltrikot an: (v.l.) Lukas Windfeder, Timm Herzbruch und Ferdinand Weinke vom HTC Uhlenhorst.

Foto: Windfeder

Aus dem Uhlenhorster Trio im Nationaldress wurde am Mittwochabend ein Quartett. Das Deutsche Team startet gegen Schottland ins Turnier.

Es ist Mittwochabend als Malte Hellwig noch ein Anruf bekommt. Ein Anruf, der das Herz des 21-jährigen Hockeyspielers des HTC Uhlenhorst etwas schneller schlagen lässt. Er ist dabei, doch noch dabei, wenn die Hockey-Europameisterschaft in Antwerpen am Samstag auch für die deutsche Mannschaft beginnt.

Der Nachwuchsstürmer springt für den verletzten Marco Miltkau ein. „Ich bin jetzt zwar nicht aus allen Wolken gefallen, aber ich habe auch nicht mehr wirklich mit einem Einsatz gerechnet“, gesteht Hellwig. Für ihn ist es das erste große Turnier im A-Kader der Nationalmannschaft. „Die Stimmung in dem 8500 Zuschauer fassenden Stadion wird fantastisch sein“, freut sich der Debütant. Hellwig ist allerdings nicht der einzige Uhlenhorster im Nationalteam ist.

„Wir haben eine super Bundesligasaison gespielt“

Der amtierende Deutsche Meister stellt mit ihm, Timm Herzbruch, Lukas Windfeder und Ferdinand Weinke insgesamt vier Nationalspieler. „Das ist natürlich eine coole Sache, jetzt gleich drei Mitspieler aus der Vereinsmannschaft dabei zu haben“, findet auch Weinke, für den es die erste Europameisterschaft ist. „Wir haben eine super Bundesligasaison gespielt, das ist nicht nur uns, sondern ich glaube auch den anderen im Team bewusst“, sagt er. „Aber im Prinzip sind es ja zwei verschiedene Mannschaften und jetzt liegt der Fokus natürlich darauf, eine gute Nationalmannschaft zu sein.“

Los geht es für das Uhlen-Quartett am Samstag um 13.30 Uhr gegen Schottland. „Die sind nicht zu unterschätzen“, glaub Hellwig“ und auch Weinke will sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. „Ich hab noch nie persönlich gegen Schottland gespielt. Die Schotten haben aber gute Ergebnisse gebracht. Ein Sieg gegen sie wäre schon ein super Start ins Turnier. Mit einem guten Spiel zu beginnen, ist immer eine super Sache.“

Highlight am Sonntag

Das ist insofern wichtig für die Hockey-Herren des DHB, weil schon am Sonntag ein Kracher auf sie wartet. Dann müssen sie gegen den amtierenden Europameister und Vize-Weltmeister aus den Niederlanden antreten. Los geht’s um 20.30 Uhr. „Das ist ein Highlight und wir freuen uns auch schon auf die Partie“, betont Abwehr-Mann Weinke, der auch die Atmosphäre im Hockey-Stadion kaum erwarten kann. Das Spiel gegen Holland sei aber wohl nicht das entscheidende. „Der Fokus liegt auf den anderen beiden Partien gegen Schottland und Irland. Die müssen wir gewinnen, das sollte für den Einzug ins Halbfinale reichen.“

Bei den Prognosen, wer am Ende des Turniers ganz oben auf dem Treppchen stehen wird, herrscht im Vorfeld Einigkeit: „Belgien“, vermuten Hellwig und Weinke. „Als amtierender Weltmeister und als Ausausrichter vor heimischem Publikum sind die Belgier die großen Favoriten“, sagt Weinke.

„Holland immer auf der Rechnung haben“

„Immer auf der Rechnung haben sollte man aber auch Holland. Das sind die zwei Top-Kandidaten. Dahinter kommen Mannschaften wie England, Spanien und auch wir als deutsches Team. Die genannten sind immer in der Lage, die Favoriten zu schlagen“, glaubt der 24-Jährige, der sich mit dem DHB-Team den Gewinn einer Medaille in Antwerpen vorgenommen hat: „Rückblickend auf die letzten Turniere und die Rangliste, wäre das schon ein klarer Erfolg.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben