Feldhockey Europameisterschaft

Timm Herzbruch und Co. haben das erste kleine Endspiel

Der Uhlenhorster Timm Herzbruch jubelt nach seinem Treffer zum 1:1 gegen die Niederlande.

Der Uhlenhorster Timm Herzbruch jubelt nach seinem Treffer zum 1:1 gegen die Niederlande.

Foto: Frank Uijlenbroek / dpa

Antwerpen/Mülheim.  Im letzten Gruppenspiel gegen Irland geht es für die deutsche Nationalmannschaft um den Einzug ins Halbfinale. Ein Mülheimer ist optimistisch.

Das erste Endspiel bestreitet die Hockey-Nationalmannschaft am Dienstag (15.45 Uhr), wenn es gegen Irland um den Einzug ins Halbfinale bei der Europameisterschaft in Antwerpen geht. Der Start in das Turnier ist der Mannschaft, zu der vier Spieler des HTC Uhlenhorst gehören, gelungen. Findet auch Timm Herzbruch.

Beim 9:0-Auftaktsieg gegen Schottland erzielte der Bundesliga-Torschützenkönig vom deutschen Meister drei Tore, gegen die Niederlande ein weiteres. Zudem traf Lukas Windfeder bei der 2:3-Niederlage gegen den amtierenden Europameister aus dem Nachbarland. „Wir haben in zwei Spielen elf Tore erzielt. Dass Uhlenhorster Jungs etwas dazu beisteuern konnten ist natürlich gut. Aber das ist letztendlich nebensächlich. Wichtig ist es, dass wir als Mannschaft die nächsten entscheidenden Spiele gewinnen“, wollte Herzbruch den individuellen Erfolg aber nicht zu hoch hängen.

Holland-Spiel macht Mut

Deshalb überwog natürlich zunächst die Enttäuschung ob der Niederlage gegen die Oranjes, letztlich konnte Herzbruch aber auch diesem Spiel etwas positives abgewinnen. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Wir standen zwei mal nicht gut in unserer Defensivstruktur und wurden dafür bestraft. Jedoch sind wir auch zwei mal sehr gut zurückgekommen und hatten am Ende die Chancen den Ausgleich zu erzielen“, analysiert der Stürmer. Eine Aufgabe, die sich die Mannschaft für ein mögliches zweites Aufeinandertreffen im Turnier vornehmen kann. Sollte es dazu kommen, wäre das wohl im Finale.

Zuvor aber warten die Iren auf Herzbruch und Co. „Das ist ein sehr physischer Gegner, der defensiv agiert, aber auch in der Offensive seine Qualitäten hat“, weiß Herzbruch, der selbstbewusst hinzufügt: „Wenn wir in der Defensive gut spielen, werden wir im Angriff auch unsere Chancen kreieren und das Spiel gewinnen.“

Entspannung vom Ruhetag

Am Montag stand im ansonsten eng getakteten Spielplan für Deutschland keine Partie an, lediglich eine Besprechung und eine Trainingseinheit waren angesetzt. Für Herzbruch, und seine drei HTCU-Kollegen Ferdinand Weinke, mit dem sich Herzbruch ein Zimmer teilt, Lukas Windfeder und Malte Hellwig also die Gelegenheit, mal etwas abzuschalten. „Wir haben ein bisschen Freizeit, dann werden wir uns aber auch schon auf das Spiel gegen Irland vorbereiten“, sagt Herzbruch.

Dass Malte Hellwig kurz vor dem Turnierstart noch nachnominiert wurde und so das HTCU-Quartett komplettierte, hat den Stürmer gefreut. „Klar, wir kennen uns seit der Jugend und kennen unsere Lauf- und Spielwege in- und auswendig. Das ist auf dem Feld dann auch ein Vorteil. Und für Marco Miltkau hoffe ich, dass er schnell wieder gesund wird und bald wieder auf dem Platz stehen kann“, so Herzbruch.

Wenn die Partie gegen Irland angepfiffen wird, wird all das aber keine große Rolle spielen. Dann geht es nur noch darum, den Sprung in das Halbfinale zu schaffen. Damit es möglicherweise zu einem Wiedersehen mit den Niederlanden kommt.

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