Handball Verbandsliga

SV Heißen zeigt sich in Torlaune

War beim 45:31-Sieg gegen die SSG Wuppertal/HSV Wuppertal mit elf Toren beste Werferin, Rückraumspielerin Svenja Arto. Hier trifft sie per Tempogegenstoß für den SVH.

War beim 45:31-Sieg gegen die SSG Wuppertal/HSV Wuppertal mit elf Toren beste Werferin, Rückraumspielerin Svenja Arto. Hier trifft sie per Tempogegenstoß für den SVH.

Foto: Franz Naskrent / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Der SV Heißen demonstriert gegen Wuppertal seine Stärke – und steht dabei in der zweiten Halbzeit vor einer besonderen Herausforderung.

Eine sprichwörtliche Machtdemonstration ist den Verbandsligafrauen des SV Heißen gegen den SSG Wuppertal/HSV Wuppertal gelungen. Sie haben vor heimischem Publikum einen nie gefährdeten 45:31-Kantersieg einfahren. Dabei hat der SVH die Gäste auch ein Stück weit mit den eigenen Waffen geschlagen. Getreu nach dem Motto, wer vorne viele Tore wirft, kann auch hinten mal viele reinlassen.

Von Beginn an zeigte das Team von Trainer Jens Doleys, wer die Hosen an hat. Nach ein paar Minuten legten sie mit 5:1 vor. Die Abwehr der Gäste agierte insgesamt zu passiv, und ließ ihre Torfrau zu oft alleine, so dass die Heißenerinnen größtenteils leichtes Spiel hatten und frei zum Wurf kamen.

20 Heißener Tore vor der Halbzeit

Nach rund zehn Minuten stand es 9:3 auf der Anzeigetafel und der gegnerische Trainer nahm die erste Auszeit. Aber auch danach blieb das Bild gleich, der SVH kam mit viel Tempo insbesondere über seine linke Angriffsseite mit Steffi Radetzki, Juliane Hauth und Svenja Arto. Vor allem letztgenannte zeigte sich in Torlaune und war mit ihren elf Treffern beste Schützin der Heißenerinnen.

Noch vor dem Pausenpfiff knackten die Mülheimerinnen die 20-Tore-Marke und gingen mit einer komfortablen 22:14-Führung in die Halbzeit. Einziger Wermutstropfen: Kreisläuferin Kaja Schink verletzte sich quasi mit dem Pausenpfiff und musste danach erstmal eine Weile auf der Bank Platz nehmen.

Neue Ziele für die zweite Halbzeit

Auch nach der Pause wurde der SVH kein bisschen müde. Jennifer Reschke traf vom Siebenmeterpunkt zum 27:17 und damit lag das Doleys-Team erstmals mit zehn Toren vorne. „Wir haben uns in der Pause vorgenommen, nicht in ein Loch zu fallen, was schon mal passieren kann, wenn man so frühzeitig hoch führt“, erklärt der Coach. So war es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit bis auch die 40-Tore-Marke fiel.

Die Wuppertalerinnen versuchten dann zeitweise über eine Manndeckung das SVH-Spiel zu stören. Dies machte sich aber in keiner Weise negativ bemerkbar. Stattdessen gab es am Kreis mehr Platz, den etwa Sarah Brügge im Eins-gegen- Eins oder auch Kreisläuferin Schink nutzten. So trennten beide Mannschaften am Ende 14 Tore (45:31).

Trainer ist voll des Lobes

Trainer Doleys lobt nach dem Spiel vor allem die erste und zweite Welle. „Das war richtig gut, wie wir die Maschinerie ins Laufen gebracht haben“, sagt er. „Mit ein bisschen mehr Glück wären auch 50 Tore im Bereich des Möglichen gewesen.“ Aber auch mit der Abwehr- und Torwartleistung war er zufrieden. „Das hört sich vielleicht bei 31 Gegentoren komisch an“, so Doleys.

Aber aufgrund von Verletzungen von Kaja Schink und Jennifer Reschke hätte er in der Deckung teilweise umstellen müssen, „sonst hätten wir Wuppertal unter unserer Zielmarke von 25 Tore gehalten“, ist er überzeugt. Somit bleibt der SVH dem verlustpunktfreien Tabellenführer, Bergischer HC, weiter auf den Fersen.

SV Heißen - SSG Wuppertal/HSV Wuppertal 45:31 (22:14)

SVH: Weber, Schwarz, Pichottka - Arto (11/2), Hauth (5), Radetzki (3) Schink (4), Brügge (5), Reschke (3/3), Neulken (3) Kühn (5), Eifert (6)

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